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Bücher, Filme, Technik und Benedict Cumberbatch – auf Deutsch and in English

Kategorie: Benedict Cumberbatch (Seite 1 von 6)

Bücher für den Sommer

Es soll Leute geben, die es nur im längeren Sommerurlaub schaffen, sich in einem Buch zu verlieren. Für die, aber auch für alle anderen, die sich einen Urlaub ohne ein Buch nicht vorstellen können (und eigentlich auch die Zeit zwischen den Urlauben), sind diese Tipps gedacht.

Für Vielleser:
Die fünf Patrick-Melrose-Romane des britischen Schriftstellers Edward St Aubyn sind keine leichte Lektüre, denn wir begleiten Patrick, der als kleiner Junge von seinem Vater missbraucht wird, über seine Zeit als Drogen- und Alkoholabhängigen und erleben ihn als Vater zweier Jungen. Das ist gleichsam erschütternd und spannend und lässt einen so schnell nicht mehr los. Daher sollte man am besten die fünf Bücher in einem Band kaufen oder sicherstellen, dass man  den nächsten Band per E-Reader schnell zur Hand hat. Wer nach den Büchern noch nicht genug hat, sollte unbedingt die Verfilmung mit Benedict Cumberbatch in der Titelrolle anschauen.

Amerikanische Literatur:
Mit ihrem zweiten Roman “Kleine Feuer überall” führt Celeste Ng den Leser erneut in die scheinbar so heile Welt einer reichen amerikanischen Familie, die aber nur auf den ersten Blick perfekt ist.

Britische Literatur:
Eine Geschichte wie ein Märchen hat Matt Haig mit “Wie man die Zeit anhält” (“How to Stop Time“) geschrieben,  die gleichermaßen traurig und witzig,  voller Hoffnung und Liebe ist. Wer noch nie etwas von Matt Haig gelesen hat, sollte mit diesem Buch anfangen.
Surreale Kurzgeschichten, die in sich abgeschlossen sind, aber jeweils die gleiche Hauptfigur haben, hat Ian McEwan in “Der Tagträumer” (“The Daydreamer“) zusammengefasst.

Deutschsprachige Neuerscheinungen:
Zufällig sind die beiden neuen Romane von Bernhard Schlink (“Olga“) und Lukas Hartmann (“Ein Bild von Lydia“) nicht nur mit wenigen Wochen Abstand erschienen. Sie stellen auch jeweils Frauen in den Mittelpunkt ihrer Handlung, die in unterschiedlichen Zeiten versuchen, ihren Weg zu finden.

Only in English
ist derzeit das zweite Buch des britischen Pianisten James Rhodes erhältlich. In “Fire on All Sides” beschreibt er, welche Ängste er überwinden muss, damit er bei einer Konzerttournee das tun kann, was er am liebsten tut: Klavier spielen und alles um sich herum vergessen. Dazu gehören nicht zuletzt seine traumatische Kindheit – er wurde über Jahre hinweg von einem Sportlehrer vergewaltigt – Drogenabhängigkeit, Depressionen und Selbstmordgedanken. James schreibt so, wie er twittert und mit seinen Fans nach den Konzerten spricht: ehrlich, direkt, freundlich, neugierig und witzig.

Edward St Aubyn: Melrose

Es sind die Stimmen im Kopf, die viel mehr sind als Stimmen. Denn Patrick Melrose führt einen inneren Kampf, bei dem es nicht nur darum geht, den nächsten Drogenkonsum sicherzustellen. Er muss sich mit den unterschiedlichen Personen, die er in sich trägt, auseinandersetzen, diskutieren und sie mit mehr oder weniger viel Alkohol zum Schweigen bringen. Oder eben durch unterschiedliche Drogen, die ihm außerdem helfen, tagsüber und vor allem in Gesellschaft einigermaßen zu funktionieren – also sich so zu verhalten wie es sich in der britischen Upper Class gehört.

Einer Schicht, die so oberflächlich ist wie ihre Mitglieder reich sind und obwohl Patrick dieser Schicht auch angehört, sind ihm all diese Konventionen zuwider. Das liegt auch daran, dass Patrick als Junge von seinem Vater zur Bestrafung und als Machtdemonstration immer wieder vergewaltigt wurde. Seine Mutter, die ebenfalls unter ihrem gewalttätigen Ehemann zu leiden hatte, lässt den sensiblen und intelligenten Jungen allein mit seinen traumatischen Erfahrungen und wird es bis zu ihrem Tod nicht schaffen, Patrick wirklich zu verstehen. Erst im Laufe seines Lebens gelingt es Patrick, sein Leben in den Griff zu bekommen und sich einzugestehen, dass er nicht mehr länger als einsamer Drogen- und Alkoholsüchtiger leben will und dass er seine Frau und seine beiden Jungen aufrichtig liebt.

“Oh Gott, es ging wieder los. Die endlosen Stimmen. Die einsamen Dialoge. Das fürchterliche Geplapper, das unkontrollierbar hervorquoll.”

Die fünf Romane, in denen Edward St Aubyn das Leben von Patrick Melrose erzählt, sind Bildungsromane – allerdings sind sie vom altbackenen und langweiligen Image, das dieser Gattung anhaftet, weit entfernt. “Schöne Verhältnisse”, “Schlechte Neuigkeiten”, “Nette Aussichten”, “Muttermilch” und “Zu guter Letzt”, die der Piper-Verlag in einer schönen Ausgabe zusammengefasst hat, sind wie ein Gang durch das Labyrinth von Patrick Melroses Leben. Die Wege sind verschlungen, unübersichtlich, verwirrend und enden scheinbar in Sackgassen. Hat man als Leser aber die ersten Zeilen des ersten Kapitels des ersten Romans gelesen, möchte man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen – und ist dankbar dafür am Ende eines Romans einfach umblättern und mit dem Lesen des nächsten weitermachen zu können.

“Das ist die Sorte von Leuten, von denen ich in meiner Kindheit umgeben war: harte, dumpfe Menschen, die mir damals hochkultiviert vorkamen und dabei so dumm wie Schwäne waren.”

Edward St Aubyn ist in Deutschland wenig bekannt – zu Unrecht, denn der britische Autor ist ein meisterhafter Erzähler, der die durch Rückblicke, Einschübe und Stream-of-Consciousness-Technik aufgefächerte Handlung souverän bündelt und den Leser nie allein lässt. Wer die Bücher nicht im englischen Original lesen kann oder mag, dem sei die vorliegende wunderbar übersetzten Ausgabe empfohlen, die dem Original durchaus ebenbürtig ist.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Edward St Aubyn: Melrose, Piper, 39 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Die Romane wurden mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle unter anderem von Sunny March für Sky Atlantic verfilmt und sollen 2018 zu sehen sein.
Den ersten Trailer dazu gibt es hier.

Walk With Me – erzählt von Benedict Cumberbatch

Es ist alles andere als ein üblicher Film. Doch wer auf Action-Szenen nicht verzichten kann, für den ist “Walk With Me” nicht unbedingt die erste Wahl, wenn es um eine gute abendliche Unterhaltung geht. Es sei denn, man sucht Ruhe und Entspannung, die weder etwas mit  Kitsch noch  mit platter Unterhaltung zu tun hat. Das Publikum soll das Kino mit einem Gefühl des inneren Friedens und der Zufriedenheit verlassen, wenn es den Film gesehen hat, schreiben die Macher von “Walk With Me”,  Marc J. Francis und Max Pugh, im Presseheft, das die Veröffentlichung der DVD begleitet.

Das ist ihnen auf eine wunderbare Weise gelungen. Die Bilder wirken, als seien sie soeben entstanden, als sei man als Zuschauer unmittelbar dabei, als könne man den buddhistischen Mönchen über die Schulter schauen. Miterleben, wie sie innehalten wenn Glocken läuten oder eine Uhr mit dem Glockenschlag von Big Ben die Zeit anzeigt. Profane, alltägliche Dinge wie das Tippen am Laptop oder das Rasieren der Haare bekommen auf diese Weise genauso eine beruhigende Wirkung wie Szenen mit in unterschiedlichen Haltungen meditierenden Mönchen oder Szenen mit Landschaftsbildern.

“Thich Nhat Hanhs Leben hat mich zutiefst berührt.”
Benedict Cumberbatch

Zum Glück wurde die Stimme des Erzählers Benedict Cumberbatch nicht wie leider so oft bei uns üblich synchronisiert, sondern wie der gesamte Film mit deutschen Untertitel versehen. Und so entfalten die Zitate,  die der britische Schauspieler aus den frühen Tagebüchern des Zen-Meisters Thich Nhat Hanh vorträgt, ihre volle Wirkung, geben sie doch tiefe Einblicke in die Zeit, als der Meister nur ein einfacher Mönch war, der noch dabei war, seinen Weg  und das Geheimnis der Achtsamkeit zu finden.  “Thich Nhat Hanhs Leben hat mich zutiefst berührt”, sagt Benedict Cumberbatch (Bild/Foto: Getty Images)  über seine Arbeit an dem Film und ist davon überzeugt, dass das Publikum von dem Film bewegt sein wird.  “Walk With Me” ist einer dieser ruhigen Filme, die den Zuschauer noch eine ganze Weile begleiten und an den man immer wieder denken wird.

Embed from Getty Images

 

Ich habe den Film vorab per Sichtungslink gesehen.

Benedict Cumberbatch: I am a very lucky man

Over the last couple of years Benedict Cumberbatch gained lots of fans, especially women. Whether or not his wife is jealous of them,  the British actor, who in the last two years alone appeared in five films, reveals in this interview.  Additionally he  takes over the role as Sherlock Holmes on telly on a regular basis. The last episode of the fourth series aired on Sunday, 11th June on German broadcaster ARD.

Question: Besides your job you and your wife Sophie have to care for your two year old son Christopher and your new born son Hal. Isn’t this situation a bit too stressful?
Benedict Cumberbatch: It’s not stressful, it’s a blessing. It’s unbelievable that I’m offered roles at all. And that I am able to choose which one I want to take, that they are so different from one another and that people seem to like those films – this is something you simply can’t expect at all.

Have you ever imagined that the series would be such a huge success? What makes your version of Sherlock Holmes so popular?
I had not the faintest idea. Maybe it’s good we don’t do more episodes. Fans are more keen on what will happen and we do always look fresh and relaxed (laughs). Seriously, I do think that all figures in the series have their very special weaknesses or failures. The audience can accept them more easily.

The finale of series four is about to air (in Germany when this interview was first published). What was the best thing that happend on set?
Definitely Toby, the bloodhound of the first (it says “last” in the German version) episode. That damn dog wouldn’t move while filming because it turned out he hates asphalt and humans. He was trained in the countryside. It was a real comedy getting him to move.

As Holmes you almost have a romantic relationship with your coat (it says ‘cloak’ in the German version but you know about cloaks). Is there any private …?
… clothing I have an romantic  relationship? (laughs) Would be cool if I said I have a favourite blanket I’m carrying around since childhood, wouldn’t it? But there is nothing at all. My clothes are very boring, mostly one colour and I prefer silver, grey and blue.

Fans don’t think you are boring. You achieved cult status.
It’s something I never longed for. But it’s part of the job of being an actor.  Biggest problems I have with the pun some of my very intelligent, witty and creative female fans are playing with my name.

You’re hinting at the name “Cumberbitches” they gave themselves?
Yes, it’s a bit of self humiliating. I have made it quite clear that I would be more happy with a slightly different version of that name. But in the end everyone is free to decide which name to choose for oneself.

What about your wife? Isn’t she jealous of all the female fans?
Sophie loves me and is proud of my work. That’s all that matters. We are made for each other and fit together perfectly. That’s why she has no problems with all the stuff that’s going on. She’s a very strong and confident woman. I am a very lucky man.

How are you dealing with all the fame?
I ignore it and am trying to enjoy all the wonderful moments I can live through as an actor. It’s very easy to be dragged away by all the fuzz that’s made up around your person. That’s why it’s so important for me to have family and friends I know for a very long time. They keep me grounded.

You seem to be very self-confident.
Problem is self-confidence often is taken for arrogance. I’m a man with some short-comings.

That is?
Well, I do like tech gadgets but I’m not really good with them. I’m just an ordinary user who gets screwed up if something doesn’t work.

Do you always have your phone at hand?
Only for my job. Because I would loose out on all my appointments. When I’m at home, I don’t want to know anything of this.

What are you up to when you are at home?
First I’m changing into something very comfy. There’s nothing more wonderful than watching a great film crawled up on the sofa in front of your fireplace. But more often I’m reading a book. That calms me down.

Are you into sports?
Not in any studio. I like hiking in nature or walking through a park to clear my brain. Music helps me.

What is your favourite music?
Everything. Most of all I like songs getting me to think because they cover everything that goes wrong in this world. Just like Radiohead’s “Burn the Witch”. That songs touches my soul.

What should we do to make the world a better place?
It’s up to everyone to decide if or if not to make a difference. I’m working with an organisation called “Liberty” backing human rights in the UK. We’re trying to support people who are discriminated because of their origin, colour or religion.

You’re 40 now. Do you look back to your 20s nostalgically?
Not at all. The older I get, the happier I get with my life. I love my wonderful life, now more than ever, together with my family and the fantastic people surrounding me. I’m very much looking forward forward to what may lie ahead.

 

The German version of this interview was originally published online here.  My translation is published with the friendly permission of the author.

Sherlock: Die sechs Thatchers

Das neue Jahr brachte eine neue Sherlock-Staffel – jedenfalls auf BBC One und zumindest dann, wenn man es auf welche Art auch immer schaffte, die erste Ausstrahlung zu besten britischen Sendezeit zu verfolgen. Wer also weise vorausschauend den Silvesterabend nicht allzu ausufernd verbrachte oder entsprechend lange ausschlief, der begegnete ab 20.30 Uhr britischer Zeit  in der ersten Folge der vierten Staffel “Die sechs Thatchers” (Buch: Mark Gatiss) den geliebten Figuren genau dort wieder, wo er sie am Ende der dritten Staffel – in der Folge “Sein letzter Schwur” –  verlassen hat: Sherlock (Benedict Cumberbatch) versucht, seine Sucht in den Griff zu bekommen, John (Martin Freeman) und Mary (Amanda Abbington) werden bald Eltern und Mycroft (Mark Gatiss) ist genauso clever, süffisant und perfekt gekleidet wie eh und je. Aber natürlich gibt es die Weihnachtsfolge “Die Braut des Grauens”,  (Erstausstrahlung in der BBC am 2. Januar 2016)  die entgegen den Aussagen der beiden “Sherlock”-Erfinder Steven Moffat und Mark Gatiss eben keine Folge ist, die völlig losgelöst vom Entwicklungsstrang der übrigen Folgen und natürlich den vorherigen Serien zu sehen ist.

Trotz allem: ein Mensch

“Die sechs Thatchers”  (deutsche Erstausstrahlung ARD, 4. Juni 2017) bringt eine völlig neue Wendung innerhalb der Serie als Ganzes und für die Figur Sherlock im Besonderen. Und so verfolgt der Zuschauer wie der einzige beratende Detektiv mit ungewohnten Situation und neuen Menschen, darunter einem Baby, zurechtkommen muss. Das geschieht in schnellen Rückblicken, die ein Fest für Fans sind, für Neulinge allerdings reinste Verwirrung. Natürlich verändern neue Bezugspersonen und neue Situationen Sherlock, es muss ihn verändern. Auch wenn er bisher alles getan hat, uns vom Gegenteil zu überzeugen, ist er doch letztlich ein Mensch und wie sich im Verlauf der Handlung herausstellt, einer mit sehr viel Mitgefühl. Freilich heißt das nicht, dass er nun plötzlich kein hochfunktionaler Soziopath mehr ist, der im Zweifel alle und alles überwacht und jede Telefonnummer gespeichert hat. Er ist genauso ungehobelt und unhöflich, hochintelligent und ein Schnelldenker wie immer. Und er ist ungefähr so aktiv  wie James Bond und mindestens genauso attraktiv.

Nicht zuletzt hat sich auch John Watson (wie immer perfekt: Martin Freeman) verändert – so wie es ihm Mrs Hudson (witzig und liebenswert: Una Stubbs) vorhergesagt hat: “Heirat verändert einen”, (meine Übersetzung) sagte sie in “Das Zeichen der Drei” zu Sherlock und natürlich hat sie recht. Mary (souverän: Amanda Abbington) und John müssen sich um ihre kleine Tochter kümmern, wollen aber gleichzeitig auch mit Sherlock Kriminalfälle lösen. Zu den zweien, die gegen den Rest der Welt kämpfen, hat sich nun Mary gesellt. Und sie passt wunderbar in Sherlocks Welt, in der es vor allem um Intelligenz, schnelles Denken und Schlussfolgerungen geht. Kenner wissen aber natürlich, was mit  Marys  in den ursprünglichen Sherlock-Holmes-Geschichten des Erfinders Arthur Conan Doyle passiert.

Fazit: “Die sechs Thatchers” haben alles, was man sich wünschen kann: Witz, Dramatik und Kulissen (Ausstattung: Arwel Wyn Jones), die so detailreich sind, dass man auch nach mehrmaligem Anschauen immer noch etwas neues entdeckt. Benedict Cumberbatch ist Sherlock. Er passt so perfekt in diese Rolle wie er in den berühmten Mantel (und die immer etwas zu eng sitzenden Anzüge) passt. Jeder seiner Szenen ist eine schauspielerische Glanzleistung. Martin Freemans John Watson und Amanda Abbingtons Mary sind viel mehr als Nebenrollen und Ergänzungen der Titelfigur. Beide entwickeln einzelne Stränge der Handlung weiter, die dann in den späteren Folgen vollendet werden.

Wie bei allen Staffel vorher ist auch in dieser ersten Folge der vierten Staffel Aufmerksamkeit beim Zuschauer gefragt. Wer nicht aufpasst und sich nur nebenher vom Fernseher berieseln lassen will, wird keine Freude an “Sherlock” haben – unabhängig davon, welche Folge er anschaut. Denn der Witz der Dialoge und die Wortspiele sind nur scheinbar Geplänkel. Sie sind wichtig, um die Handlung zu verstehen. Wer allerdings erst mal seine Leidenschaft für diese Fernsehserie entdeckt hat, wird so schnell nicht mehr davon loskommen.

 

Dies ist die deutsche Version des ursprünglichen englischen Beitrags, den ich nach der Erstausstrahlung in der BBC geschrieben habe.

Sherlock: The Six Thatchers

The new year brought new Sherlock. And as always  the fans gathered round telly or any internet device to watch the first episode of series 4, “The Six Thatchers”. Written by Mark Gatiss this episode started where we left the beloved figures at the end of “His Last Vow” (or is it “The Abominable Bride”?):  Sherlock, trying to fight his addiction, John and Mary, the soon-to-be parents, and Mycroft as dapper and clever as ever.  But of course there is the Christmas special “The Abominable Bride” that first aired last year, and despite the fact that the creators Steven Moffat and Mark Gatiss wanted us fans to believe it is a stand alone film, it isn’t. So aren’t the previous series.

That’s why “The Six Thatchers” is a totally new twist for the series as a whole and for Sherlock in particular. You see the only consulting detective in familiar scenes in flashbacks (confusing for newbies, a feast for fans) and you see him coping with new situations  and new figures – a baby only being one of them. Of course this changes him, it has to, just because Sherlock is human, no matter what he made anyone believe so far and  a very caring one as this episode unfolds. This doesn’t mean he stops being that high functioning sociopath (with your number). He is as rude and clever as ever. And he is more active in a James Bond-like way.

John Watson has changed, too, as Mrs Hudson predicted on the wedding day: “Marriage changes you”, she told Sherlock, and of course she is right. The couple has to care for their baby daughter while solving crimes together with Sherlock – the two of them against the rest of the world now are  three. And Mary? Well, she is smart and fits perfectly into Sherlock’s world. But you know what’s in the canon.

All in all this episode has anything you could wish for: humour, drama and settings with lots of details that clearly need lots of re watches to deduce all the hidden clues. Benedict Cumberbatch simply is Sherlock, he fits into the belstaff as perfectly as he fits into that iconic role, delivering a brilliant performance in every single second. Martin Freeman’s John Watson as well as Amanda Abbington’s Mary are more than just sidekicks. They are adding new lines to the story that set the path for the still unknown episodes to come. The week till episode 2 feels as long as the hiatus as a whole.

 

 

Bücher meines Jahres 2016

Es ist wieder Zeit, Bilanz zu ziehen  und zu schauen, welche Bücher ich in diesem Jahr gelesen habe. Meine ganz persönliche Statistik zeigt, dass ich 2016 fünf Bücher mehr gelesen habe als im Vorjahr, was vielleicht daran liegt, dass ich die vergleichsweise kurzen Stücke von William Shakespeare gelesen habe. Erstmals habe ich auch mehr Bücher auf Englisch als auf Deutsch gelesen – auch daran ist der große englische Dramatiker schuld und ein neuer Detektiv, den ich für mich entdeckt habe.

Meine Bilanz:
Gesamt: 39 Bücher
Englisch: 21
Deutsch: 18
E-Books: 4 – neben dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Kindle und meinem treuen N7 habe ich mittlerweile auch einen Tolino

Klare Leseempfehlungen gebe ich für diese Bücher. Aber Obacht: Bei meiner Auswahl habe ich weder Wert auf neue Bücher noch auf sogenannte wertvolle Lektüre wert gelegt:

Alte Freunde:
Henning Mankell: “Treibsand – Was es heißt, ein Mensch zu sein” und “Die schwedischen Gummistiefel” (beide bei Zsolnay erschienen) sind keine leichte Unterhaltung. In beiden geht es um das Altern, das Älterwerden und den Verlust von Freunden, aber auch von Fähigkeiten, die mit dem Verfall des Körpers einhergehen. Beide Bücher sind Mankells Vermächtnis und weder tieftraurig noch anklagend. Wer Mankell mag, muss sie lesen.

Ian McEwan: “Nussschale” (“Nutshell”). In seinem jüngsten Roman lässt der englische Schriftsteller ein ungeborenes Baby das Geschehen außerhalb des Mutterleibs kommentieren. Und das ist schockierend, witzig und niemals langweilig. Die wunderbare deutsche Übersetzung ist im Diogenes-Verlag erschienen.

Entdeckungen:
Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit (Diogenes)  ist für mich meine persönliche Entdeckung des Jahres 2016. Die Geschichte um drei Geschwister, die behütet aufwachsen und nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern mit einer völlig anderen Situation zurechtkommen müssen. Wells erzählt eigentlich eine alltägliche Geschichte.  Aber er tut das ganz wunderbar.

Robert Galbraith: “Der Ruf des Kuckucks” (“The Cuckoo’s Calling”), “Der Seidenspinner” (The Silkworm), “Die Ernte des Bösen” (“Career of Evil”). Die drei Romane um den Privatdetektiv Cormoran Strike haben das, was man von guten Krimis erwartet: Spannung, Humor und Figuren, die eine Vergangenheit haben und sich im Verlauf der Geschichte entwickeln. Und Londonfans können die Wege auf der Stadtplan verfolgen. Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen. Die deutschen Ausgaben sind bei Blanvalet erschienen. Die BBC verfilmt die Bücher gerade mit Tom Burke als Cormoran Strike.

William Shakespeare:
Wahre historische Hintergründe, Mord, Intrigen, Liebe, Hass und Humor – wer das gerne liest, sollte William Shakespeare eine Chance geben. Ich habe in diesem Jahr die drei Teile von “Henry VI” und “Richard III” gelesen. Wer öfter hier reinschaut oder mir auf Twitter folgt, weiß, dass mein Lieblingsschauspieler Benedict Cumberbatch als “Richard III” seine bisher beste schauspielerische Leistung abgeliefert hat. Die Dramen sind in einer zweisprachigen Ausgabe bei Ars Vivendi und dtv erschienen. Die BBC-Verfilmungen sind als DVDs erhältlich, allerdings ist Richard III (als Teil der Hollow-Crown-Serie) nur auf Englisch mit englischen Untertiteln erhältlich.

 

Sherlocked reloaded

Every once in a while, Sherlock fans leave their usual surroundings (which some strongly believe is the internet) to come together and chat about their favourite show in real life. A perfect date is the Sherlock convention – Sherlocked – that took place again in London’s Excel from 23rd to 25th September 2016. After Benedict Cumberbatch was announced only four days before the event, I decided to change my plans and attended Sherlocked for Saturday and Sunday.

I soon realised that it was the right thing to do because I wanted to get more of the talks, due to a very busy schedule last year I missed a few I was very interested in. So this time, I had a very relaxed Saturday, switched between main and second stage, listened to Una Stubbs, Wanda Ventham and Timothy Carlton, got lots of insights into the work of Arwel Wyn Jones, chatted with Michael Price and David Arnold – all of them were very lovely, kind and funny. Sunday was Benedict’s day, although I didn’t get a personal photo shoot with him, I was very happy walking into the Victorian set of 221B Baker Street where he was already sitting in Sherlock’s chair. Don’t know if it was because of the my tee (I wore one with “Proud member of Cumbercollective” written on it – you can find similar ones on Redbubble) but Benedict smiled and seemed very happy to be around. “How are you?” he asked in his familiar voice. “Where are you from?” (Sorry, didn’t answer because I realised the question ages later) – the few minutes it took the photographer to take my pic were over. But I managed to say “Thank you, have a lovely day and take care” while Benedict reached out to shake my hand. “Thank you. You too,” he smiled while I desperately tried not to fall over my own feet and find my way out of the set.  Later I learned that his agency took a behind the scene shoot and tweeted the picture. My Twitter ran mad.

Madness and magic

Madness is probable the expression people have in mind when they learn that fans are travelling from all over the world to meet  Team Sherlock. And maybe you can’t explain the very special atmosphere that hovers around in that huge halls where Sherlocked happens. Beside the fact that you can dive totally into a fictional world and forget all your real life problems, you find people not only with the same obsession. You find a very special bunch of people, friendly, funny, interested in lots of different things and always ready for a chat. People who established friendships over frontiers and continents because of Sherlock and thanks to the internet.  And I have to write that it is always something very precious stumbling into people who recognise me from my Twitter. It’s sort of magic that hopefully will never end.

 

 

Benedict Cumberbatch’s outstanding Richard III

Yes, I can hear them. Those critics, those self declared grail holders of every single tradition you can think of in cultural topics. They are about to start their writing software after they had difficulties to survive  “Richard III”, the third part of the second series of “The Hollow Crown”, screened over the last three weekends on BBC Two. After a certain Benedict Cumberbatch got his hands on William Shakespeare’s “Hamlet” last year in London’s Barbican those purists had to endure beat after beat: People ran wild! Queued for tickets! Young folks watched a play live on stage for the very first time in their lives! How could that happen? And they still watch it whenever a live recording hits a cinema within reach.

And now it is Shakespeare all over again, three of his plays transformed into three 2 hours films, bringing the bloody Wars of the Roses into living rooms where the audience watched how a tyrant was made. A tyrant in the shape of Benedict Cumberbatch whose Richard III took over the screen  step by step in “Henry VI, 2” until he rules it completely in the defining part of “Richard III”. And he does so by luring the audience into his thoughts, his grief and his rage, leaving you wondering if you should be appalled by a cripple who is so terrible deformed or if you should feel sorry for a man who had been an outsider for all his life. The very first scene where Richard has one of his soliloquies speaking directly to the audience reveals not only his violent ambitions. It also shows that he is a vulnerable human being – naked upwards from the waist, a deformed back, a hand he can’t use – desperately trying to find his path where Richard is only true to his only ally, the audience, addressed directly to the camera in his soliloquies.

“I, that am curtail’d of this fair proportion, deform’d, unfinished, sent before my time into this breathing world scarce made up – and that so lamely and unfashionable that dogs bark at me, as I halt by them.” Richard III, I,1

All these different feelings, the cruelty of a man driven by ambition, hate, haunted by the ghosts of the men he killed are brilliantly performed by Benedict Cumberbatch who always is in control of the audience’s attention, who grabs their hands, takes them on a ride and leaves them crying for a king who died on a muddy battlefield. It seems that Benedict’s performance gets better and better with every new role. He clearly is on the height of his abilities, bringing every emotion you can possibly think of to life within the wink of an eye or the move of a hand. And of course his voice talking Shakespeare’s English –  making it vivid and just beautiful.

So may all of those professional critics analyse every letter, every scene, every move of the camera, may they shout at the BBC for tearing Shakespeare down to the small screen and may they shout at Benedict Cumberbatch for whatever reason they may possible find. One of his faults clearly is bringing a new audience to Shakespeare. If this is a fault, I can find more to blame this man for.

Hollow Crown, Shakespeare and Benedict Cumberbatch

No, I’m not a Shakespeare expert. Far from that. Although I can imagine that reading his works might be the same challenge for native English speakers as it is for me reading Goethe or Schiller, getting the meaning of Shakespearian English is indeed a challenge. And it doesn’t get easier watching a play live on stage or a film version.

Unless you have a production team and a broadcaster that have the courage to  throw two hours of a 400 years old play on their audience, including lots of artificial blood, mud, ancient buildings and a very fine crew of actors to bring William Shakespeare’s War of the Roses to life. The second series of BBC Two’s Hollow Crown has all this. And it has a Benedict Cumberbatch whose Richard (soon to be King in the third episode of this series) goes all the way from an awkward but still nice ish teenager – his first appearance is all cheerful – to a cruel villain ready to climb on England’s throne, killing everyone in his way. We watch a young man who loves and adores his father who considers himself as rightful heir to the throne, a young man who from the very first scene always stands a bit aside, limping with a stiff leg and a hunchback – and is mocked for this and the fact that his birth apparently wasn’t an easy one, leaving him disabled into a world full of warriors.

“This word ‘love’ (…) be resident in men like one another, and not in me.
I am myself alone.” Henry VI 3, V,6.

As if this isn’t enough to harm a man, Richard is an eye witness when his younger brother is killed. His shock and fear is the audience’s because it is all written in Benedict Cumberbatch’s performance and we know that this is the final reason that turns Richard into the monstrous villain.

“And am I then a man to be belov’d?
O monstrous fault to harbour such a thought.” Henry VI 3, III,2

But it is not a villain that is totally disgusting and appalling. Richard is scaring, thrilling, seductive and – surprisingly enough  – funny and you realise you care for a man who admits all he longs for in the end is his brother’s crown no matter how many men he has to kill to reach that aim. But Richard is not only just bad. He’s a man who feels utterly alone since early childhood, a man who knows that he will not find true love because of his deformities.

If it is true that “Richard III” is one of the most demanding roles for any actor, it’s not for Benedict Cumberbatch. Because he brings every tiny detail of that character to life without any visible effort, leaving his audience speechless in front of the telly (or where ever you have the good fortune to catch this film), realising that you haven’t moved since two hours – except for opening your mouth in disbelief, murmuring “Oh my God” every once in a while and totally forgotten that you are watching a Shakespeare play normally considered as difficult stuff.  We don’t know if  William Shakespeare thought of a special actor when writing his play. But maybe you need a Benedict Cumberbatch to make a villain sexy.

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