Sommerzeit ist Ferienzeit und damit auch Lesezeit – wie wäre es mit einem von diesen Büchern?

Ian McEwan: Abbitte
Dieser Roman passt wunderbar zu heißen Tagen, die man unterm Sonnenschirm ver-lesen kann. Die Fantasien einer 13-Jährigen und deren Auswirkungen auf ihre Umgebung und sie selbst sind erschütternd und einfach guter, spannender Lesestoff. Wer mehr von dem britischen Autor lesen will, findet bei Diogenes eine große Auswahl seiner Werke.

 

Max Frisch: Montauk und Homo Faber
Mag sein, dass der ein oder andere mit Max Frisch in der Schule gequält worden ist. Ich liebe seinen Stil und seine Geschichten immer noch. Empfehlenswert sind sie alle, Montauk und Homo Faber sind zwar relativ kurz, aber nicht weniger lesenswert.

 

Edward St Aubyn: The Melrose Novels
Die Geschichte der Melrose-Familie ist so erbarmungslos wie komisch und trotz der insgesamt fünf Bände (Schöne Verhältnisse, Schlechte Neuigkeiten, Nette Aussichten, Muttermilch, Zu guter Letzt) alles andere als langweilig. Wer die Romane im englischen Original lesen möchte, sollte zu diesen Ausgaben greifen.

 

Mitch Cullin: A Slight Trick of the Mind
Eine wunderbare Hommage an Sherlock Holmes. Der Meisterdetektiv hat sich im Alter zurückgezogen, widmet sich mit Hingabe seinen Bienenstöcken und blickt auf sein Leben zurück. Meinen ausführlicheren Buchtipp (auf Englisch) gibt es hier, die deutsche Version hier. Leider habe ich keine deutsche Ausgabe gefunden. Vielleicht gibt es aber eine, wenn der Film mit Ian McKellen in die Kinos kommt.

 

Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot
Alles, was Sherlock Holmes ausmacht, in einem Buch. Es gibt verschiedene Ausgaben auf Deutsch – eine gute ist die, die als Insel-Taschenbuch erhältlich ist.

 

Shaun Usher: Letter of Notes
Das ist nicht das Buch, das man mit ins Schwimmbad oder ins Urlaubgepäck stecken möchte. Dafür ist es zu groß und schwer. Und billig ist es auch nicht. Aber keine digitale Version kann den Reiz vermitteln, es greifbar zu haben, es gelegentlich durchzublättern und bei dem ein oder anderen Brief hängenzubleiben. Nicht, weil alle Schreiber so berühmt sind wie die englische Queen. Sondern, weil es faszinierend ist zu lesen, was Menschen über Jahrzehnte bewegt hat und – dank der Faksimiles – die Briefe zu sehen. (Mehr dazu hier)