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Bücher, Filme, Technik und Benedict Cumberbatch – auf Deutsch and in English

Kategorie: Technik (Seite 2 von 3)

Quick look at Friend Request Pending

What happens when you get to know a man, talk with him, have fun enjoying his company? Clearly you want to meet him again and ask – if he’s on Facebook. This is quite normal, isn’t it? But it’s not if you are – say – a woman of the mature generation who isn’t inexperienced when it comes to men. But who is just about to dive into the mysteries of the internet as a whole and Facebook and it’s chat function in particular.

In „Friend Request Pending“ Mary is that women – lovely played by Judi Dench – who talks with her friend Linda (Penny Ryder) about social networks and of course about Trevor. The choirmaster (Philip Jackson) is the man Mary is wooing in a heartwarming way that combines all old romantic feelings and the opportunities the modern world offers to stay in touch with people you care about most.

The short film directed by Chris Foggin and written by Chris Croucher only has one big problem: it is only 12 minutes long.

„Friend Quest Pending“ is available on We Are Colony, a site dedicated to independent films. Read my previous blog entry here.

Ach ja. Amazon.

Ja, es ist einfach: Mal schnell eben die Internetseite von Amazon aufrufen, ein Buch suchen, anklicken, bestellen, fertig. Und meist bleibt es nicht bei einem Buch. Wenn man schon mal da ist, dann kann man ja auch gleich schauen, ob man nicht noch eine DVD braucht oder eine CD. Oder eine zweites Ladekabel fürs Handy.  Meist kommt die Bestellung innerhalb weniger Tage, manches über Nacht – und meist gibt es nichts zu meckern. Wenn doch, hilft eine E-Mail, die innerhalb eines Tages, manchmal auch schon innerhalb weniger Stunden beantwortet wird. Ja, ich mag Amazon und ja, ich habe auch einen Kindle – bei dem mich immer noch fasziniert, wie schnell ich das gewünschte Buch lesebereit habe.

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben?

Warum kaufe ich bei Amazon? Einem Internetriesen, der gerade dabei ist, seine Macht auszuspielen, Verlage und Autoren bei der Suche und den Vorbestellungen zu benachteiligen und der nicht unbedingt ein vorbildlicher Arbeitgeber ist? Aber woher weiß ich, wie der örtliche Buchhändler seine Mitarbeiter behandelt, wie die Verträge zwischen Autoren und Verlagen ausgehandelt werden und wer dabei wen über den Tisch zieht oder auch nicht? Als Kunde kann ich das nicht nachvollziehen – muss ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben? Muss ich mich schuldig fühlen, wenn ich den Service von Amazon gut finde und deshalb weiter dort einkaufe?

Ist es nicht einfach so, dass Amazon ziemlich viel ziemlich richtig macht? Angefangen von der übersichtlichen und leichten Kaufabwicklung über die „Empfehlungen-für-Sie“-Links, dem  Auto-Rip-Service (der Lieder der gekauften CDs automatisch in die Cloud hochlädt) bis hin zu der Möglichkeit, E-Books selber zu schreiben und sie weltweit anzubieten. Freilich: es gibt immer noch gute Buchhandlungen, die nicht zuletzt auch dank der Buchpreisbindung und des guten Vertriebswegs Bücher schnell, zuverlässig und zu einem festen Preis bestellen können – das Erlebnis, neue Bücher anzuschauen und durchzublättern gibt’s gratis dazu, genauso wie die Möglichkeit, sich auf der jeweiligen Internetseite umzuschauen und dort zu bestellen.

Letztlich entscheidet der Kunde

Seit Amazon seinen Prime Service umgestellt, den Preis dafür verdoppelt hat und mir – weil Android- und Linux-Nutzerin – es nicht ohne Weiteres ermöglicht, die Videos anzuschauen, mache ich das, was jeder unzufriedene Kunde macht: ich schaue mich nach Alternativen um. Das Gleiche gilt für Bücher, die aus welchen Gründen auch immer nicht bei Amazon gelistet sind oder für Hörbucher. Die Aldiko-Reader-App hab ich schon länger auf meinem Tablet installiert. Amazon mag im Bereich des Online-Handels eine marktbeherrschende Stellung haben. Ähnlich wie sie Microsoft bei den Betriebssystemen hat – jedenfalls wenn man sieht wie viele Rechner nach wie vor mit einer Windows-Version und dem entsprechenden Office-Paket verkauft und eingesetzt werden. Hier wie da gibt es Alternativen. Letztlich aber entscheidet der Kunde, ganz ohne offene Briefe und Petitionen.

 

A quick look at „We Are Colony“

Oh, here you are again. The friendly but unforgiving hint „This film is not available in your country“. This time I’m not able to watch „Third Star“ on the brand new platform  „We Are Colony„.  A side dedicated to independent film makers and their fans, eager to get not only the film as a whole but also more stuff you only get as extras on DVDs or Blu rays from one single place.

Laughing and crying

In the case of  my beloved „Third Star“ I wrote about  a while ago on and which I re watch on a regular basis I have the DVD which doesnwww.wearecolony.com’t contain many extras. So I was really curious to learn more about behind the scene stuff and dive into gorgeous pics from Benedict Cumberbatch who plays James. And I was not disappointed. There are deleted scenes that somehow didn’t make the final cut, pics from behind the scene, stills and interviews with the cast. Material to fill hours watching, re watching and in the case of „Third Star“ laughing and crying.

The platform works like other streaming services: after you have received your invitation – which in my case took about  a day to reach my inbox – you are allowed to have a first free look around before you’ll hit a paywall. This paywall works for each film, which means you have to pay 1,99 Euro (the price and currency depends on your country) for the „Third Star“ package for example. Even if given the fact that – in my case – the film itself is not available it’s more than a fair price in exchange for what you get. And you are supporting independent films.

Another film starring Benedict Cumberbatch is „Little Favour“ . The action thriller was originally crowdfunded by fans and was so far only available on iTunes also made it to „We are Colony“.  The short film comes with a huge amount of extras  for 3,99 Euro only which again is very little money.

„We Are Colony“ has a friendly design which works very smoothly on my Ubuntu driven laptop and my Nexus 7 tablet. Would love to stream the films to my Google Chromecast and enjoy the stuff on my telly in the future.

 

Sonos holt die Musik aus der Wolke

Spätestens seit mich Google Music All Inclusive erreicht hat, langweilt sich meine gute alte Anlage noch mehr als sonst. Denn was zunächst etwas unheimlich erscheint und mich ständig an Captain Jean-Luc Picard erinnert, der zur Entspannung klassische Musik in voller Lautstärke hört und dafür lediglich mit dem allwissenden Bordcomputer sprechen muss, wird allmählich Realität. Und ist außerdem noch ziemlich praktisch.

Kein nerviges Suchen mehr nach der bestimmten CD, die ich unbedingt jetzt hören muss und von der ich glaubte, dass sie hübsch ordentlich an dem Platz steht, an dem sie eigentlich immer steht. Tippen, Wischen, und schon kann ich das hören, was ich gerade hören will. Zumindest über Kopfhörer oder über die Lautsprecher meines N4 oder N7 und jedenfalls das, was Google Music hat oder was ich hochgeladen habe. Dumm nur, dass es mir manchmal ziemlich auf den Geist geht, dass die Musik nicht den Raum flutet. Freilich könnte ich sie via Google Chromecast über die Lautsprecher des Fernsehers beamen. Aber das finde ich zum einen umständlich, zum anderen will ich ja Musik hören und nicht fernsehen. Zwar ist meine Anlage mit dem Fernseher verbunden, so dass ich, um beim Beispiel oben zu bleiben, die Enterprise durchs Wohnzimmer fliegen lassen kann. Leider ist mein Sony-Receiver aber nicht mehr der Jüngste und hat mit Kontaktschwierigkeiten zu kämpfen, die dazu führen, dass schon mal eine der beiden Boxen nicht funktioniert.

Einfache Installation

Da kam mir die Ankündigung gerade recht, dass die Sonos-App ab sofort Google Music unterstützen würde. Nach einigem Überlegen, Lesen und Suchen habe ich mich für die sogenannte Bridge und den Sonos Play entschieden. Die Bridge ist nötig, wenn man die eigentlichen Lautsprecher, in meinem Fall also den Sonos Play, nicht direkt an den Router anschließen kann. Das kleine unscheinbare Teil wird mit Hilfe des mitgelieferten und angenehm langen Kabels an den Router angeschlossen und bekommt auch noch eine eigene Stromversorgung. Die kriegt auch der Sonos Play, der im Wohnzimmer steht und für seine Größe recht schwer ist. Auch hier: das benötigte Kabel ist ausreichend lang und kommt zusammen mit einer recht kurzen Anleitung. Die ist aber meiner Ansicht nach völlig ausreichend, denn die Installation ist wirklich so einfach wie dort beschrieben und im Werbevideo gezeigt wird. Außerdem braucht man noch die App, die man sich aus dem Google Play Store aufs Handy oder Tablet holt, die dann die Steuerung übernimmt. Beim Einrichten folgt man den Anweisungen.

Anschließend kann man sich aussuchen, welche Musik man hören und auf welche Quellen man dafür zugreifen möchte. Standardmäßig bietet die App unter anderem wie schon erwähnt Google Music an, aber auch Spotify, TuneIn-Radio, Last.fm, Amazon Cloud Player oder Deezer. Außerdem erkennt die App auch, welche Musik auf dem Gerät gespeichert ist. Die Google Music App erkennt ihrerseits den Sonos, der sich unter dem Chromecast-Symbol versteckt – praktisch für Menschen wie mich, die sich an eine App und ihr Verhalten gewöhnt haben. Die Sonos-App synchronisiert sich über verschiedene Geräte hinweg, so dass man beispielsweise auf Favoriten-Listen von jedem Gerät aus zugreifen kann, auf dem die App installiert ist, unabhängig davon, welches Gerät gerade als Fernbedienung verwendet wird.

Fazit nach den ersten Wochen: Das Abspielen funktioniert problemlos und ohne Aussetzer, egal welche Quelle man wählt und wie oft und wie schnell man zwischen ihnen wechselt. Lediglich beim Starten der jeweiligen App gibt es leichte Verzögerungen. Zur Qualität kann ich wenig sagen. Für meine Ohren klingt der Sonos Play klar, brillant und raumfüllend –  nur aufs Wort folgt er noch nicht, aber das kann ja noch kommen.

Ubuntu 14.04 ist da – und nichts passiert

Vor zwei Tagen war es soweit: die neue Ubuntu Version meldete sich über die Aktualisierungsverwaltung an – wie üblich nicht penetrant, sondern freundlich und auch bereit, erst einmal zu warten bis zur Installation.

Aktualisiert habe ich dann aber gleich anschließend, nicht ohne das Notebook (ein Thinkpad X1)an die Steckdose anzustöpseln und nach ein paar bestätigenden Klicks erst mal in Ruhe zu lassen. Nach ungefähr einer Stunde, inklusive einem Neustart, hat sich 14.04 materialisiert.

So unspektakulär wie die Installation ist seither auch das Verhalten: unauffällig, gefühlt etwas schneller reagierend und: es gibt nichts zu kritisieren, einfach, weil alles weiterhin funktioniert.

Ubuntu 14.04 meldet sich an. Screenshot: pb

Alles Wichtige zur neuen Version und zu den anderen für manche älteren Rechner besser geeigneten gibt es hier http://wiki.ubuntuusers.de/Trusty_Tahr

 

Google Play Musik

 – mit Google Play Music All-Inclusive

Quelle: Google

Der Name ist ziemlich sperrig – so sperrig, dass man erst mal überlegen muss, ob man ihn richtig geschrieben hat oder wie man ihn sinnvoll abkürzen kann. Dass Google Play Music All-Inclusive seit dem  Nikolaustag in Deutschland  verfügbar ist, war eine Überraschung, bei der Google ohne irgendwelche Ankündigungen ausgekommen ist. Via Google Plus und Twitter verkündete unter anderem +Stefan Keuchel  „Der Nikolaus hat Euch etwas tolles in den virtuellen Stiefel gelegt.“

Und auch wenn es das übliche Gemeckere gab, weshalb denn der Dienst nach der Einführungsphase nicht kostenlos sei, weshalb man nicht in Euro bezahlen könne und weshalb die Auswahl an Hörbüchern so klein sei – mein erster Eindruck: Googles Streamingdienst ist eine feine Sache.

Alles anhören, egal womit

Nach der Registrierung, die bei mir ohne Probleme funktionierte, hat man Zugriff auf eine schier unübersichtliche Auswahl an Musikstücken unterschiedlichster Richtungen, Google sagt, es seien Millionen. Das heißt, man kann alle Lieder, die bei Google Play Music verfügbar sind, anhören, unabhängig davon, ob man ein iPhone, einen Androiden hat oder ob man am Rechner sitzt und die Musik dort anhören möchte. Man kann gezielt nach Interpreten oder Musikrichtungen suchen, oder sich etwas vorschlagen lassen. Vorschläge, die auf den Liedern beruhen, die man bisher angehört hat und in „Radiosendern“ zusammengefasst werden. Denn „Radio“ meint in diesem Fall eben nicht, das klassische Radioprogramm, das von einem Sender ausgestrahlt wird, und das man lediglich durch Ein- oder Ausschalten beeinflussen kann. Unter dem Begriff werden Lieder gesammelt, die einem bestimmten Geschmack entsprechen, also beispielsweise Klassik oder Pop und die auf dem beruhen, was man gesucht oder angehört hat. Das Anhören kann man jederzeit unterbrechen oder beliebig viele Lieder überspringen.

Alles an einem Ort

Fazit: Googles Streamingdienst tut das, was er soll: Musik per Klick dort verfügbar zu machen, wo Nutzer eines Google-Accounts ohnehin schon sind und wo sie ihre Musik gespeichert haben. Praktisch, weil man sich nicht erst überlegen muss, wo man welches Stück gespeichert hat, praktisch weil gekaufte Stücke sofort auf jedem synchronisierten Gerät zur Verfügung steht. Zum Testen gibt’s den Dienst 30 Tage kostenlos, danach werden 7,99 Euro pro Monat fällig. Ab dem 15. Januar kostet der Dienst 9,99 Euro pro Monat – wer jetzt einsteigt, zahlt aber auch nach der Testphase 7,99 Euro, vorausgesetzt, man kündigt nicht zum 5. Januar 2014.
Ob sich der Dienst gegen etablierte Dienste wie Spotify durchsetzt, bleibt abzuwarten. Das Abo-Modell ist meiner Ansicht nach ein Ansatz, wie Nutzer in Zukunft leicht und schnell an ihre Inhalte kommen können – nicht nur an Musik.

Der erste Abend mit Google Chromecast

Wer Betriebsanleitungen hasst, der wird beim Google Chromecast erfreut lächeln. Denn das, was als Anleitung dem Stift beiliegt, der Internetinhalte auf den Fernsehbildschirm beamt, ist wenig mehr als ein paar dünne Zeilen. Doch mehr braucht es auch nicht, um das Helferchen in Betrieb zu nehmen. Voraussetzung ist eine Wlan-Verbindung und ein Fernseher, der zumindest einen HDMI-Eingang hat. Eine eigene Stromverbindung braucht der Google Chromecast nicht wenn der Fernseher einen USB-Eingang hat – zum Glück, denn im bei Amazon bestellten Päckchen kommt lediglich ein ausländisches Netzteil mit. Also: Chromecast in einen HDMI-Eingang (vorteilhaft, wenn man sich merkt, in welchen) und mit Hilfe des beiliegenden Kabels in den USB-Eingang gestöpselt – fertig. Weil es nicht schaden kann, den Wlan-Empfang zu verbessern, habe ich den ebenfalls beiliegenden HDMI-Extender eingesteckt.

Anschließend muss der Chromecast Kontakt mit dem Wlan aufnehmen. Das geschieht, indem man in seinen Fernseheinstellungen den Chromecast aufruft, ähnlich wie man beispielsweise zwischen einem Fernsehsender und dem Festplattenrekorder wechselt. Hat man den HDMI-Anschluss gefunden, in dem der Chromecast steckt, bekommt man dieses Setup-Bild mit der Aufforderung, auf die Setup-Seite zu gehen. Obacht! Diese Seite wird von einem Linux-Rechner nicht vollständig unterstützt, weshalb ich das Setup auf dem Nexus7 vervollständigt habe.

Set me up – die Aufforderung des Chromecast
ist unmissverständlich. 
Nicht unterstützt wird offenbar auch WindowsXP, sowie ältere OS und iOS-Versionen. Logisch, wenn man bedenkt, dass Google natürlich versucht, das eigene Ökosystem zu pushen – ärgerlich für die Nutzer.
Um das Setup abzuschließen und damit später das Nexus7 als Fernbedienung funktioniert und man Inhalte von dort auf den Fernseher schicken kann, benötigt man noch die Chromecast App aus dem Playstore. Mehr nicht.
Die ganze Installation ging so schnell, dass ich mich mehrmals gefragt habe, ob das denn schon alles gewesen sei. Offenbar ja. Denn sobald App und Chromecast Kontakt aufgenommen haben, bekommt man beispielsweise auf Youtube die Möglichkeit, das ausgewählte Video an den Fernseher zu schicken. Bei mehrmaligen Versuchen hat das durchweg reibungslos funktioniert ebenso wie das Streamen von bei Google Play geliehenen oder gekauften Filme. Bei deren Wiedergabe wird offenbar ein Teil der Daten an den Chromecast abgegeben, wenn ich einen kurzen Hinweis vor dem Starten des Films richtig verstanden habe. Bei der Wiedergabe waren nur wenige, sehr leichte Verzögerungen sichtbar, die das Ergebnis aber nicht beeinträchtigen.

Browserinhalte streamen

Etwas ruckeliger geht es dagegen zu, wenn man – dieses Mal vom Notebook aus – Browserinhalte auf den Fernsehen ansehen möchte. Dafür braucht man die Google Cast Erweiterung, die man  im Chrome Webstore findet und die nach der Installation im Chrome ganz rechts oben auftaucht. 
Die Erweiterung Google Cast (zweites Symbol von rechts)
schickt per Klick Inhalte des Broswerfensters an den Chromecast.

Jetzt muss man lediglich auf das Symbol klicken und der Inhalt des sichtbaren Tabs wird auf dem Fernseher angezeigt. Im Test funktionierte das Streamen beispielsweise von Inhalten der ZDF Mediathek ohne Probleme unter Windows7 und Linux Ubuntu. Dass das Setup vorher unter dem freien Betriebssystem nicht komplett war, hat auf das Nutzen dieser Erweiterung und der Kontaktaufnahmen mit dem Chromecast keinerlei Auswirkungen. Allerdings ist der Hinweis, bei der Beschreibung der Erweiterung, man benötige eine schnelle Hardware und eine gute Internetverbindung durchaus berechtigt: Wer Zeitverzögerungen beim Streamen auf dem Rechnern hat, wird sie nicht los, wenn er stattdessen den Browserinhalt zum Chromecast schickt. Anders als das Nexus7, darf der Rechner nicht in Standby gehen, weil sonst auch der Fernseher schwarz wird.

Ein erstes Fazit: Der Chromecast ist eine schnelle und einfache Möglichkeit, Inhalte auf dem Fernseher zu streamen. Die Bildqualität ist meiner Ansicht durchweg sehr gut, die Einrichtung einfach und schnell. Auf der Wunschliste stehen für mich: Inhalte auch vom Rechner aus komplett an den Chromecast abgeben und eine komplette Unterstützung des mobilen Google Chrome, so dass alle Inhalte gestreamt werden können.

[Update 19. März 2014: Heute hat Google in seinem Blog angekündigt, dass der Chromecast auch in Deutschland erhältlich sein wird. Leider muss man aber die BBC trotzdem noch am Laptop anschauen (Google nimmt im Blog scherzhaft auf die Fans Bezug, die die neuen Sherlock-Folgen am Notebook gestreamt haben), denn der britische Sender ist nach wie vor in Deutschland offiziell nicht erhältlich, ebensowenig der BBCiPlayer.
Immerhin gibt es jetzt aber eine ganze Reihe an Apps, die es unter anderem auch ermöglichen, eigene Inhalte an den Chromecast zu übergeben. Ich nutze neben der Chromcast App, AllCast, um Inhalte von meinem Nexus7 oder aus Google Drive zu streamen. Obacht! Diese App gibt es gratis, sie scheint aber wirklich nur zum Testen gedacht zu sein, weil sie zumindest bei mir nach wenigen Minuten die Übertragung unterbrochen hat. Wer auf die Premium-Version upgradet, hat dieses Problem nicht mehr und kommt in den Genuss einer störungsfreien Übertragung.
Wer gerne Serien streamen möchte, kann sich Watchever anschauen. Ich habe mir gerade die App installiert und nutze erst mal 30 Tage zum kostenlosen Testen. Im Gegensatz zum Amazon Streaming Dienst, unterstützt Watchever nicht nur Android, sondern auch den Chromecast. Während Amazon keinen Wert auf Linux-Nutzer legt (das Herunterladen von Musik aus der dortigen Cloud geht mit den Standardeinstellungen nur Liederweise, Video streamen gar nicht) und Android bisher auch nicht unterstützt.

Wichtige Augenblicke

Google+ mit neuen Funktionen

„A moment that matters“ – ein wichtiger Augenblick. Das Motto für die Google-Plus-Veranstaltung am Dienstagabend deutscher Zeit war bedeutungsschwer. Vielleicht zu schwer für die Technik, die kurz vor der angekündigten Zeit vor Ort versagte. Ein Stromausfall führte zu einer Verzögerung des Google Events von gut 30 Minuten, ein weiterer Fehler führte dazu, dass der Livestream in Deutschland geblockt war und nur über Unblocker wie beispielsweise Hola zu sehen war. Und für Ärger bei den Nutzern sorgte.

Stefan Keuchel entschuldigte sich auf Twitter.
Screenshot:pb

Dass es weder eine Vorstellung neuer Produkte (wie dem von vielen sehnlichst erwarteten Nexus 5 geben würde), war schon vorher klar. Schließlich waren „einige Updates für Google+“ angekündigt. Das soziale Netzwerk, das im Grunde viel mehr ist als das und noch nie als anderes Facebook angetreten war, hat nach den neuesten Angaben 540 Millionen Nutzer täglich. Von ihnen sind 300 Millionen im Stream aktiv und tun das, was sie am liebsten tun: Fotos hochladen. Wer +Vic Gundotra in seinen Kreisen hat, weiß, dass der Google-Plus-Chef ein leidenschaftlicher Fotograf ist, der seine Bilder gerne und oft teilt. Und mit dieser Leidenschaft war er auch bei diesem Event ein perfekter Botschafter für Google und die neuen Helferchen, die G+ bekommen wird und die unter anderem hier zusammengefasst sind. Darüber hinaus wird es auch neue Funktionen für Videos geben, die ähnlich wie Fotos bearbeitet werden können.

Hangout kann chatten und simsen

Wer weniger daran interessiert ist – so wie ich, die eine lausige Fotografin ist – wird sich darüber freuen, dass Hangouts nicht nur im Voraus planbar sein werden und dann eine entsprechende Seite ähnlich der bei Veranstaltungen bekommen werden. Die Handout-App integriert den Chat, kann Gifs darstellen, auf Wunsch den Standort auf der Karte mitteilen und die SMS-Funktion übernehmen – und könnte so eine App überflüssig machen.
Laut Ankündigung sollen die neuen Funktionen im Laufe der Woche verfügbar sein. Lediglich Auto-Effekte für Videos funktionieren nur auf Geräten mit Android 4.3 und höher (4.4. kommt!). Alle anderen werden auch von älteren Versionen unterstützt.

Das ist Google+ – auf drei Seiten. Screenshot:pb

Google ändert Nutzungsbedingungen und informiert vorbildlich

Normalerweise werkelt Google einfach so vor sich hin. Jedenfalls für den Nutzer. Solange die gewohnten Dienste wie die Suche, Gmail oder der Kalender erreichbar sind, besteht kein Grund zur Aufregung. Und im Gegensatz zu anderen kostenlosen Anbietern, bekommt man sehr selten Mails von Google.

Landet aber eine im Posteingang, dann ist die wichtig. Der Betreff „Aktualisierungen für Inhaber und Administratoren von Google+ Seiten“ klingt sperrig und lässt Schlimmes ahnen. Aber: die Mail ist zwar ausführlich, aber in einem verständlichen Deutsch verfasst – umständliche Formulierungen, die schlecht übersetzt sind, sucht man vergeblich.

Trockene Dinge, die wichtig sind

Folgt man einem der Links, kommt man auf der Seite, die Googles Nutzungsbedingungen erklärt und selbstkritisch einräumt, dass viele „von Ihnen eine Abneigung gegen Juristendeutsch haben“ weshalb Sie hier „eine leicht verständliche Zusammenfassung“ finden. „Wir wissen, dass diese Dinge etwas trocken sein können, aber wir sind der Ansicht, dass sie wichtig sind.“ So wichtig, dass beim Aufruf der Google-Startseite ein durchdringend blauer Balken oben auf die geänderten Nutzungsbedingungen hinweist und man als Google-Plus-Nutzer einen entsprechenden Hinweis in den Benachrichtigungen findet.

Freilich werden jetzt Kritiker sagen, dass der Suchmaschinengigant alles und jeden kontrollieren und aus jedem einzelnen Mausklick Geld herausholen möchte. Ja. Natürlich will Google Geld verdienen. So wie jedes andere Unternehmen auch. Aber man kann Google nicht vorwerfen, die Nutzer nicht rechtzeitig informiert zu haben – die Änderungen treten nämlich erst am 11. November in Kraft.

Einstellungen selbst aktivieren

Bis dahin ist also genügend Zeit, sich durch die entsprechenden Links zu klicken und eventuelle Änderungen vorzunehmen. Während man bei Facebook schon mal Überraschungen erlebt, weil sich gefühlsmäßig plötzlich Privatspähreneinstellungen ändern oder neue Ausnahmen hinzukommen und sofort aktiviert sind, muss der Google-Nutzer in aller Regel Einstellungen selbst aktivieren.

Wie im ersten Screenshot zu sehen, sind hier die Einstellung standardmäßig deaktiviert. Setzt man den Haken und speichert die Einstellungen, stellt Google das Profilbild des Nutzers zu einer Anzeige, die ein vorher empfohlenes Produkt bewirbt. Und: einmal gemachte Einstellungen können hinterher wieder geändert werden. Sie wirken sich auch nicht auf frühere Beiträge aus.

Der Screenshot unten zeigt wie sich im Gegensatz dazu eine Änderung in den Einstellungen bei Facebook auswirkt. Im schlechten Deutsch erfährt man, dass man einmal gemachte Änderungen nicht mit einem einfachen Klick zurücknehmen kann, sondern jeden Eintrag einzeln freigeben und beschränken muss.

Der gesetzte Haken bewirkt, dass Name und Profilbild eingeblendet werden. 
Facebook erlaubt es nicht, gemachte Änderungen zurückzunehmen. Screenshots:pb

Linux ist ein Anfang

Man könnte meinen, einen gut gemachten Thriller in mehreren Teilen zu verfolgen. Das, was wir fast täglich an Neuigkeiten rund um die Ausspähaktionen von NSA, dem britischen Geheimdienst GCHQ und wer weiß welche  Schlapphüte noch, erfahren ist ungeheuerlich. Genauso erschreckend ist aber auch die zumindest öffentlich kaum vorhandene Entrüstung über die Verletzung unserer Grundrechte.

Vermutlich liegt das daran, dass das Mitlesen, Auswerten und Archivieren unserer Kommunikation nicht wahrnehmbar ist. Schließlich schaut mir beim Tippen dieser Zeilen keiner über die Schulter. Jedenfalls nicht wirklich. Ob aber jeder Tastendruck mitgelesen werden kann? Und: was kann der ganz normale Internetnutzer tun? Denn er kann tatsächlich etwas tun, das aber ist mit mehr oder weniger großem Aufwand verbunden und auch mit etwas technischem Wissen.

Die NSA kann alles

Eine interessante Analyse hat Bruce Schneier in der britischen Zeitung The Guardian geschrieben, die hier zu finden ist und die Heise Online hier übersetzt und zusammengefasst hat. Wer sich mit Verschlüsselung näher befassen will, findet im Heise-Artikel auch weiterführende Links.
Die schlichte Wahrheit: Die NSA kann alles ausspähen, was sie will und was sie für wichtig hält.
Aber: man kann den Schnüffel-Spezialisten das Leben schwer machen, wenn man seine Daten verschlüsselt. Noch sicherer wäre es natürlich, gar nicht erst online zu gehen – aber wer das ernsthaft rät, ignoriert das wahre Leben. Wichtige Daten, wirklich wichtige Daten, gehören nicht in einen Cloudspeicher und sie gehören im Grunde nicht auf einen Rechner, der sich mit dem Internet verbindet. Außer – hier sind wir wenn nicht gleich bei der Verschlüsselungstechnik so doch bei Raffinessen – man hat seine Festplatte partitioniert, geht nicht mit Admin-Rechten ins Internet, surft im abgesicherten Modus, benutzt Nicht-Verfolgungs-Suchmaschinen und so weiter.

Interessant in diesem Zusammenhang ist aber neben Bruce Schneiers Aussagen „I understand that most of this is impossible for the typical internet user. Even I don’t use all these tools for most everything I am working on.“ („Ich verstehe, dass das Meiste von dem für den normalen Internetnutzer nicht in Frage kommt. Ich selbst nutze nicht alle diese Werkzeuge für alles, woran ich gerade arbeite.“/ Übersetzung: pb) noch etwas anderes:
„And I’m still primarily on Windows, unfortunately, Linux would be safer.“ („Und ich arbeite meist unter Windows, unglücklicherweise. Linux wäre viel sicherer.“/ Übersetzung: pb)

Windows XP stirbt

Weil Linux nicht nur sicherer ist, sondern mittlerweile auch Distributionen hat, die es für Windows-Umsteiger leichter macht, sich zurechtzufinden, gibt es eigentlich keine Ausrede mehr, es nicht mal zu versuchen.
Ein weiterer Anreiz fürs Umsteigen ist das Lebensende von Windows XP – ab April 2014 wird es nicht mehr mit Updates versorgt werden, obwohl es sicherlich noch auf zahlreichen privaten Rechnern läuft. Genügend Zeit also, sich mit Alternativen anzufreunden.

Das Bild ist ein Wallpaper und auf wallbase.cc zu finden.
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