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Bücher, Filme, Technik und Benedict Cumberbatch – auf Deutsch and in English

Autor: DieBedra (Seite 1 von 16)

John Williams: Nichts als die Nacht

Arthur Maxley tut den lieben langen Tag –  nichts. Nicht, dass er zu alt oder zu krank für einen Beruf wäre. Aber er leidet seit seiner Kindheit an einem Trauma und kann offenbar  nur durch Trinken und Müßiggang damit leben. Und dann ist da noch sein Vater, den er seit etlichen Jahren nicht mehr gesehen hat und der plötzlich um ein Treffen bittet.

„Sonnenhelles Morgenlicht stocherte mit neugierigen Fingern durch die halb geöffneten Lamellen der Jalousie und strich warm, sanft und unpersönlich über sein Gesicht.“

„Nichts als die Nacht“ ist das erste Werk des amerikanischen Autors John Williams, dessen Roman „Stoner“ zu Unrecht vergessen wurde. Sein Debüt ist alles andere als ein Schreibversuch eines jungen Schriftstellers, denn es verrät schon die Meisterschaft eines großen Erzählers, der berührt, ohne kitschig zu sein und der erzählt, ohne zu langweilen. Dank des dtv ist die Novelle nicht nur in einer wunderbaren Übersetzung (aus dem amerikanischen Englisch von Bernhard Robben), sondern auch in einer guten Ausstattung greifbar.

Mehr zu John Williams gibt es hier.

 

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

John Williams: Nichts als die Nacht, dtv, 18 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom dtv zur Verfügung gestellt.

Sherlock – The Essential Arthur Conan Doyle Adventures

Über 2500 Ergebnisse erhält, wer bei Amazon nach Arthur Conan Doyle und Sherlock Holmes sucht. Weshalb also noch eine weitere englischsprachige Ausgabe? Die Lust, besonders schöne Bücher zu machen, kann es nicht gewesen sein, die die Herausgeber bewogen haben zwei Bände unter dem Titel „Sherlock – The Essential Arthur Conan Doyle“ als BBC Books zu veröffentlichen. Denn wie oft bei englischen Büchern ist weder die Qualität des Papiers noch die des Layouts – hin und wieder scheint der Text entweder gesperrt oder spationiert zu sein, damit er eine Zeile ausfüllt – das entscheidende Kaufkriterium. Doch die Titelbilder machen klar, dass es hier um den Kultfaktor geht, den die britische BBC-Serie „Sherlock“ unter Fans hat und diese Fans sind es auch, die die Macher als Käufer und Leser im Visier haben.

„Impossible not to love.“

Die Produzenten, Drehbuchschreiber und Erfinder des modernen Sherlock, Steven Moffat und Mark Gatiss, haben ihre Lieblingsgeschichten um den größten Detektiv aller Zeiten gesammelt und ihnen jeweils eine kurze Einleitung vorangestellt. Und allein diese Einführungen sind trotz der Kürze wunderbar witzig und ironisch, aber auch gleichzeitig kenntnisreich. „Die Geschichte macht zwar nicht wirklich Sinn, sie ist aber atemberaubend frech, stimmungsvoll und furchterregend.“ („It makes no real sense but it’s breathtakenly cheeky, atmospheric and scary.“) schreiben die Autoren der Einleitung beispielsweise über „Das gesprenkelte Band“ („The Adventure of the Speckled Band“) und finden, dass man „Der blaue Karfunkel“ („The Adventure of the Blue Carbuncle“) einfach „lieben muss“ („Impossible not to love.“). Einiges, was in „Eine Frage der Identität“ („A Case of Identity“) auftaucht, haben die beiden für ihre Sherlock-Version verwendet und wenn man so will, eine Art Perlenpickerei („small gems“) betrieben.

Dass in der Fernsehserie zum Teil wörtliche oder abgewandelte Zitat aus einer der Originalgeschichten verwendet werden, merkt man freilich nur dann, wenn man den Kanon kennt. Oder doch zumindest die Geschichten, die Steven Moffat und Mark Gatiss als solche ausgemacht und in den beiden Bänden vorgelegt haben. Die insgesamt 19 Kurzgeschichten sind  auch ideal für Sherlock-Fans, die sich Arthur Conan Doyles Original nähern wollen, denn sie sollen schlichtweg Begleiter der BBC-Serie sein. Wer schon diverse Ausgaben im Regal stehen hat, wird sich über vergleichsweise günstige Buchzuwächse freuen. Dank der Buchcover, die Promo-Fotos zur Erstausstrahlung der vierten Sherlock-Staffel zieren, sind diese beiden Bände aber für Sherlock-Fans schon fast Pflicht.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

 

 

The Essential Arthur Conan Doyle Adventures, zwei Bände, BBC Books/Penguin, jeweils ca 8 Euro

Ach, hört doch auf!

Verallgemeinerungen regen mich auf. Denn es gibt weder die Netzgemeinde (die sich in diesem Internet ausnahmslos über ein Thema aufregt) noch die Frauen (die keine Ahnung von Technik haben) oder die Männer (die alle Fußballfans sind). Und es gibt schon gleich gar nicht Blogger im allgemeinen, die allesamt nicht schreiben können und Buchblogs, die außer Wohlfühlatmosphäre und Kitsch nichts weiter verbreiten, wie die Zeit kürzlich in ihrem Beitrag „Literatur als Deko-Soap“ schreibt.

Es mag ja sein, dass sich nicht alle Blogs auf höchstem literarischen Niveau bewegen. Weshalb sollten sie das auch? Aber was berechtigt bitte jemanden,  das, was andere aus Leidenschaft tun, abzuwerten? Denn genau das ist Lesen und die Beschäftigung mit Büchern nämlich: eine Leidenschaft, die dank der modernen Technik eben ihren Niederschlag in Buchblogs findet – und wer auch noch auf  Instagram oder Facebook (beide sind böse, weil Internet) unterwegs ist, postet dort eben einen Link zu seinem Beitrag oder ein entsprechendes Bild. Dass Bücher  nicht verrissen werden, liegt daran, dass es um Buchtipps, also Empfehlungen, geht und nicht darum, ein Haar in der Suppe zu finden, sprich ein gutes Buch zu verreißen, weil man das so macht im deutschen Feuilleton. Denn wer von einem Buch begeistert ist und vielleicht noch  gute Gründe  dafür anführt, dem sollte man sicherheitshalber nicht über den Weg trauen und ihn als Lese-Enthusiasmierten bezeichnen, der den Blogbeitrag mit einer Tasse, in der farblich passender Tee dampft, illustriert.

Dass ich auf meinem Blog Buchfotos nicht so hübsch arrangiere wie das andere tun, liegt daran, dass ich nicht fotografieren kann und es mir mehr auf das Buchcover ankommt. Wer weiß, vielleicht überlege ich mir das aber noch, nur um Kritiker aufzuregen 😉

 

Charlie Lovett: The Bookman’s Tale

Little is known about William Shakespeare, the playwright some consider the best ever, some think he has never lived.  What if a bookseller found a book that could prove that Shakespeare not only lived but has really written all the plays? But it’s not the famous writer that attracts Peter Byerly’s attention. When opening an 18th century study about Shakespeare forgeries, the bookman is struck by a painting of a woman who looks like his beloved wife Amanda. But why the resemblance? Peter who has lost every will to live after the sudden death of Amanda, finally discovers his passion for books again.

„Peter was in no hurry to open the door. It had been nine months since he had entered a bookshop; another few minutes wouldn’t make a difference.“

„The Bookman’s Tale“ is one of those novels that lure the reader inside its story from the very first sentence and is unwilling to let him live his life until the book is finished. Charlie Lovett has mixed a love story of two people from very different backgrounds sharing the love for one another and the passion for books, literature and history. The story is set in London and the Welsh countryside round Hay-on-Wye and is alternating between the present, Peter’s and Amanda’s past and the 16th and 17th century. What could be confusing, keeps the reader hooked and eager to find out how the story and the fate of the characters unfolds. The novel is a lovely read for booklovers who should not be afraid to learn a little bit of William Shakespeare.

 

Photo: Petra Breunig

Charlie Lovett: The Bookman’s Tale – A Novel of Love and Obsession, Alma Books, £ 7.99

Matt Haig: How to Stop Time

Time travelling isn’t a new topic neither in films nor in literature. It seems that people have always been fascinated by stories about travelling back into history to meet people from the past and forward in time to get a glimpse of a possible future. BBC’s  „Doctor Who“ has everything people expect from a telly series covering that topic: an age old time traveller who knows not only how to handle humans but also past, present and the future – not to mention all sorts of aliens.

„My mother died a very long time ago. I, on the other hand, did not.“

Matt Haig’s new book „How to Stop Time“ comes without aliens, or strange tech gadgets but with a man who ages in slow motion. Tom Hazard may look like a 40 year old guy. But he has outlived centuries before he hits modern day London – and he hasn’t lost his memory. That’s why he not only remembers ancient times and places like Shakespeare’s London (and the great playwright himself). He also has to cope with serious headaches indicating that his brain, like a hard drive, is about to reach its maximum capacity. Teaching history at a school in London, Tom uses his first-hand-knowledge to bring history to life for his pupils without revealing his true identity. But the past is always with him.

„How to Stop Time“ is an intense story that hooks the reader from the very beginning not because it is breathtakingly fast and action packed but because it is calm and lacks all sorts of excitement in a very fascinating way.  Matt Haig’s newest novel is one to loose yourself in  – which is the best you can say of any book.

Photo: Petra Breunig

Photo: Petra Breunig

 

Matt Haig: How to Stop Time, Canongate, 15 €/13 £.

The book will be adapted for film by Sunny March with Benedict Cumberbatch taking the lead role.

Die deutsche Ausgabe wird 2018 im dtv erscheinen.

Donna Leon: Stille Wasser

Es ist Sommer und damit wieder Zeit, alte Freunde zu treffen. Commissario Guido Brunetti, seine Frau Paola, die Sekretärin Elettra und natürlich sein Kollege Vianello sind mittlerweile alte Freunde, die regelmäßig zu einem Treffen einladen. In diesem Jahr steht der mittlerweile 26. Fall an – einer der besten der Reihe. „Stille Wasser“ ist ein ruhiger Kriminalfall, aber er ist auch dramatisch, weil Brunetti bei einem Verhör einen Schwächeanfall erleidet und im Krankenhaus landet. Dort wird ihm dringend nahegelegt, berufsbedingten Stress zu vermeiden und sich mindestens eine zweiwöchige Auszeit zu nehmen. Nach anfänglicher Skepsis findet der Commissario die Aussicht, einmal nichts zu tun und sich zu entspannen, gar nicht mal so schlecht. Und so ist die Möglichkeit, ein paar Wochen auf einer der Venedig umgebenden Inseln in einem Haus zu verbringen, das Verwandten von Paola gehört, ideal. Freilich wäre dieser neue Roman von Donna Leon kein echter Brunetti, gäbe es nicht auch einen Todesfall aufzuklären.

„Er wäre zwei Wochen lang allein, Gast in einem Haus, von dem er nicht wusste, ob es dort Bücher gab.“

„Stille Wasser“ zeigt einen Guido Brunetti, der in seinem Leben einiges erreicht hat. Er ist erfolgreich in seinem Beruf, den er trotz so mancher Ärgernisse – eines davon ist nicht zuletzt sein Vorgesetzter Patta – mag, er ist glücklich verheiratet und hat zwei wunderbare Kinder. Dennoch fordert der Beruf ihn mehr, als er sich eingestehen will. Die Tatsache, dass er ohne große Widerstände bereit ist, sich für ein paar Wochen eine Auszeit zu nehmen, endlich Zeit fürs Lesen  zu haben, seiner alten Leidenschaft, dem Rudern, wieder nachzugehen, zeigt, dass der Kommissar nicht nur älter geworden ist. Er ist auch an einem Punkt angekommen, an dem er sich zurücknehmen und über sein Leben nachdenken kann. Typischerweise macht er das, indem er klassische Literatur liest und sicherheitshalber Plinius, Herodot, Sueton und Euripides für seine Auszeit einpackt. Zum 25. Jubiläum ist die Krimireihe liebenswert wie eh und je und ein gutes Beispiel dafür, dass gute Unterhaltung auch ohne Effekthascherei und blutrünstige Gewalt auskommen kann.

Foto: Petra Breunig

Donna Leon: Stille Wasser, Diogenes, 24 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Diogenes Verlag zur Verfügung gestellt.

Veit-Jakobus Dieterich: Martin Luther

Jubiläen bringen es heutzutage zwangsläufig mit sich, dass sie begleitet werden von medialem Getöse in Form von Filmen, Dokumentation und Büchern. Eine gute Anlaufstelle für die Suche nach qualitativ gut gemachten, aber nicht abgehobenen Sachbüchern ist  im Falle Martin Luthers, dessen Reformation sich heuer zum 500. Male jährt, Veit-Jakobus Dieterich „Martin Luther – Sein Leben und seine Zeit“.

Wie der Titel verspricht, erklärt Dieterich Martin Luthers Leben und sein Verhalten im Kontext seiner  Zeit, dem Deutschland um 1500, das aufgesplittert in 300 Herrschaftsbereiche zwar keine staatliche Einheit, aber sehr wohl ein Nationalbewusstsein besaß. Der deutsche Kaiser Kaiser Karl V. hatte nur in den Landesteilen wirkliche Macht, in denen er auch oberster Landesherr war. Daneben waren die Päpste durchaus weltliche Herrscher. Das Leben des einfachen Volkes war geprägt von Lebenslust, Höllenangst und Religion, die im Alltag immer präsent war. Martin Luther war sich dessen natürlich bewusst, auch wenn er sich als Gelehrter verstand und sein Leben lang Wert auf seinen Doktortitel legte.

„Sein Leben verlief auf unterschiedlichen Ebenen, einmal in bürgerlicher Behaglichkeit, das andere Mal in tiefen Krisen und unglaublichen Umbrüchen (…).“

Veit-Jakobus Dieterich schöpft aus einer reichen Quellenlage, anhand derer man Luthers Leben sehr genau nachvollziehen kann. Zusammen mit zahlreichen, durchaus unterschiedlichen Einschätzungen ist es am Leser, sich ein eigenes Urteil über den großen Reformator zu bilden, der zweifellos Weltgeschichte geschrieben hat und aus der Reihe der berühmten Deutschen nicht wegzudenken ist. Das Buch ist mit zahlreichen farbigen Abbildungen illustriert, hebt wichtige Zusammenhänge oder Personen in farbigen Kästen hervor und ist liebevoll gestaltet. Nicht zuletzt die unterhaltsame Sprache macht das Buch lesenswert

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Veit-Jakobus Dieterich: Martin Luther – Sein Leben und seine Zeit. dtv, 14,90 Euro. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom dtv zur Verfügung gestellt.

Lesley M. M. Blume: Und alle benehmen sich daneben

Flapsig gesagt ging es ganz schön ab im Paris der 20er Jahre. Oder zumindest in dem Paris, in dem sich Ernest Hemingway und seine Freunde bewegten. Fest entschlossen, ein großer und berühmter Schriftsteller zu werden, beschließt der junge und noch unbekannte Ernest Hemingway in die französische Hauptstadt zu ziehen und einen Roman zu schreiben. Das erweist sich als nicht einfach, schließlich braucht er dazu eine Geschichte, die er erzählen kann. Rückschläge und Geldmangel halten ihn aber von seinem ehrgeizigen Vorhaben nicht ab, ein Vorhaben, dass er mit einem großen Gespür dafür, was er konnte und was nicht mit großer Bestimmtheit verfolgte. Auf der Suche nach einem Stoff für seinen ersten Roman wird Hemingway schließlich 1925 auf einer Reise nach Spanien fündig. Die blutigen Stierkämpfe samt ihrem Ambiente liefern ihm die Vorlage für „Fiesta“. Der Roman erscheint erstmals 1928.

„Niemand war ein besserer Förderer Hemingways als Hemingway selbst. Er hatte mehr kommerziellen Durchblick als die meisten seiner Konkurrenten, und er war von einer fast wilden Entschlossenheit.“

Lesley M. M. Blume nimmt in „Und alle benehmen sich daneben“ den Leser mit in das Paris der 20er Jahren, eine Zeit, in der viel getrunken, geliebt und gehasst wurde in einem Kreis von Schriftstellern und anderen Künstlern, für die die Cafés gleichermaßen Bühne und Schreibstube waren. Hätte es schon damals Laptops gegeben, hätte Hemingway womöglich vor einem aufgeklappten Rechner das Treiben um sich herum genossen und seine Notizen statt in ein Buch geschrieben in seinen Tastatur getippt. Doch Paris und die Stierkämpfe, von denen Hemingway fasziniert war, sind nur die Kulisse, um den ehrgeizigen jungen Mann zu beschreiben, der sein Ziel, Schriftsteller zu werden, nie aus den Augen verlor und seine eigene Legende schuf. Blume schafft es, Wissen zu vermitteln ohne langweilig oder schulmeisterlich zu sein. Umfangreiche Anmerkungen ergänzen den Band, der einen Leser zurücklässt, der mehr von Hemingway lesen will.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Lesley M. M. Blume: Und alle benehmen sich daneben – Wie Hemingway seine Legende schuf. dtv, 24 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Bücher für den Sommer

Wenn der Jahresurlaub naht, überlegen sich auch Wenigleser, welche Bücher sie mit in den Urlaub nehmen wollen. Und auch wenn mittlerweile diverse Lese-Apps die von Werbemenschen gern zitierte Bibliothek in die Hosentasche befördern, so nehmen doch viele lieber das günstigere Buch mit an den Strand statt das teure Tablet. Wahlweise (und wegen der leichteren Lesbarkeit im hellen Sonnenlicht) gerne auch einen E-Reader wie den Tolino). Was also lesen? Vielleicht eines dieser Bücher:

Berührend
Ian McEwan: The Child in Time (deutsch: Ein Kind zur Zeit, Diogenes, 12 Euro): Stephen und Julie führen ein perfektes Leben bis die dreijährige Tochter Kate beim Einkaufen im Supermarkt plötzlich verschwindet. Der Alptraum aller Eltern und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für ihr weiteres Leben erzählt Ian McEwan mit viel Gefühl, aber ohne sentimentalen Kitsch. Mein ausführlicher Buchtipp steht hier.

Spannend
Robert Galbraith: The Cuckoo’s Calling (Der Ruf des Kuckucks, Blanvalet, 9,99 Euro): Der Privatdetektiv Cormoran Strike  beschäftigt sich mit dem tragischen Tod des berühmten Models Lula Landry, das von seinem Balkon im Londoner Mayfair in den Tod stürzt. Und damit, dass er sich eigentlich keine Sekretärin leisten kann. „Der Ruf des Kuckucks“ ist der erste Band einer vorerst dreiteiligen Krimireihe, auf die ich schon mal hingewiesen habe.

Rosa
Martin Suter: Elefant (Diogenes, 24 Euro): Ein kleiner rosa Elefant tritt plötzlich in das Leben des Obdachlosen Schoch – und der Leser muss herausfinden, ob das kleine Wesen echt ist oder nur eine Rauschfantasie. Mehr zum Buch steht hier.

Ein Klassiker:
Stefan Zweig: Die großen Erzählungen (dtv, 9,90): Wer den Schriftsteller Stefan Zweig schon immer mal entdecken wollte oder schon lange nicht mehr gelesen hat, sollte zu dieser Ausgabe greifen, die unter anderem auch  „Die Schachnovelle“ enthält und über die ich hier etwas ausführlicher geschrieben habe.

Benedict Cumberbatch: I am a very lucky man

Over the last couple of years Benedict Cumberbatch gained lots of fans, especially women. Whether or not his wife is jealous of them,  the British actor, who in the last two years alone appeared in five films, reveals in this interview.  Additionally he  takes over the role as Sherlock Holmes on telly on a regular basis. The last episode of the fourth series aired on Sunday, 11th June on German broadcaster ARD.

Question: Besides your job you and your wife Sophie have to care for your two year old son Christopher and your new born son Hal. Isn’t this situation a bit too stressful?
Benedict Cumberbatch: It’s not stressful, it’s a blessing. It’s unbelievable that I’m offered roles at all. And that I am able to choose which one I want to take, that they are so different from one another and that people seem to like those films – this is something you simply can’t expect at all.

Have you ever imagined that the series would be such a huge success? What makes your version of Sherlock Holmes so popular?
I had not the faintest idea. Maybe it’s good we don’t do more episodes. Fans are more keen on what will happen and we do always look fresh and relaxed (laughs). Seriously, I do think that all figures in the series have their very special weaknesses or failures. The audience can accept them more easily.

The finale of series four is about to air (in Germany when this interview was first published). What was the best thing that happend on set?
Definitely Toby, the bloodhound of the first (it says „last“ in the German version) episode. That damn dog wouldn’t move while filming because it turned out he hates asphalt and humans. He was trained in the countryside. It was a real comedy getting him to move.

As Holmes you almost have a romantic relationship with your coat (it says ‚cloak‘ in the German version but you know about cloaks). Is there any private …?
… clothing I have an romantic  relationship? (laughs) Would be cool if I said I have a favourite blanket I’m carrying around since childhood, wouldn’t it? But there is nothing at all. My clothes are very boring, mostly one colour and I prefer silver, grey and blue.

Fans don’t think you are boring. You achieved cult status.
It’s something I never longed for. But it’s part of the job of being an actor.  Biggest problems I have with the pun some of my very intelligent, witty and creative female fans are playing with my name.

You’re hinting at the name „Cumberbitches“ they gave themselves?
Yes, it’s a bit of self humiliating. I have made it quite clear that I would be more happy with a slightly different version of that name. But in the end everyone is free to decide which name to choose for oneself.

What about your wife? Isn’t she jealous of all the female fans?
Sophie loves me and is proud of my work. That’s all that matters. We are made for each other and fit together perfectly. That’s why she has no problems with all the stuff that’s going on. She’s a very strong and confident woman. I am a very lucky man.

How are you dealing with all the fame?
I ignore it and am trying to enjoy all the wonderful moments I can live through as an actor. It’s very easy to be dragged away by all the fuzz that’s made up around your person. That’s why it’s so important for me to have family and friends I know for a very long time. They keep me grounded.

You seem to be very self-confident.
Problem is self-confidence often is taken for arrogance. I’m a man with some short-comings.

That is?
Well, I do like tech gadgets but I’m not really good with them. I’m just an ordinary user who gets screwed up if something doesn’t work.

Do you always have your phone at hand?
Only for my job. Because I would loose out on all my appointments. When I’m at home, I don’t want to know anything of this.

What are you up to when you are at home?
First I’m changing into something very comfy. There’s nothing more wonderful than watching a great film crawled up on the sofa in front of your fireplace. But more often I’m reading a book. That calms me down.

Are you into sports?
Not in any studio. I like hiking in nature or walking through a park to clear my brain. Music helps me.

What is your favourite music?
Everything. Most of all I like songs getting me to think because they cover everything that goes wrong in this world. Just like Radiohead’s „Burn the Witch“. That songs touches my soul.

What should we do to make the world a better place?
It’s up to everyone to decide if or if not to make a difference. I’m working with an organisation called „Liberty“ backing human rights in the UK. We’re trying to support people who are discriminated because of their origin, colour or religion.

You’re 40 now. Do you look back to your 20s nostalgically?
Not at all. The older I get, the happier I get with my life. I love my wonderful life, now more than ever, together with my family and the fantastic people surrounding me. I’m very much looking forward forward to what may lie ahead.

 

The German version of this interview was originally published online here.  My translation is published with the friendly permission of the author.

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