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Kategorie: London

Reiseführertipp: MM-City London

London ist so vielfältig und unerschöpflich wie die Zahl der erhältlichen Reiseführer, die scheinbar jede einzelne Ecke der Weltstadt an der Themse in ihre Bestandteile zerlegen und jedes Besucherbedürfnis befriedigen.  Wer ein handliches Buch sucht, das sich sowohl fürs Planen der Reise als auch für ein Schwelgen in Erinnerungen eignet (einen darauf hinweist, was man noch nicht gesehen hat und man demzufolge unbedingt bald wieder hin muss), der sollte dem „MM-City London“ von Ralf Nestmeyer eine Chance geben. Er bietet nicht nur insgesamt 18 Tourenvorschläge, mit deren Hilfe man Londons Stadtteile erlaufen kann und quasi im Vorbeigehen einiges über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erfährt. Man findet auch Hinweise darauf, wo man was essen oder einkaufen kann und wann welche Museen geöffnet haben. Dazu gibt es für den schnellen Überblick jeweils eine Karte, auf der der Tourenverlauf eingezeichnet ist. Zusätzlich hat der Reiseführer aber auch einen großen Stadtplan und eine Streckenkarte der Tube zum Herausnehmen.  Mit Hilfe von Verweisen innerhalb der Tourenbeschreibungen findet man sich leicht zurecht und kann die Ausgangspunkte der Erkundungstouren beispielsweise anhand von Tube-Haltestellen planen.

Oyster-Card und Stromadapter

Zusätzlich bietet Nestmeyer eine Fülle von nützlichen Informationen, die nicht nur für den ersten Londonbesuch hilfreich sind. Das reicht beispielsweise vom Tipp, eine Oyster-Karte für den Nahverkehr zu kaufen (was man auch vor Reiseantritt machen kann), sich einen kostenlosen Tube-Übersichtsplan an einer Station zu holen, über Hinweise zu Zimmerbezeichnungen für die Buchung (Double oder Twin beds) und Hoteltipps bis zur Erinnerung daran, dass man mindestens einen Stromadapter braucht, um Smartphone und Kamera an den britischen Zweistiftsteckdosen aufzuladen (und man auf den kleinen Schalter achten soll, der so eingestellt sein muss, dass ein roter Punkt sichtbar ist, damit Strom fließt).

Fazit: Der neu überarbeitete London-Führer ist absolut empfehlenswert. Zwar hat diese Neuauflage im Gegensatz zu einem seiner Vorgänger jetzt auch eine Web-App, die man über einen QR-Code laden kann und so schnell Zugriff auf Online-Karten erhält, die mit denen im Buch korrespondieren. Allerdings reicht das Buch meiner Ansicht nach vollkommen aus, vor allem wenn man wie ich ohnehin gerne über Google Maps navigiert.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Ralf Nestmeyer: London, Michael-Müller-Verlag, 16,90 Euro, Neuauflage 2017. Wer mag, kann das Buch über diesen Partnerlink direkt beim Verlag bestellen.

Der Reiseführer wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Mehr von mir über London gibt es hier

Bücher meines Jahres 2016

Es ist wieder Zeit, Bilanz zu ziehen  und zu schauen, welche Bücher ich in diesem Jahr gelesen habe. Meine ganz persönliche Statistik zeigt, dass ich 2016 fünf Bücher mehr gelesen habe als im Vorjahr, was vielleicht daran liegt, dass ich die vergleichsweise kurzen Stücke von William Shakespeare gelesen habe. Erstmals habe ich auch mehr Bücher auf Englisch als auf Deutsch gelesen – auch daran ist der große englische Dramatiker schuld und ein neuer Detektiv, den ich für mich entdeckt habe.

Meine Bilanz:
Gesamt: 39 Bücher
Englisch: 21
Deutsch: 18
E-Books: 4 – neben dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Kindle und meinem treuen N7 habe ich mittlerweile auch einen Tolino

Klare Leseempfehlungen gebe ich für diese Bücher. Aber Obacht: Bei meiner Auswahl habe ich weder Wert auf neue Bücher noch auf sogenannte wertvolle Lektüre wert gelegt:

Alte Freunde:
Henning Mankell: „Treibsand – Was es heißt, ein Mensch zu sein“ und „Die schwedischen Gummistiefel“ (beide bei Zsolnay erschienen) sind keine leichte Unterhaltung. In beiden geht es um das Altern, das Älterwerden und den Verlust von Freunden, aber auch von Fähigkeiten, die mit dem Verfall des Körpers einhergehen. Beide Bücher sind Mankells Vermächtnis und weder tieftraurig noch anklagend. Wer Mankell mag, muss sie lesen.

Ian McEwan: „Nussschale“ („Nutshell“). In seinem jüngsten Roman lässt der englische Schriftsteller ein ungeborenes Baby das Geschehen außerhalb des Mutterleibs kommentieren. Und das ist schockierend, witzig und niemals langweilig. Die wunderbare deutsche Übersetzung ist im Diogenes-Verlag erschienen.

Entdeckungen:
Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit (Diogenes)  ist für mich meine persönliche Entdeckung des Jahres 2016. Die Geschichte um drei Geschwister, die behütet aufwachsen und nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern mit einer völlig anderen Situation zurechtkommen müssen. Wells erzählt eigentlich eine alltägliche Geschichte.  Aber er tut das ganz wunderbar.

Robert Galbraith: „Der Ruf des Kuckucks“ („The Cuckoo’s Calling“), „Der Seidenspinner“ (The Silkworm), „Die Ernte des Bösen“ („Career of Evil“). Die drei Romane um den Privatdetektiv Cormoran Strike haben das, was man von guten Krimis erwartet: Spannung, Humor und Figuren, die eine Vergangenheit haben und sich im Verlauf der Geschichte entwickeln. Und Londonfans können die Wege auf der Stadtplan verfolgen. Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen. Die deutschen Ausgaben sind bei Blanvalet erschienen. Die BBC verfilmt die Bücher gerade mit Tom Burke als Cormoran Strike.

William Shakespeare:
Wahre historische Hintergründe, Mord, Intrigen, Liebe, Hass und Humor – wer das gerne liest, sollte William Shakespeare eine Chance geben. Ich habe in diesem Jahr die drei Teile von „Henry VI“ und „Richard III“ gelesen. Wer öfter hier reinschaut oder mir auf Twitter folgt, weiß, dass mein Lieblingsschauspieler Benedict Cumberbatch als „Richard III“ seine bisher beste schauspielerische Leistung abgeliefert hat. Die Dramen sind in einer zweisprachigen Ausgabe bei Ars Vivendi und dtv erschienen. Die BBC-Verfilmungen sind als DVDs erhältlich, allerdings ist Richard III (als Teil der Hollow-Crown-Serie) nur auf Englisch mit englischen Untertiteln erhältlich.

 

London and her tube

Honestly, there are lots of things that I find fascinating when it comes to London and I’m not sure where to start or to continue considering my previous blog entry . But what about London’s underground, the tube?  After all you may need it just at the beginning of your trip when you are heading to central London from one of the airports. Do yourself – and others – a favour and get yourself an oyster card. You can buy it at the airport or online when you are planning your trip and feel like a Londoner.  The card is rechargeable which will help you ease your London bug – the feeling to come back to the city. And recharging the card is very fast and easily done at lots of tube stations.

Have your oyster card ready

Make sure you have your oyster card at hand when approaching the entrance, so you just have to hold it on top of the yellow button and cause no delay. Remember: Londoners are busy, they normally are not on holiday as you are, so get out of their way and stand on the side when you need to check your way on your tube map. Hint: there are maps inside every station. Just make sure you know where you want to travel, head to the platform which fits your destination (south or eastbound for example) and: stand on the right when using the escalators! Londoners really do this no matter what and honestly it’s quite interesting looking around and reading ads while getting to your platform.

Once your train has arrived, do allow the passengers to get out of it before you get inside. All the passengers. Don’t stand directly in front of the door, nobody is able to leave if you silly tourist are blocking everything. And you will block everything especially when you have a suitcase or a large bag with you. Or both. Enter the train and really do move inside. Don’t block the doors by standing too near, try to find a place to stand quite comfy or get a seat. And: Mind the Gap!

 

Fascinating London

What is it that makes London so fascinating? I’m asking myself this question for quite a while now and I still don’t have an answer. Quite a while means for at least three years, about that time BBC’s „Sherlock“ forced its way into my life, ready to stay and occupy it.

But this was only the beginning because it opened a door to new and different experiences that literally broadened my mind, still do and will probably never end. London of course is a part of that – not just because the city is always present in the stories as a lovely book points out. But because London is the background for films, books and all in all quite present in everyday’s life if you are not hiding under a rock 24/7. So when I finally visited London for the very first time last November it soon became quite clear that the city infected me with her bug forcing me to come back, several times this year.

A bug that is made out of those iconic buildings the Elizabeth tower – known as Big Ben – is just one of countless ones, though it’s the one for me, symbolizing London and Britain in a wonderful building that I have to look at on every visit. But of course London is much more. Especially the Londoners being polite and calm even when silly tourists like me are standing on the wrong side of elevators or squeezing themselves into trains with their baggage. And gosh –  they are helpful! No matter if I was standing at a chip and pin machine wondering how to throw money at it or in front of a tube map in a crowded station figuring out what platform to choose: a friendly „Can I help you?“ or „You do know your way, do you?“ is one of the things that I will always connect with London – hopefully in many more visits to come.

 

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My London bug: Big Ben. Photo: Petra Breunig

 

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