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Schlagwort: Der Ruf des Kuckucks

Bücher für Weihnachten 2017

Jawoll, es ist wieder soweit. Weihnachten ist nicht mehr weit – spätestens wenn diverse Märkte öffnen und die Straßen wieder in mehr oder weniger kitschiger Beleuchtung erstrahlen, wird es Zeit, sich über Geschenke Gedanken zu machen. Wer selber gern und viel liest, für den liegt es durchaus nahe ein Buch zu verschenken, auch wenn das für manche einfallslos sein mag.
Für die, die ein Buch verschenken möchte, hier meine Empfehlungen:

Für Fantasyleser:
Matt Haig: Ich und die Menschen, dtv, 9,95 Euro.
Ich habe die E-Book-Version auf einer langen Zugfahrt gelesen und habe mich selten so gut unterhalten gefühlt. Der Mathematikprofessor Andrew Martin wird nachts nackt aufgegriffen, als er an der Autobahn entlang wandert. Wie sich herausstellt, hat ein Außerirdischer von ihm Besitz ergriffen, der fasziniert ist von dem Leben dieser merkwürdigen Spezies.

Für Bücherliebhaber:
Charlie Lovett: Das Buch der Fälscher, Insel, 9,99 Euro.
Der deutsche Titel mag etwas am Original “The Bookman’s Tale” vorbeigehen und die Geschichte zu sehr auf ein Manuskript zuspitzen, das handschriftliche Notizen von William Shakespeare enthalten soll und beweisen könnte, dass es den großen englischen Autoren tatsächlich gegeben hat. Denn es geht vor allem um den Buchhändler Patrick Byerly, der den Tod seiner geliebten Frau verkraften muss und sich deshalb in die walisische Provinz zurückzieht.

Für Fans von Downton Abbey:
Julian Fellowes: Belgravia, Penguin, 10 Euro.
Zugegeben: ohne den Hinweis “Vom Autor der Serie Downton Abbey” hätte ich das englische Taschenbuch in der Buchhandlung nicht in die Hand genommen. So aber habe ich es gekauft und ein paar wunderbare Stunden verbracht im London des 19. Jahrhunderts, in dem es noch Dienstboten gab, alten Hochadel und Neureiche. Und wo natürlich die Liebe so manchem Standesdünkel entgegen steht.

Für Krimifans:
Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks, Blanvalet, 9,99 Euro.
Der erste Fall für den Privatdetektiv Cormoran Strike, der versucht, herauszufinden, ob der Balkonsturz eines Models ein Unfall oder Mord war und der gleichzeitig sein Leben neu ordnen muss.  “The Cuckoo’s Calling”, das ich dank dem Tipp einer englischen Freundin gelesen und kaum weglegen konnte, ist der Auftakt einer vorerst dreiteiligen Reihe von Joanne K. Rowling, die gerade am vierten Band schreibt. Kürzlich lief die Verfilmung auf BBC One mit Tom Burke in der Hauptrolle.

Sherlock: “The Essential Arthur Conan Doyle”, selected and introduced by Mark Gatiss and Steven Moffat, Volume One, BBC-Books ca. 8 Euro.
Fans der BBC-Serie “Sherlock” wissen, dass die viele Zitate aus den Geschichten und Sherlock-Holmes-Erfinders Sir Arthur Conan Doyle enthält.  Ein Sherlock-Fan wird sich über dieses Buch freuen,  zumal Sherlock das Titelbild ziert. Für einen Fan, der lieber auf Deutsch liest, sind die Ausgaben bei Insel ein gutes Geschenk.

Für Entdecker:
Klaus Cäsar Zehrer: Das Genie, Diogenes, 25 Euro:
Billy ist ein Junge, der begierig alles Wissen aufsaugt, das ihm begegnet. Die Titelfigur wird jüngster Harvard-Student, auch weil er von seinen Eltern gezielt gefördert wurde. Die 644 Seiten lange Geschichte  beruht auf wahren Begebenheiten und ist ideal für lange Lesetage.

 

Bücher für den Sommer

Wenn der Jahresurlaub naht, überlegen sich auch Wenigleser, welche Bücher sie mit in den Urlaub nehmen wollen. Und auch wenn mittlerweile diverse Lese-Apps die von Werbemenschen gern zitierte Bibliothek in die Hosentasche befördern, so nehmen doch viele lieber das günstigere Buch mit an den Strand statt das teure Tablet. Wahlweise (und wegen der leichteren Lesbarkeit im hellen Sonnenlicht) gerne auch einen E-Reader wie den Tolino). Was also lesen? Vielleicht eines dieser Bücher:

Berührend
Ian McEwan: The Child in Time (deutsch: Ein Kind zur Zeit, Diogenes, 12 Euro): Stephen und Julie führen ein perfektes Leben bis die dreijährige Tochter Kate beim Einkaufen im Supermarkt plötzlich verschwindet. Der Alptraum aller Eltern und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für ihr weiteres Leben erzählt Ian McEwan mit viel Gefühl, aber ohne sentimentalen Kitsch. Mein ausführlicher Buchtipp steht hier.

Spannend
Robert Galbraith: The Cuckoo’s Calling (Der Ruf des Kuckucks, Blanvalet, 9,99 Euro): Der Privatdetektiv Cormoran Strike  beschäftigt sich mit dem tragischen Tod des berühmten Models Lula Landry, das von seinem Balkon im Londoner Mayfair in den Tod stürzt. Und damit, dass er sich eigentlich keine Sekretärin leisten kann. “Der Ruf des Kuckucks” ist der erste Band einer vorerst dreiteiligen Krimireihe, auf die ich schon mal hingewiesen habe.

Rosa
Martin Suter: Elefant (Diogenes, 24 Euro): Ein kleiner rosa Elefant tritt plötzlich in das Leben des Obdachlosen Schoch – und der Leser muss herausfinden, ob das kleine Wesen echt ist oder nur eine Rauschfantasie. Mehr zum Buch steht hier.

Ein Klassiker:
Stefan Zweig: Die großen Erzählungen (dtv, 9,90): Wer den Schriftsteller Stefan Zweig schon immer mal entdecken wollte oder schon lange nicht mehr gelesen hat, sollte zu dieser Ausgabe greifen, die unter anderem auch  “Die Schachnovelle” enthält und über die ich hier etwas ausführlicher geschrieben habe.

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