diebedra.de

Bücher, Filme, Technik und Benedict Cumberbatch – auf Deutsch and in English

Schlagwort: London (Seite 1 von 2)

Angelesen: Ben Aaronovitch: Geister auf der Metropolitan Line

London, Verbrechen, ein Bobby – und etwas Magie, das ist der Stoff, aus dem die Romane von Ben Aaronovitch sind. Im mittlerweile siebten Band “Geister auf der Metropolitan Line” muss sich Constable Peter Grant mit Geistern beschäftigen, die in der Londoner Tube ihr Unwesen treiben. Nur gut, dass Grant auch Zauberlehrling ist. Seine Polizeiuniform verhilft ihm darüberhinaus auch zur Rushhour zu etwas mehr Bewegungsfreiheit, vielleicht weil die Pendler meinen, es bringe Unglück, einen Polizisten zu berühren? Wer eine Mischung aus Krimi und Fantasy, gewürzt mit dem Flair der britischen Hauptstadt mag, der wird  diese Geschichte um Peter Grant lieben. Wer den Kriminalisten noch nicht kennengelernt hat, sollte aber besser mit dem ersten Band der Reihe beginnen.

 

Ben Aaronovitch: Geister auf der Metropolitan Line, dtv, 8,95 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Von der South Bank aus den Blick genießen

Von Sehenswürdigkeiten, die man gesehen haben muss bis hin zu Gegenden, die man als Neuling eher nicht auf der Liste hat, hat Ralf Nestmeyer für jeden London-Touristen Tipps bereit.

London ist zu groß und faszinierend, um sich die Stadt in einem Tag zu erschließen. Welche Tipps haben Sie aber dennoch für jemanden, der zum ersten Mal und nur für 24 Stunden in London ist?
Das ist keine leichte Frage. Ich würde vorschlagen, einen Spaziergang am Südufer der Themse zu unternehmen. Die South Bank genoss lange Zeit einen eher schlechten Ruf. Hier standen die lasterhaften Theater, an denen heute noch der Nachbau des Shakespeares Globe Theater erinnert, in den Schenken und auf den Straßen warteten die Prostituierten auf Kundschaft. Auch städtebaulich ist das Südufer lange Zeit vernachlässigt worden, erst durch die Tate Gallery of Modern Art oder den Bau des gläsernen Shard-Wolkenkratzer wurde das kleinbürgerliche Südufer aufgewertet. Zudem hat man der South Bank einen wunderbaren Blick auf die City, St. Paul’s Cathedral und die Londoner Skyline. Madame Tussaud ist hingegen überbewertet, da lässt sich der Eintrittspreis besser in ein leckeres Menüs investieren.

Wer regelmäßig kommt, hat immer noch nicht alles gesehen – was empfehlen Sie dem erfahrenen London-Touristen?
Das Geffrye Museum in Shoreditch beispielsweise. Untergebracht in einem 1714 errichteten Armenhaus samt modernem Erweiterungsbau, führt das Museum den Wandel der bürgerlichen Wohnkultur von der elisabethanischen Zeit bis in die Gegenwart vor Augen. Holzgetäfeltes neben innovativem Design. Nur wenige kennen auch das in einem georgianischen Zuckerspeicher in Greenwich gelegene Museum of Docklands. Es erinnert eindrucksvoll, dass die Themse jahrtausendelang die wichtigste Lebensader der Stadt war. Vom Alltag der Dockarbeiter bis zur Sklaverei spannt sich der Bogen der faszinierenden Dauerausstellung. Zuletzt noch ein Spaziergang durch Hampstead Heath, eine riesige Grünanlage mit Weihern, Grashügeln und kleinem Wald, selbst drei Badeseen gibt es. Man will es gar nicht glauben, wie ländlich London sein kann. Von dort ist es nur ein Katzensprung zum Highgate Cemetery. Die alten Steingrabmäler sind mit Efeu und Farnen überzogen, dazwischen schlängeln sich schmale Pfade hindurch. Immer wieder stößt man auf beeindruckende Mausoleen und Katakomben. Auch das monumentale Grabmal von Karl Marx findet man hier.

Jeder Stadtteil hat sein typisches Flair – welcher ist Ihr Favorit?
Ich mag das East End. Jack the Ripper treibt schon lange nicht mehr sein Unwesen. Im Gegenteil: Das East End erlebt derzeit einen tiefen Wandel, zusammen mit den angrenzenden Stadtteilen Shoreditch und Hoxton gilt es als eines der beliebtesten Londoner Szeneviertel. Es gibt noch immer alte Fabrikhallen, verwilderte Grundstücke, viel Graffiti und den Brick Lane Market, aber auch die Gentrifizierung ist in vollem Gange. Fast wöchentlich eröffnen neue Clubs und coole Bars. Dies führt allerdings dazu, dass durch die hohen Mietpreise die alten Geschäfte und die zumeist aus Bangladesch stammenden Immigranten verdrängt werden.

Der eine London-Fan besucht immer Borough Market, der andere die Tower Bridge oder – wie ich – die Houses of Parliament mit dem Elisabeth-Tower. Was ist Ihre Lieblingsort oder Lieblingssehenswürdigkeit, die Sie jedes Mal besuchen, wenn Sie in London sind?
Witzig. Der Borough Market gehört auch zu meinem Pflichtprogramm. Außerdem gehe ich jedes Mal in den auf Reiseliteratur spezialisierten Daunt Bookshop sowie in Europas größte Buchhandlung: Waterstones am Piccadilly Circus. Bei jeder Recherche schaue ich auch im Churchill Arms vorbei. Das Churchill sieht von außen aus wie ein ganz gewöhnliches Pub, doch wird im grün bepflanzten Hinterzimmer (wie auch im Pub) überraschenderweise eine hervorragende Thaiküche zu günstigen Preisen serviert. Und selbst wer nur Pub-Atmosphäre schnuppern will, wird nicht enttäuscht sein, der Laden ist abends immer voll.

 

Ralf Nest­mey­er ist His­to­ri­ker und lebt seit 1995 als frei­er Autor in Nürn­berg. Vom ihm ist unter anderem der Reiseführer London im Michael-Müller-Verlag erschienen.  Wer mag, kann den Reiseführer über diesen Partnerlink direkt beim Verlag bestellen.

Süddeutsche Zeitung Edition: London und Südengland

Wer mit dem London Bug infiziert wurde, der muss immer wieder kommen in die Stadt, die gleichzeitig uralt und hypermodern ist. Und natürlich gibt es über die britische Hauptstadt Bibliotheken voller Bücher, unter ihnen ungezählte Reiseführer, von denen praktisch jeder seinen Favoriten hat, zu dem oder dessen Verlag er immer wieder greift.

Einen eher ungewöhnlichen Ansatz nehmen die beiden Bücher über London und Südengland aus der Edition der Süddeutschen Zeitung, die jeweils “Ein perfektes Wochenende” bzw. “Eine perfekte Woche” versprechen. Denn es geht hier weniger darum, eine Stadt wie London oder das nicht allzu weit entfernte Südengland neu zu entdecken und die typischen touristischen Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Beide Bücher  – man scheut sich Reiseführer zu schreiben – sind eher gedacht für Reisende, die nicht zum ersten Mal hier sind oder die das besondere suchen. Schließlich sind die Hotels, Restaurants oder Cafés nicht gerade günstig und alles andere als Hostels und Fast-Food-Shops. Dementsprechend sind die Bücher zwar Taschenbücher, aber so stabil und hochwertig aufgemacht, dass man sich scheut, sie ins Reisegepäck zu packen.

Wer einen “echten” Reiseführer sucht, wird von diesen beiden Bänden enttäuscht sein; wer aber auf der Suche nach Ungewöhnlichem ist (oder gerne zuhause der Vorfreude auf den nächsten Trip frönt), wird hier fündig.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

 

 

Ein perfektes Wochenende in London, 9,90 Euro
Eine perfekte Woche in Südengland, 16,90 Euro, jeweils Süddeutsche Zeitung Edition.

Beide Bücher wurden mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Annette Dittert: London Calling

Ach, London! Diese wunderbare, laute, dreckige und wunderschöne Stadt, die sich seit 2000 Jahren immer wieder neu erfindet – und die für viele die  Stadt überhaupt ist. Sie hat es Anne Dittert angetan. So sehr, dass die ARD-Korrespondentin beschlossen hat, sich dort niederzulassen, genauer gesagt auf einem dieser bunten Hausboote, die Little Venice seinen ganz eigenen Charme verleihen und die mindestens so exzentrisch sind wie man sich Einheimische vorstellt.

“London ist ein Zuhause geworden. Eine Stadt, in der ich seit fast zehn Jahren lebe. Länger bin ich noch nie an einem Ort gewesen.”

In ihrem Buch “London Calling. Als Deutsche auf der Brexit-Insel” zeigt Annette Dittert ihrem  Leser, weshalb sie sich in die britische Hauptstadt verliebt hat. Das liegt nicht nur an der Kulisse, die jeder aus dem Fernsehen oder aus dem Urlaub kennt. Es sind die Menschen und ihre unaufgeregte Art mit einem leckenden Hausboot genauso pragmatisch umzugehen wie mit einem überraschend einsetzenden Regen oder dem berühmten Nebel. Einige von ihnen stellt Annette Dittert mit der nötigen Distanz, aber auch mit der  Liebenswürdigkeit vor, die einem in London in der Tube genauso begegnen kann wie an der Theke des Schnellrestaurants, an der man seinen Kaffee in Empfang nimmt. Die Entschuldigungen, die die Wahl-Londonerin ob des Brexit-Referendums im Zug entgegenschlagen, sind genauso typisch wie der Blumenstrauß, den sie nach ihrer Rückkehr auf ihrem Hausboot vorfindet. Selbstverständlich gibt sich keiner der Nachbarn als Urheber zu erkennen.

Neben den Menschen ist es natürlich auch die Stadt selber, die in den Beschreibungen ihren Charme entfaltet – und so ganz nebenbei die ein oder andere Besichtigungstour abseits der üblichen Touristenpfade bereithält. Und so ist das Buch eine Liebeserklärung an London, die Fans der Hauptstadt nachvollziehen können.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

 

Annette Dittert: London Calling. Als Deutsche auf der Brexit-Insel. Hoffmann und Campe, 20 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Reiseführertipp: MM-City London

London ist so vielfältig und unerschöpflich wie die Zahl der erhältlichen Reiseführer, die scheinbar jede einzelne Ecke der Weltstadt an der Themse in ihre Bestandteile zerlegen und jedes Besucherbedürfnis befriedigen.  Wer ein handliches Buch sucht, das sich sowohl fürs Planen der Reise als auch für ein Schwelgen in Erinnerungen eignet (einen darauf hinweist, was man noch nicht gesehen hat und man demzufolge unbedingt bald wieder hin muss), der sollte dem “MM-City London” von Ralf Nestmeyer eine Chance geben. Er bietet nicht nur insgesamt 18 Tourenvorschläge, mit deren Hilfe man Londons Stadtteile erlaufen kann und quasi im Vorbeigehen einiges über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erfährt. Man findet auch Hinweise darauf, wo man was essen oder einkaufen kann und wann welche Museen geöffnet haben. Dazu gibt es für den schnellen Überblick jeweils eine Karte, auf der der Tourenverlauf eingezeichnet ist. Zusätzlich hat der Reiseführer aber auch einen großen Stadtplan und eine Streckenkarte der Tube zum Herausnehmen.  Mit Hilfe von Verweisen innerhalb der Tourenbeschreibungen findet man sich leicht zurecht und kann die Ausgangspunkte der Erkundungstouren beispielsweise anhand von Tube-Haltestellen planen.

Oyster-Card und Stromadapter

Zusätzlich bietet Nestmeyer eine Fülle von nützlichen Informationen, die nicht nur für den ersten Londonbesuch hilfreich sind. Das reicht beispielsweise vom Tipp, eine Oyster-Karte für den Nahverkehr zu kaufen (was man auch vor Reiseantritt machen kann), sich einen kostenlosen Tube-Übersichtsplan an einer Station zu holen, über Hinweise zu Zimmerbezeichnungen für die Buchung (Double oder Twin beds) und Hoteltipps bis zur Erinnerung daran, dass man mindestens einen Stromadapter braucht, um Smartphone und Kamera an den britischen Zweistiftsteckdosen aufzuladen (und man auf den kleinen Schalter achten soll, der so eingestellt sein muss, dass ein roter Punkt sichtbar ist, damit Strom fließt).

Fazit: Der neu überarbeitete London-Führer ist absolut empfehlenswert. Zwar hat diese Neuauflage im Gegensatz zu einem seiner Vorgänger jetzt auch eine Web-App, die man über einen QR-Code laden kann und so schnell Zugriff auf Online-Karten erhält, die mit denen im Buch korrespondieren. Allerdings reicht das Buch meiner Ansicht nach vollkommen aus, vor allem wenn man wie ich ohnehin gerne über Google Maps navigiert.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Ralf Nestmeyer: London, Michael-Müller-Verlag, 16,90 Euro, Neuauflage 2017. Wer mag, kann das Buch über diesen Partnerlink direkt beim Verlag bestellen.

Der Reiseführer wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Mehr von mir über London gibt es hier

Sherlocked reloaded

Every once in a while, Sherlock fans leave their usual surroundings (which some strongly believe is the internet) to come together and chat about their favourite show in real life. A perfect date is the Sherlock convention – Sherlocked – that took place again in London’s Excel from 23rd to 25th September 2016. After Benedict Cumberbatch was announced only four days before the event, I decided to change my plans and attended Sherlocked for Saturday and Sunday.

I soon realised that it was the right thing to do because I wanted to get more of the talks, due to a very busy schedule last year I missed a few I was very interested in. So this time, I had a very relaxed Saturday, switched between main and second stage, listened to Una Stubbs, Wanda Ventham and Timothy Carlton, got lots of insights into the work of Arwel Wyn Jones, chatted with Michael Price and David Arnold – all of them were very lovely, kind and funny. Sunday was Benedict’s day, although I didn’t get a personal photo shoot with him, I was very happy walking into the Victorian set of 221B Baker Street where he was already sitting in Sherlock’s chair. Don’t know if it was because of the my tee (I wore one with “Proud member of Cumbercollective” written on it – you can find similar ones on Redbubble) but Benedict smiled and seemed very happy to be around. “How are you?” he asked in his familiar voice. “Where are you from?” (Sorry, didn’t answer because I realised the question ages later) – the few minutes it took the photographer to take my pic were over. But I managed to say “Thank you, have a lovely day and take care” while Benedict reached out to shake my hand. “Thank you. You too,” he smiled while I desperately tried not to fall over my own feet and find my way out of the set.  Later I learned that his agency took a behind the scene shoot and tweeted the picture. My Twitter ran mad.

Madness and magic

Madness is probable the expression people have in mind when they learn that fans are travelling from all over the world to meet  Team Sherlock. And maybe you can’t explain the very special atmosphere that hovers around in that huge halls where Sherlocked happens. Beside the fact that you can dive totally into a fictional world and forget all your real life problems, you find people not only with the same obsession. You find a very special bunch of people, friendly, funny, interested in lots of different things and always ready for a chat. People who established friendships over frontiers and continents because of Sherlock and thanks to the internet.  And I have to write that it is always something very precious stumbling into people who recognise me from my Twitter. It’s sort of magic that hopefully will never end.

 

 

Dear Letters Live

The Internet, 17th March 2016
1.15pm ish, CET

 

First an apology: I’m typing this letter to post it on my blog rather than grabbing my pen and a piece of paper. It’s not that I can’t write any more in a traditional way. But on the one hand it would be a bit tricky to upload a handwritten letter to my blog (and I admit it has to be on my blog for anyone to read and of course I want clicks in my statistics). On the other hand it’s quite comfy typing in a foreign language and relying on the spell checker to mark typos whereever they appear (thanks Internet).  Of course this won’t turn my writing into a perfect English text – so don’t be too harsh.

LettersLive

I have no idea when I learnt about Letters Live but when I stared at your event in 2015 I was jealous and envy because I wasn’t able to be there. You know, sometimes real life is a bit bitchy when it comes to a fixed schedule that can’t be changed. So I decided I had to be there the next time, whatever it would take. Given the fact that London isn’t just a taxi drive away, I planned holidays around the event as soon as I knew the dates and bought tix the moment they went on sale – and blamed myself for torturing my credit card without knowing a single performer for the weeks to come.  When it was clear that my adored actor and beloved human being Benedict Cumberbatch would be there (after all he is to blame for my interest in Letters Live and so much more), I knew that I might have a chance to see him live on stage again after having the privilege to attend two of his Hamlets last year.

Now, that Letters Live is over, there is nothing to complain about. What a unique experience this was.  What a homage to the written word, to letters that gave insight looks into private lives that otherwise would have been hidden from the public ear. I laughed and cried and felt myself at the right place at the right time, taking unforgettable moments back home.

Hope to catch you again next year.
See you – all the best & take care

IMG_20160317_125832

 

 

London and her tube

Honestly, there are lots of things that I find fascinating when it comes to London and I’m not sure where to start or to continue considering my previous blog entry . But what about London’s underground, the tube?  After all you may need it just at the beginning of your trip when you are heading to central London from one of the airports. Do yourself – and others – a favour and get yourself an oyster card. You can buy it at the airport or online when you are planning your trip and feel like a Londoner.  The card is rechargeable which will help you ease your London bug – the feeling to come back to the city. And recharging the card is very fast and easily done at lots of tube stations.

Have your oyster card ready

Make sure you have your oyster card at hand when approaching the entrance, so you just have to hold it on top of the yellow button and cause no delay. Remember: Londoners are busy, they normally are not on holiday as you are, so get out of their way and stand on the side when you need to check your way on your tube map. Hint: there are maps inside every station. Just make sure you know where you want to travel, head to the platform which fits your destination (south or eastbound for example) and: stand on the right when using the escalators! Londoners really do this no matter what and honestly it’s quite interesting looking around and reading ads while getting to your platform.

Once your train has arrived, do allow the passengers to get out of it before you get inside. All the passengers. Don’t stand directly in front of the door, nobody is able to leave if you silly tourist are blocking everything. And you will block everything especially when you have a suitcase or a large bag with you. Or both. Enter the train and really do move inside. Don’t block the doors by standing too near, try to find a place to stand quite comfy or get a seat. And: Mind the Gap!

 

Fascinating London

What is it that makes London so fascinating? I’m asking myself this question for quite a while now and I still don’t have an answer. Quite a while means for at least three years, about that time BBC’s “Sherlock” forced its way into my life, ready to stay and occupy it.

But this was only the beginning because it opened a door to new and different experiences that literally broadened my mind, still do and will probably never end. London of course is a part of that – not just because the city is always present in the stories as a lovely book points out. But because London is the background for films, books and all in all quite present in everyday’s life if you are not hiding under a rock 24/7. So when I finally visited London for the very first time last November it soon became quite clear that the city infected me with her bug forcing me to come back, several times this year.

A bug that is made out of those iconic buildings the Elizabeth tower – known as Big Ben – is just one of countless ones, though it’s the one for me, symbolizing London and Britain in a wonderful building that I have to look at on every visit. But of course London is much more. Especially the Londoners being polite and calm even when silly tourists like me are standing on the wrong side of elevators or squeezing themselves into trains with their baggage. And gosh –  they are helpful! No matter if I was standing at a chip and pin machine wondering how to throw money at it or in front of a tube map in a crowded station figuring out what platform to choose: a friendly “Can I help you?” or “You do know your way, do you?” is one of the things that I will always connect with London – hopefully in many more visits to come.

 

IMG_20151101_163206

My London bug: Big Ben. Photo: Petra Breunig

 

Hamlet und die Besserwisser

Besserwisser hat es schon immer gegeben. Daher ist es etwas unfair, sie mit Hamlet in einem Satz zu erwähnen. Noch dazu in der Überschrift. Aber es passt so schön – und ist natürlich nichts weiter als eine Google-Honig-ums-Maul-Schmiererei, um mehr Klicks auf diesen Blogeintrag zu bekommen.

Hamlet passt deshalb so gut, weil es vielleicht das bekannteste Stück William Shakespeares ist, und weil gerade Benedict Cumberbatch im Londoner Barbican Theatre nahezu täglich auf der Bühne steht. Genau das aber scheint für so manche Kulturexperten das Problem zu sein. Denn der britische Schauspieler, der durch seine Rolle in der BBC-Serie “Sherlock” auch bei uns bekannt wurde und zuletzt in “The Imitation Game” im Kino zu sehen war, hat Fans, die keine Kosten und Mühen scheuen, ihn zu sehen. Nun sollte es Beobachtern (oder sollte ich Außenstehenden schreiben?) egal sein, wofür man sein schwer verdientes Geld ausgibt. Und stundenlanges Anstehen für Karten oder am  Roten Teppich, um ein Autogramm zu bekommen, ist nicht jedermanns Sache. Aber sollte nicht jeder nach seiner Fasson selig werden, solange andere dabei nicht zu Schaden kommen?

Das erste Mal

Doch ganz offenbar ist das mit dem “zu Schaden kommen” so eine Sache. Denn noch bevor sich der Vorhang im Theater das erste Mal hob, gab es für kulturelle Besserwisser mehr als genug zu kritisieren: Sämtliche Tickets für alle Vorstellungen waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Und das nur, weil die Fans Benedict Cumberbatch sehen wollen. Diese Fans können sich nicht benehmen. Sie schreien, sie freuen sich und brechen schon mal in Tränen aus, wenn ihr Idol lächelt oder gar mit ihnen redet. Schlimmer noch: sie haben keine Ahnung von Hamlet, von Shakespeare, und es soll tatsächlich welche geben, die noch nie (!!!) im Theater waren! Alles in allem sind solche Leute wenn nicht der Untergang des Abendlandes, so doch mindestens eine Bedrohung für die Kultur an sich, was im Grunde genommen genau das Gleiche ist. Schlimm genug, wenn solche Meinungen gepostet und damit in die Weiten des Internets geplärrt werden. Gänzlich unerträglich wird es aber dann, wenn Kulturexperten sich schreibend zum Hüter des Heiligen Grals ernennen (vorzugsweise in einer möglichst elitären Sprache) und über Leute die Nase rümpfen, die sie anhand von Satzfetzen oder aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten zu kennen meinen. Selbstverständlich halten es die wenigsten von ihnen für nötig, mit Fans zu reden – ob sie das Gehörte oder Gelesene richtig wiedergeben ist dann noch mal eine ganz andere Sache.

Was ist schlimm daran, sich für einen Schauspieler zu begeistern?

Was bitte, ihr Besserwisser, ist so schlimm daran, dass Menschen sich für einen Schauspieler begeistern? Liegt es daran, dass es nicht um Fußball geht und es viele weibliche Fans sind? Frauen (ja Frauen!), erwachsene Frauen mit Jobs, Familie, also mit einem richtigen Leben, in dem Benedict Cumberbatch zwar eine wichtige, aber nicht die alles entscheidende Rolle spielt. Die weltweit Freundschaften schließen, sich treffen und bereit sind, Neues auszuprobieren –  sei es eine Stadt zu entdecken, eine fremde Sprache zu sprechen, ein Buch zu lesen, einen Film zu sehen oder ins Theater zu gehen.

Hört einfach auf, anderen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben, auch und gerade wenn es um Kultur geht. Denn es ist nichts Schlimmes daran, wenn man das erste Mal ins Theater geht, das erste Mal Shakespeare liest oder sieht. Und es ist nichts Schlimmes daran, Benedict-Cumberbatch-Fan zu sein.

Ältere Beiträge

© 2018 diebedra.de

Theme von Anders NorénHoch ↑

Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Du hier bleibst, gehe ich davon aus, dass Du damit einverstanden bist. This site uses cookies. By continuing browsing, you are agreeing to use of cookies. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen