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Bücher, Filme, Technik und Benedict Cumberbatch – auf Deutsch and in English

Kategorie: Google

#Bloggerliebe: Ach, Bloggen!

Es ist immer etwas merkwürdig, wenn ich Auskunft darüber geben soll, seit wann genau ich mit dem Bloggen angefangen habe. Merkwürdig deshalb, weil mein Zeitgefühl mich trügt und ich sehr genau überlegen muss, wann ich mit meinem ersten Blog angefangen habe. Sicher weiß ich, dass mein erster Blog damals schon DieBedra hieß und das Licht des Internets auf Googles Blogspot erblickte. Ich fand es damals praktisch, weil ich als Google-Nutzerin den Werkzeugkasten gleichsam bekommen, aber noch nicht geöffnet hatte. Das muss wohl irgendwann zwischen 2010 und 2011 gewesen sein, vielleicht auch ein oder zwei Jahre früher.  Der Name – “DieBedra” stand von Anfang an fest, ich wollte die Verbindung zwischen meinem Blog und meinem Twitter-Account herstellen (der Name wiederum ist die fränkische Variante meines Vornamens und hat schon viele freudige Reaktionen ausgelöst).

“DieBedra” war ursprünglich gedacht als eine Nerd-Blog, der sich mit allen möglichen Technik-Themen beschäftigen sollte, die ich beruflich schreibend nicht abdecken konnte und die auf jeden Fall eine sehr persönliche Färbung haben sollten.  Ich erinnere mich noch sehr genau, wie aufgeregt ich war, als ich den ersten Beitrag veröffentlichte. Und wie erstaunt, dass ich tatsächlich Reaktionen bekam. Freilich waren und sind das bis heute wenige im Vergleich zu größeren Blogs, aber für mich war es Ansporn genug, mich näher mit der Technik hinter dem Bloggen zu beschäftigen und zu merken, dass mir Blogspot zu umständlich war und mir gleichzeitig zu wenige Möglichkeiten bot. “Wordpress musst Du nutzen”, sagten mir dann Leute, die wirklich eine Ahnung haben von Technik – verbunden mit dem Hinweis, dass ich damit keine Schwierigkeiten haben würde. DieBedra zog also um zu WordPress und ich änderte den Inhalt, schrieb weniger über Technik , dafür mehr über Filme und Bücher und über Benedict Cumberbatch, der mich dazu gebracht hat, meine Kenntnisse der englischen Sprache aufzufrischen, mehr in Englisch zu lesen – und zu schreiben.  Seit bald zwei Jahren hat DieBedra eine eigene URL und wieder hab ich gelernt, wie es ist, Inhalte mitzunehmen und worauf man beim Hosten achten muss (mein innerer Nerd war stolz).

Neben dem Spaß an der Technik ist natürlich der Spaß am Schreiben über das, was mir wichtig ist, geblieben. Und die durchweg netten und freundlichen Reaktionen von Lesern und (Twitter-)Followern, von denen ich einige im realen Leben kennenlernen durfte. “Deinem Urteil vertraue ich”, ist denn auch eine der schönsten Reaktionen, die ich bisher bekommen habe – und ein wunderbarer Ansporn weiterzumachen mit dem Bloggen.

 

Dieser Beitrag ist im Rahmen der “#Bloggerliebe” für Stefanie Leo entstanden.

Google+ schaut anders aus

“Alles rot”, dachte ich als ich heute früh Google+ geöffnet habe. Denn Google+ hat ein neues Aussehen bekommen – zumindest ist es dann sichtbar, wenn man beim Einloggen den Hinweis auf das neue Design und die Frage, ob man wechseln möchte, entsprechend beantwortet.  Zumindest war das bei mir heute Morgen so. Beim erneuten Anmelden war Google+ sofort im neuen Design da.

Kreise und…

Und wie immer gehen die Meinungen über Gut und Schlecht, über Hübsch und Hässlich auseinander. Natürlich muss man sich an ein neues Aussehen erst einmal gewöhnen und es ist zunächst einmal nervig, wenn man gewohnte Dinge nicht mehr oder an einer anderen Stelle findet. Merkwürdig ist es beispielsweise, dass ich Beiträge von Leuten, die ich in meinen Kreisen habe, erst dann sehe, wenn ich den Kreis-Stream in den Einstellungen extra aktiviere. Weshalb dann in der Übersicht offenbar nur sieben dieser Kreise angezeigt werden und nicht alle, erschließt sich mir nicht. Ebensowenig ist es mir monentan (noch) ein Rätsel, ob ich nur zu dumm bin, die entsprechende Einstellung zu finden oder ob das vielleicht ein Bug ist, der nach einiger Zeit behoben wird. In den Apps sind jedenfalls alle Kreise verhanden.

…Hangouts

Verschwunden sind auch Hangouts, zumindest kann man einen Videoanruf nicht mehr von Google+ heraus starten. Will man das dennoch vom Rechner aus tun, installiert man in Googles Chrome eine Extension, die man dann wiederum über den “Apps”-Knopf in der oberen Leiste auswählen kann. Unpraktisch finde ich. Genauso wie die Tatsache, dass man nun nicht mehr mit einem Klick plussen kann. Dieses Funktion ist erst dann möglich, wenn man den entsprechenden Beitrag angeklickt und dann in das sich öffnende Fenster geklickt hat.

Der Sinn hinter der Layoutänderung wird dann augenfällig, wenn man sich Google+ auf dem Handy oder Tablet anschaut: es schaut überall gleich aus. Was wiederum dann praktisch ist, wenn man sich als aktiver Nutzer erst einmal an das neue Aussehen gewöhnt hat. Diejenigen, die nur deshalb Google+ öffnen, um festzustellen, dass es eine Geisterstadt ist und eigentlich schon gestern aufgehört hat zu existieren, kann jede Änderung herzlich egal sein.

 

Die Erklärung von Google zum neuen Layout ist hier zu finden.

 

[Update: Hangouts sind wohl deshalb aus Google+ verschwunden, damit man diesen Dienst auch ohne Google-Account nutzen kann. Wie bisher auch kann man es weiterhin über Gmail aufrufen.
Luke Wroblewski schreibt außerdem, dass das jetzige neue Design ein Vorabversion sei, weshalb es hier und da noch haken kann.

 

 

Google Plus lebt

GooglePlus  ist eine Geisterstadt. Niemand nutzt es. Regelmäßig ploppt diese Aussage auf, egal ob man Nachrichten im Internet oder in den sogenannten traditionellen Medien verfolgt. Aktueller Anlass ist die Ankündigung von Google, einen Google-Plus-Account nicht mehr verpflichtend zu machen, um Googles Dienste nutzen zu können.  Etwas, was durchaus auch bei Fans umstritten  und vor allem was das Kommentieren und Teilen von YouTube-Videos betrifft, schlichtweg nervig ist.  Nun muss nicht jeder in einem sozialen Netzwerk aktiv sein und wenn man es tut, so hat sicherlich jeder seine persönlichen Vorlieben. Doch ein Satz wird nicht dadurch richtiger, dass man ihn immer wiederholt, auch nicht, wenn er von einem angesehenen Medium stammt.

Was mich dabei am meisten ärgert (Achtung! Persönlicher Rant!): so manch einer der Verfasser ist gar nicht auf Google Plus angemeldet oder ist nicht aktiv. “Google+ schließt langsam den Sargdeckel” heißt es auf ZeitOnline  und dass das Netzwerk von vielen Nutzern ungeliebt wäre. “Google lässt Google Plus langsam sterben” titelt “Newsslash” und der Branchendienst turi2 glaubt ebenfalls, dass Google sein Netwerk beerdigen will. Diese Beispiele habe ich völlig willkürlich aus einer Google-Suche herausgegriffen und bei keinem der Autoren ein aktives Profil gefunden. Mag sein, dass sie alle in privaten Communities unterwegs sind, ich vermute aber, dass sie den Fehler machen, wie viele, die mit Google Plus nichts anfangen können (das ist jetzt meine Unterstellung): Sie legen einen Account an, erwarten, dass sie Freunde finden, die sie schon aus anderen Netzwerken und/oder aus dem realen Leben kennen und sich die Unterhaltungen quasi von alleine ergeben werden.

Genau das aber passiert meiner Erfahrung (Ja, ich bin auf Google Plus aktiv) nach nicht.  Denn die vermeintliche Geisterstadt ist von sehr aktiven – und meist auch sehr freundlichen – Geistern bewohnt, die durchaus bereit sind, auf einen Post zu reagieren. Wenn dieser Post aus welchen Gründen auch immer für sie interessant ist. Wer nur ein Foto oder einen Link teilt, wird in der Regel weniger Reaktionen bekommen als wenn er noch ein paar kommentierende Sätze  hinzufügt, sich also etwas Mühe gibt. Ja, das macht Arbeit. Ich finde aber, dass es sich lohnt. Denn im Vergleich zu Facebook bekomme ich beispielsweise auf die gleichen Beiträge bei Google Plus  viel mehr Reaktionen und ich habe schon zahlreiche gute Unterhaltungen geführt.

Was auch immer Google  vorhat – Google Plus ist jedenfalls keine Geisterstadt.

Google Play Music

Um es vorweg zu sagen: Ich nutze keine Apple-Geräte, aber es ist mir egal, womit meine Umgebung surft, telefoniert oder Musik hört. Und die Schnappatmungen, die manchen Apple-Fan befallen, wenn der Konzern etwas Neues vorstellt oder es auch nur ankündigt, sind mir egal. Schließlich reagiere ich ähnlich, wenn es um Dinge geht, die mir besonders am Herzen liegen. Dass die Ankündigung von Apple, jetzt auch ins Geschäft mit den Musikstreaming-Diensten einsteigen zu wollen, die üblichen Reaktionen auslöste, gehört für mich irgendwie zu Apple dazu: Ohne das ganz große Pathos, das einem schon mal glauben lässt, das Musikstreamen wurde gerade erst erfunden, scheint es nicht zu gehen.

Dass neben dem immer wieder angeführten und  zweifellos etablierten Spotify auch Google seit Ende 2012 seinen Streamingdienst Play Music  in Deutschland anbietet, ist nicht allen bekannt. Warum eigentlich? Schließlich erlaubt Google seinen Nutzern, 50.000 Lieder in seine Cloud hochzuladen, das komplette Angebot zu streamen, Lieder zu überspringen, in eigene Playlisten zu sortieren, gekaufte Lieder als praktische MP3-Dateien herunterzuladen und auf einem beliebigen Gerät zu hören. Offline Musik hören funktioniert genauso wie die Lieder auf ein kompatibles Soundsystem zu streamen, das bei mir Sonos heißt. Auch Googles Chromecast nimmt problemlos Kontakt auf. Genauso problemlos funktioniert Google Play Music, egal ob über seine Android-App, als Musikdienst über die Sonos-App, über die Internetseite unter Windows oder Linux Ubuntu. Laut Google können iTunes-Nutzer ihre Musiksammlung kostenlos hinzufügen.

Wie alle anderen Dienste auch kostet Googles Abo 9,99 Euro im Monat – nach der üblichen Testphase von 30 Tagen. Wer Google Music seit der Testphase hat, zahlt immer noch nur 7,99 Euro monatlich.

Mein erstes Fazit steht hier.

Chromecast und meine Apps

Eines der besten technischen Helferchen, die ich mir vor bald zwei Jahren gekauft habe, ist Googles Chromecast. Und vielleicht die am besten angelegten 35 Euro, zumindest in diesem Bereich. Während die Bedienung nach wie vor einfach ist und mir wahlweise mein Nexus 7oder mein Nexus 5 als Fernbedienung dient, haben sich ein paar Apps (alle für Android und von Google Play Store) als die für mich besten und am meisten genutzten herausgestellt.

Netflix: Die App funktioniert intuitiv und beamt Filme oder Serien zuverlässig zum Chromecast. Das war letztlich der Grund, weshalb ich Watchever gekündigt habe. Denn die Übertragung hatte immer wieder Hänger, das Bild baute sich nur teilweise auf oder stoppte ganz. Die Netflix-App bietet auch die Möglichkeit, während der Übertragung die Sprache des Films zu wechseln, Untertitel ein- oder auszuschalten.

MT Cast: Die App wurde mittlerweile zwar aus dem Google Play Store entfernt. Ich habe sie immer noch installiert und nutze sie auch gelegentlich, denn sie bietet die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender  ARD, ZDF, Arte und 3Sat zusammen und funktioniert sehr zuverlässig. Wer sie ausprobieren möchte, findet sie hier zum Herunterladen.

[Update: die App derARD unterstützt mittlerweile auch den Chromecast.

ZDF: Meiner Ansicht nach äußerst praktisch ist die App des ZDF (die auch ZDFinfo, ZDFkultur und ZDFneo umfasst)- spätestens seit sie den Chromecast unterstützt und seit das ZDF dazu übergegangen ist, Sendungen vor dem Ausstrahlungstermin schon in der Mediathek zur Verfügung zu stellen. Neben dem Inhalt der Mediathek kann man auch das Live-Programm selbst streamen. Sie ist eine meiner Lieblingsapps.

Filmon.com ist unter Fans ausländischer Fernsehsender eine beliebte und vielgenutzte Seite, auf der man neben allen Sendern der BBC und privaten Sendern aus Großbritannieren zahlreiche andere fremdsprachige Fernsehsender im Livestream empfangen kann. Zwar ist die Qualität immer unterschiedlich, dafür ist die SD-Variante kostenlos. Für die HD-Qualität muss man ein Abo abschließen. Ob der Stream dann tatsächlich besser ist, kann ich nicht beurteilen. Wer Erfahrungen hat, möge doch bitte entsprechend kommentieren. Die App ist zumindest momentan im Play Store nicht mehr auffindbar. Schade, denn meine ältere Version unterstützt den Chromecast sehr zuverlässig.

Local Cast: Diese App hat sich von Version zu Version verbessert und streamt – wie der Name schon sagt – neben Videos unter anderem auch Bilder  vom jeweiligen Gerät, sondern beispielsweise auch von Google Drive. Schönes Detail: Local Cast ist auch vom Lockscreen aus steuerbar – im Gegensatz zum kostenpflichtigen All Cast, der im Grunde die gleichen Funktionen hat, aber für mich weniger zuverlässig werkelt.

Her mit der Technik!

Ich kann es nicht mehr hören und lesen: dieses Internet ist, wenn nicht der Untergang des Abendlandes, so doch der der Jugend. Und wer sich nun altersmäßig nicht mehr zu dieser Zielgruppe zählen darf,  aber trotzdem in  sozialen Netzwerken unterwegs ist, bloggt, twittert und das auch noch interessant findet, ist ganz sicher einer von diesen Nerds, die in Kapuzenpullis im abgedunkelten Zimmern auf Tastaturen eintippen. Klar, dass die weder vernünftig reden, noch richtige deutsche Sätze formulieren können und sich nur von Fastfood ernähren.

Ja, ich mag zwischendurch mal einen Hamburger oder eine Tiefkühlpizza, ich bin ziemlich oft nicht nur beruflich online und ich habe auch einen Kapuzenpulli (schwarz, mit Sherlock-Holmes-Motiv). Ich unterhalte mich auf Twitter auf Deutsch und Englisch über Filme, Fernsehen, Schauspieler, Bücher, Gott und die Welt. In unterschiedlicher Reihenfolge, sprunghaft und manchmal auch völlig zusammenhanglos – was nicht immer an den unterschiedlichen Zeitzonen liegt, in der meine Timeline lebt. Ich frage auf Google+ um Rat wenn ich mit einem meiner technischen Helferchen nicht weiter weiß und ich teile Fotos und Artikel, die ich interessant finde, auf Facebook, aber auch auf Twitter und Google+.

Bis hierhin ist das alles andere als ungewöhnlich, selbst wenn man bedenkt, dass dieser Austausch fast den ganzen Tag über stattfindet. Kritisch wird  mein Verhalten in den Augen so manches Zeitgenossen erst, wenn ich sage, dass ich früh zuerst in meine E-Mails schaue, die ersten Neuigkeiten über Themen lese, die mich interessieren und dann durch besagte drei Netzwerke scrolle. Vollends suspekt werde ich in deren Augen wenn ich sage, dass ich dank meines Handys weder meinen Tee zu lange noch zu kurz ziehen lasse, noch den Einkaufszettel vergesse – weil ich die Eieruhr einstelle und Wichtiges auf GoogleKeep notiere. Seit relativ kurzer Zeit nutze ich das Handy als Fernbedienung für meine Musik, fürs Videostreamen, Lieblingslieder und Hörbücher habe ich jederzeit griffbereit und immer dabei.

Ja, ich finde das unglaublich praktisch und nein, ich halte dieses Internet und technische Helferchen nicht für böse. Und es ist mir egal, wenn andere das mindestens seltsam, wenn nicht sogar höchst bedenklich finden.

Google Play Musik

 – mit Google Play Music All-Inclusive

Quelle: Google

Der Name ist ziemlich sperrig – so sperrig, dass man erst mal überlegen muss, ob man ihn richtig geschrieben hat oder wie man ihn sinnvoll abkürzen kann. Dass Google Play Music All-Inclusive seit dem  Nikolaustag in Deutschland  verfügbar ist, war eine Überraschung, bei der Google ohne irgendwelche Ankündigungen ausgekommen ist. Via Google Plus und Twitter verkündete unter anderem +Stefan Keuchel  “Der Nikolaus hat Euch etwas tolles in den virtuellen Stiefel gelegt.”

Und auch wenn es das übliche Gemeckere gab, weshalb denn der Dienst nach der Einführungsphase nicht kostenlos sei, weshalb man nicht in Euro bezahlen könne und weshalb die Auswahl an Hörbüchern so klein sei – mein erster Eindruck: Googles Streamingdienst ist eine feine Sache.

Alles anhören, egal womit

Nach der Registrierung, die bei mir ohne Probleme funktionierte, hat man Zugriff auf eine schier unübersichtliche Auswahl an Musikstücken unterschiedlichster Richtungen, Google sagt, es seien Millionen. Das heißt, man kann alle Lieder, die bei Google Play Music verfügbar sind, anhören, unabhängig davon, ob man ein iPhone, einen Androiden hat oder ob man am Rechner sitzt und die Musik dort anhören möchte. Man kann gezielt nach Interpreten oder Musikrichtungen suchen, oder sich etwas vorschlagen lassen. Vorschläge, die auf den Liedern beruhen, die man bisher angehört hat und in “Radiosendern” zusammengefasst werden. Denn “Radio” meint in diesem Fall eben nicht, das klassische Radioprogramm, das von einem Sender ausgestrahlt wird, und das man lediglich durch Ein- oder Ausschalten beeinflussen kann. Unter dem Begriff werden Lieder gesammelt, die einem bestimmten Geschmack entsprechen, also beispielsweise Klassik oder Pop und die auf dem beruhen, was man gesucht oder angehört hat. Das Anhören kann man jederzeit unterbrechen oder beliebig viele Lieder überspringen.

Alles an einem Ort

Fazit: Googles Streamingdienst tut das, was er soll: Musik per Klick dort verfügbar zu machen, wo Nutzer eines Google-Accounts ohnehin schon sind und wo sie ihre Musik gespeichert haben. Praktisch, weil man sich nicht erst überlegen muss, wo man welches Stück gespeichert hat, praktisch weil gekaufte Stücke sofort auf jedem synchronisierten Gerät zur Verfügung steht. Zum Testen gibt’s den Dienst 30 Tage kostenlos, danach werden 7,99 Euro pro Monat fällig. Ab dem 15. Januar kostet der Dienst 9,99 Euro pro Monat – wer jetzt einsteigt, zahlt aber auch nach der Testphase 7,99 Euro, vorausgesetzt, man kündigt nicht zum 5. Januar 2014.
Ob sich der Dienst gegen etablierte Dienste wie Spotify durchsetzt, bleibt abzuwarten. Das Abo-Modell ist meiner Ansicht nach ein Ansatz, wie Nutzer in Zukunft leicht und schnell an ihre Inhalte kommen können – nicht nur an Musik.

Der erste Abend mit Google Chromecast

Wer Betriebsanleitungen hasst, der wird beim Google Chromecast erfreut lächeln. Denn das, was als Anleitung dem Stift beiliegt, der Internetinhalte auf den Fernsehbildschirm beamt, ist wenig mehr als ein paar dünne Zeilen. Doch mehr braucht es auch nicht, um das Helferchen in Betrieb zu nehmen. Voraussetzung ist eine Wlan-Verbindung und ein Fernseher, der zumindest einen HDMI-Eingang hat. Eine eigene Stromverbindung braucht der Google Chromecast nicht wenn der Fernseher einen USB-Eingang hat – zum Glück, denn im bei Amazon bestellten Päckchen kommt lediglich ein ausländisches Netzteil mit. Also: Chromecast in einen HDMI-Eingang (vorteilhaft, wenn man sich merkt, in welchen) und mit Hilfe des beiliegenden Kabels in den USB-Eingang gestöpselt – fertig. Weil es nicht schaden kann, den Wlan-Empfang zu verbessern, habe ich den ebenfalls beiliegenden HDMI-Extender eingesteckt.

Anschließend muss der Chromecast Kontakt mit dem Wlan aufnehmen. Das geschieht, indem man in seinen Fernseheinstellungen den Chromecast aufruft, ähnlich wie man beispielsweise zwischen einem Fernsehsender und dem Festplattenrekorder wechselt. Hat man den HDMI-Anschluss gefunden, in dem der Chromecast steckt, bekommt man dieses Setup-Bild mit der Aufforderung, auf die Setup-Seite zu gehen. Obacht! Diese Seite wird von einem Linux-Rechner nicht vollständig unterstützt, weshalb ich das Setup auf dem Nexus7 vervollständigt habe.

Set me up – die Aufforderung des Chromecast
ist unmissverständlich. 
Nicht unterstützt wird offenbar auch WindowsXP, sowie ältere OS und iOS-Versionen. Logisch, wenn man bedenkt, dass Google natürlich versucht, das eigene Ökosystem zu pushen – ärgerlich für die Nutzer.
Um das Setup abzuschließen und damit später das Nexus7 als Fernbedienung funktioniert und man Inhalte von dort auf den Fernseher schicken kann, benötigt man noch die Chromecast App aus dem Playstore. Mehr nicht.
Die ganze Installation ging so schnell, dass ich mich mehrmals gefragt habe, ob das denn schon alles gewesen sei. Offenbar ja. Denn sobald App und Chromecast Kontakt aufgenommen haben, bekommt man beispielsweise auf Youtube die Möglichkeit, das ausgewählte Video an den Fernseher zu schicken. Bei mehrmaligen Versuchen hat das durchweg reibungslos funktioniert ebenso wie das Streamen von bei Google Play geliehenen oder gekauften Filme. Bei deren Wiedergabe wird offenbar ein Teil der Daten an den Chromecast abgegeben, wenn ich einen kurzen Hinweis vor dem Starten des Films richtig verstanden habe. Bei der Wiedergabe waren nur wenige, sehr leichte Verzögerungen sichtbar, die das Ergebnis aber nicht beeinträchtigen.

Browserinhalte streamen

Etwas ruckeliger geht es dagegen zu, wenn man – dieses Mal vom Notebook aus – Browserinhalte auf den Fernsehen ansehen möchte. Dafür braucht man die Google Cast Erweiterung, die man  im Chrome Webstore findet und die nach der Installation im Chrome ganz rechts oben auftaucht. 
Die Erweiterung Google Cast (zweites Symbol von rechts)
schickt per Klick Inhalte des Broswerfensters an den Chromecast.

Jetzt muss man lediglich auf das Symbol klicken und der Inhalt des sichtbaren Tabs wird auf dem Fernseher angezeigt. Im Test funktionierte das Streamen beispielsweise von Inhalten der ZDF Mediathek ohne Probleme unter Windows7 und Linux Ubuntu. Dass das Setup vorher unter dem freien Betriebssystem nicht komplett war, hat auf das Nutzen dieser Erweiterung und der Kontaktaufnahmen mit dem Chromecast keinerlei Auswirkungen. Allerdings ist der Hinweis, bei der Beschreibung der Erweiterung, man benötige eine schnelle Hardware und eine gute Internetverbindung durchaus berechtigt: Wer Zeitverzögerungen beim Streamen auf dem Rechnern hat, wird sie nicht los, wenn er stattdessen den Browserinhalt zum Chromecast schickt. Anders als das Nexus7, darf der Rechner nicht in Standby gehen, weil sonst auch der Fernseher schwarz wird.

Ein erstes Fazit: Der Chromecast ist eine schnelle und einfache Möglichkeit, Inhalte auf dem Fernseher zu streamen. Die Bildqualität ist meiner Ansicht durchweg sehr gut, die Einrichtung einfach und schnell. Auf der Wunschliste stehen für mich: Inhalte auch vom Rechner aus komplett an den Chromecast abgeben und eine komplette Unterstützung des mobilen Google Chrome, so dass alle Inhalte gestreamt werden können.

[Update 19. März 2014: Heute hat Google in seinem Blog angekündigt, dass der Chromecast auch in Deutschland erhältlich sein wird. Leider muss man aber die BBC trotzdem noch am Laptop anschauen (Google nimmt im Blog scherzhaft auf die Fans Bezug, die die neuen Sherlock-Folgen am Notebook gestreamt haben), denn der britische Sender ist nach wie vor in Deutschland offiziell nicht erhältlich, ebensowenig der BBCiPlayer.
Immerhin gibt es jetzt aber eine ganze Reihe an Apps, die es unter anderem auch ermöglichen, eigene Inhalte an den Chromecast zu übergeben. Ich nutze neben der Chromcast App, AllCast, um Inhalte von meinem Nexus7 oder aus Google Drive zu streamen. Obacht! Diese App gibt es gratis, sie scheint aber wirklich nur zum Testen gedacht zu sein, weil sie zumindest bei mir nach wenigen Minuten die Übertragung unterbrochen hat. Wer auf die Premium-Version upgradet, hat dieses Problem nicht mehr und kommt in den Genuss einer störungsfreien Übertragung.
Wer gerne Serien streamen möchte, kann sich Watchever anschauen. Ich habe mir gerade die App installiert und nutze erst mal 30 Tage zum kostenlosen Testen. Im Gegensatz zum Amazon Streaming Dienst, unterstützt Watchever nicht nur Android, sondern auch den Chromecast. Während Amazon keinen Wert auf Linux-Nutzer legt (das Herunterladen von Musik aus der dortigen Cloud geht mit den Standardeinstellungen nur Liederweise, Video streamen gar nicht) und Android bisher auch nicht unterstützt.

Wichtige Augenblicke

Google+ mit neuen Funktionen

“A moment that matters” – ein wichtiger Augenblick. Das Motto für die Google-Plus-Veranstaltung am Dienstagabend deutscher Zeit war bedeutungsschwer. Vielleicht zu schwer für die Technik, die kurz vor der angekündigten Zeit vor Ort versagte. Ein Stromausfall führte zu einer Verzögerung des Google Events von gut 30 Minuten, ein weiterer Fehler führte dazu, dass der Livestream in Deutschland geblockt war und nur über Unblocker wie beispielsweise Hola zu sehen war. Und für Ärger bei den Nutzern sorgte.

Stefan Keuchel entschuldigte sich auf Twitter.
Screenshot:pb

Dass es weder eine Vorstellung neuer Produkte (wie dem von vielen sehnlichst erwarteten Nexus 5 geben würde), war schon vorher klar. Schließlich waren “einige Updates für Google+” angekündigt. Das soziale Netzwerk, das im Grunde viel mehr ist als das und noch nie als anderes Facebook angetreten war, hat nach den neuesten Angaben 540 Millionen Nutzer täglich. Von ihnen sind 300 Millionen im Stream aktiv und tun das, was sie am liebsten tun: Fotos hochladen. Wer +Vic Gundotra in seinen Kreisen hat, weiß, dass der Google-Plus-Chef ein leidenschaftlicher Fotograf ist, der seine Bilder gerne und oft teilt. Und mit dieser Leidenschaft war er auch bei diesem Event ein perfekter Botschafter für Google und die neuen Helferchen, die G+ bekommen wird und die unter anderem hier zusammengefasst sind. Darüber hinaus wird es auch neue Funktionen für Videos geben, die ähnlich wie Fotos bearbeitet werden können.

Hangout kann chatten und simsen

Wer weniger daran interessiert ist – so wie ich, die eine lausige Fotografin ist – wird sich darüber freuen, dass Hangouts nicht nur im Voraus planbar sein werden und dann eine entsprechende Seite ähnlich der bei Veranstaltungen bekommen werden. Die Handout-App integriert den Chat, kann Gifs darstellen, auf Wunsch den Standort auf der Karte mitteilen und die SMS-Funktion übernehmen – und könnte so eine App überflüssig machen.
Laut Ankündigung sollen die neuen Funktionen im Laufe der Woche verfügbar sein. Lediglich Auto-Effekte für Videos funktionieren nur auf Geräten mit Android 4.3 und höher (4.4. kommt!). Alle anderen werden auch von älteren Versionen unterstützt.

Das ist Google+ – auf drei Seiten. Screenshot:pb

Google ändert Nutzungsbedingungen und informiert vorbildlich

Normalerweise werkelt Google einfach so vor sich hin. Jedenfalls für den Nutzer. Solange die gewohnten Dienste wie die Suche, Gmail oder der Kalender erreichbar sind, besteht kein Grund zur Aufregung. Und im Gegensatz zu anderen kostenlosen Anbietern, bekommt man sehr selten Mails von Google.

Landet aber eine im Posteingang, dann ist die wichtig. Der Betreff “Aktualisierungen für Inhaber und Administratoren von Google+ Seiten” klingt sperrig und lässt Schlimmes ahnen. Aber: die Mail ist zwar ausführlich, aber in einem verständlichen Deutsch verfasst – umständliche Formulierungen, die schlecht übersetzt sind, sucht man vergeblich.

Trockene Dinge, die wichtig sind

Folgt man einem der Links, kommt man auf der Seite, die Googles Nutzungsbedingungen erklärt und selbstkritisch einräumt, dass viele “von Ihnen eine Abneigung gegen Juristendeutsch haben” weshalb Sie hier “eine leicht verständliche Zusammenfassung” finden. “Wir wissen, dass diese Dinge etwas trocken sein können, aber wir sind der Ansicht, dass sie wichtig sind.” So wichtig, dass beim Aufruf der Google-Startseite ein durchdringend blauer Balken oben auf die geänderten Nutzungsbedingungen hinweist und man als Google-Plus-Nutzer einen entsprechenden Hinweis in den Benachrichtigungen findet.

Freilich werden jetzt Kritiker sagen, dass der Suchmaschinengigant alles und jeden kontrollieren und aus jedem einzelnen Mausklick Geld herausholen möchte. Ja. Natürlich will Google Geld verdienen. So wie jedes andere Unternehmen auch. Aber man kann Google nicht vorwerfen, die Nutzer nicht rechtzeitig informiert zu haben – die Änderungen treten nämlich erst am 11. November in Kraft.

Einstellungen selbst aktivieren

Bis dahin ist also genügend Zeit, sich durch die entsprechenden Links zu klicken und eventuelle Änderungen vorzunehmen. Während man bei Facebook schon mal Überraschungen erlebt, weil sich gefühlsmäßig plötzlich Privatspähreneinstellungen ändern oder neue Ausnahmen hinzukommen und sofort aktiviert sind, muss der Google-Nutzer in aller Regel Einstellungen selbst aktivieren.

Wie im ersten Screenshot zu sehen, sind hier die Einstellung standardmäßig deaktiviert. Setzt man den Haken und speichert die Einstellungen, stellt Google das Profilbild des Nutzers zu einer Anzeige, die ein vorher empfohlenes Produkt bewirbt. Und: einmal gemachte Einstellungen können hinterher wieder geändert werden. Sie wirken sich auch nicht auf frühere Beiträge aus.

Der Screenshot unten zeigt wie sich im Gegensatz dazu eine Änderung in den Einstellungen bei Facebook auswirkt. Im schlechten Deutsch erfährt man, dass man einmal gemachte Änderungen nicht mit einem einfachen Klick zurücknehmen kann, sondern jeden Eintrag einzeln freigeben und beschränken muss.

Der gesetzte Haken bewirkt, dass Name und Profilbild eingeblendet werden. 
Facebook erlaubt es nicht, gemachte Änderungen zurückzunehmen. Screenshots:pb

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