Heuer jährt sich der Todestag der englischen Schriftstellerin Jane Austen zum 200. Mal. Und wie immer bei solchen Jahrestagen werden Werke neu aufgelegt und Biografien herausgebracht. Eine davon ist das Buch „By a Lady“, in dem sich die Autorinnen Rebecca Ehrenwirth und Nina Lieke Jane Austen klassisch nähern. Klassisch deshalb, weil sie die Schriftstellerin nicht losgelöst von deren Werken sehen und Parallelen ziehen zu den Romanfiguren. Denn ihre Figuren sind das, was ihre Erfinderin wohl war: streng und unerbittlich, wenn es darum ging, ihre Umgebung zu beobachten und sich gegen den sentimentalen Frauenroman ihrer Zeit zur Wehr zu setzen. Jane Austen siedelte ihre  Werke immer innerhalb eines  Mikrokosmos‘ an, ein eigene Welt, die von ihren ganz speziellen Charakteren lebt.

„By a Lady“ – das Pseudonym, unter dem Jane Austen ihr erstes Werk veröffentlichte –  nimmt sehr eng Bezug auf die berühmten Romane wie „Emma“, „Stolz und Vorurteil“ oder Mansfield Park“ (deutsche Ausgaben sind zum Beispiel bei dtv erschienen). Wer vorher noch nichts von Jane Austen gelesen hat, wird sich schwer tun. Wer tiefer in das Leben und das Werk der Schriftstellerin eintauchen will, die längst zu den Klassikern der englischen Literatur gehört, wird an der vorliegenden Biografie seine Freude haben.

 

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Rebecca Ehrenwirth, Nina Lieke: By A Lady – Das Leben der Jane Austen. Lambert-Schneider-Verlag, 24,95 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.