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Bücher, Filme, Technik und Benedict Cumberbatch – auf Deutsch and in English

Schlagwort: Matt Haig

Bücher meines Jahres 2017

Am Anfang eines neues Jahres ist es Brauch zurückzublicken – auch auf die Liste gelesener Bücher.
Meine Bilanz sagt mir, dass ich im Vergleich zum Vorjahr  ein Buch weniger gelesen habe. Ich tröste mich damit, dass ich 2017 ein paar dicke Wälzer gelesen habe. Und außerdem warten, während ich diese Zeilen schreibe, drei Bücher darauf, dass ich sie aufschlage und weiterlese. (Was die immerwährende Frage aufwirft, was die Figuren in den Romanen so treiben, wenn das Buch nicht gelesen wird.)

Meine Bilanz:
Gesamt: 38
Englisch: 14
Deutsch: 24
E-Bücher: 4 (nur eines auf dem Kindle gelesen, nur eines auf Englisch)

Am besten gefallen haben mir diese Bücher – wie immer rein persönlich und ohne Anspruch darauf, die Welt der Feuilletonisten zu erschüttern (naja, vielleicht ein kleines bisschen).

Meine Entdeckung:
Matt Haig: sein Kinderbuch “Das Mädchen, das Weihnachten rettete” ist eine wunderbare Weihnachtsgeschichte. Das Buch selbst ist liebevoll ausgestattet und ein echter Hingucker.
“How To Stop Time” ist ein Tipp für alle, die etwas für Mystery, Zeitreisen und eine Liebesgeschichte übrig haben. Wer das Buch nicht auf Englisch lesen kann oder mag, kann sich vormerken, dass im Frühjahr die deutsche Übersetzung unter dem Titel “Wie man die Zeit anhält” im dtv  erscheinen wird.
In “Reasons to stay alive”(Deutsch: “Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben”, dtv) beschreibt Matt Haig erschütternd offen und berührend wie es ist, mit einer Depression zu leben und zu überleben. (Es hat mich an Uwe Hauck: “Depression abzugeben” erinnert)
“Ich und die Menschen” ist die witzige und entwaffnende Geschichte eines Außerirdischen, der im Körper eines Mathematikprofessors die Menschen beobachtet – und eines dieser Bücher, das man am liebsten auf einmal lesen möchte.

Alte Freunde:
Ian McEwan: The Child in Time habe ich noch einmal gelesen, um mich auf die BBC-Verfilmung mit Benedict Cumberbatch vorzubereiten. Und die Geschichte um das Verschwinden eines kleinen Mädchens ist auch beim zweiten Mal berührend.
Donna Leon: Stille Wasser:  Das alljährliche Treffen mit dem venezianischen Commissario Guido Brunetti war auch 2017 liebenswert und beste Unterhaltung. Wer noch nie einen Krimi dieser Reihe gelesen hat, sollte am besten mit dem ersten Band “Venezianisches Finale” einsteigen.
Sherlock  – The Essential Arthur Conan Doyle Adventures – zusammengestellt von den Sherlock-Erfindern Mark Gatiss und Steven Moffat ist nicht nur für Fans der britischen Fernsehserie interessant. Wer noch nie eine Originalgeschichten gelesen hat, aber wissen will, was hinter der Serie steckt, findet dank der Vorworte einen guten Einstieg.

Für London-Fans:
Peter Ackroyd: London – The Concise Biography (deutsch: “London – Die Biographie”, erschienen im Albert-Knaus-Verlag) ist eine historische Fundgrube, die so gut wie alles behandelt, was in dieser faszinierenden Stadt passiert ist.
Anette Dittert: London Calling: Eine Liebeserklärung an die britische Hauptstadt, die hoffentlich auch nach dem Brexit gleichermaßen faszinierend, verrückt und liebenswert bleibt.
Und wer einen Reiseführer sucht, der sollte zum “MM-City London” gut greifen. Mein Blogbeitrag enthält auch einen Partnerlink zur Bestellseite des Verlags, die auch hier zu finden ist.

 

Matt Haig: Das Mädchen, das Weihnachten rettete

Ach, was für ein schönes Buch! Ein glitzernder Schutzumschlag, der innen mit liebevollen Zeichnungen geschmückt ist. Zeichnungen, die Chris Mould für das ganze Buch entworfen hat – weshalb sich Elfen und Wichtel, der Weihnachtsmann und Rentiere und natürlich Amelia auf ganzen Seiten oder mitten im Text breit machen und die Geschichte wunderbar illustrieren.

Foto: Petra Breunig

Eine Zeichnung aus “Das Mädchen, das Weihnachten rettete”. Foto: Petra Breunig

Im  Mittelpunkt der Geschichte steht Amelia, die nach dem Tod ihrer Mutter versucht, als Kaminkehrermädchen zurecht zu kommen. Sie hofft auf die Hilfe  – und ein Wunder – des Weihnachtsmanns. Doch der Zauber der Weihnachtszeit ist nicht mehr so stark wie er einmal war. Das bekommt nicht nur Amelia zu spüren. Auch der Weihnachtsmann selbst muss sich mit allerlei Problemen herumschlagen.

“Das Mädchen, das Weihnachten rettete” ist das, was man als Kinderbuch bezeichnen würde, wäre da nicht der dtv selbst, der es klugerweise als “Buch für die ganze Familie” beschreibt. Denn Matt Haigs zweites Weihnachtsbuch ist ein Märchen, von dem sich auch Erwachsene verzaubern lassen und ein paar Stunden lang in eine Welt voller Wunder eintauchen sollten.

Matt Haig: Das Mädchen, das Weihnachten rettete. Mit Illustrationen von Chris Mould, dtv, 17 Euro

Foto: Petra Breunig

 

Matt Haig: How to Stop Time

Time travelling isn’t a new topic neither in films nor in literature. It seems that people have always been fascinated by stories about travelling back into history to meet people from the past and forward in time to get a glimpse of a possible future. BBC’s  “Doctor Who” has everything people expect from a telly series covering that topic: an age old time traveller who knows not only how to handle humans but also past, present and the future – not to mention all sorts of aliens.

“My mother died a very long time ago. I, on the other hand, did not.”

Matt Haig’s new book “How to Stop Time” comes without aliens, or strange tech gadgets but with a man who ages in slow motion. Tom Hazard may look like a 40 year old guy. But he has outlived centuries before he hits modern day London – and he hasn’t lost his memory. That’s why he not only remembers ancient times and places like Shakespeare’s London (and the great playwright himself). He also has to cope with serious headaches indicating that his brain, like a hard drive, is about to reach its maximum capacity. Teaching history at a school in London, Tom uses his first-hand-knowledge to bring history to life for his pupils without revealing his true identity. But the past is always with him.

“How to Stop Time” is an intense story that hooks the reader from the very beginning not because it is breathtakingly fast and action packed but because it is calm and lacks all sorts of excitement in a very fascinating way.  Matt Haig’s newest novel is one to loose yourself in  – which is the best you can say of any book.

Photo: Petra Breunig

Photo: Petra Breunig

 

Matt Haig: How to Stop Time, Canongate, 15 €/13 £.

The book will be adapted for film by Sunny March with Benedict Cumberbatch taking the lead role.

Die deutsche Ausgabe wird 2018 im dtv erscheinen.

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