diebedra.de

Bücher, Filme, Technik und Benedict Cumberbatch – auf Deutsch and in English

Schlagwort: Technik

Chromecast und meine Apps

Eines der besten technischen Helferchen, die ich mir vor bald zwei Jahren gekauft habe, ist Googles Chromecast. Und vielleicht die am besten angelegten 35 Euro, zumindest in diesem Bereich. Während die Bedienung nach wie vor einfach ist und mir wahlweise mein Nexus 7oder mein Nexus 5 als Fernbedienung dient, haben sich ein paar Apps (alle für Android und von Google Play Store) als die für mich besten und am meisten genutzten herausgestellt.

Netflix: Die App funktioniert intuitiv und beamt Filme oder Serien zuverlässig zum Chromecast. Das war letztlich der Grund, weshalb ich Watchever gekündigt habe. Denn die Übertragung hatte immer wieder Hänger, das Bild baute sich nur teilweise auf oder stoppte ganz. Die Netflix-App bietet auch die Möglichkeit, während der Übertragung die Sprache des Films zu wechseln, Untertitel ein- oder auszuschalten.

MT Cast: Die App wurde mittlerweile zwar aus dem Google Play Store entfernt. Ich habe sie immer noch installiert und nutze sie auch gelegentlich, denn sie bietet die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender  ARD, ZDF, Arte und 3Sat zusammen und funktioniert sehr zuverlässig. Wer sie ausprobieren möchte, findet sie hier zum Herunterladen.

[Update: die App derARD unterstützt mittlerweile auch den Chromecast.

ZDF: Meiner Ansicht nach äußerst praktisch ist die App des ZDF (die auch ZDFinfo, ZDFkultur und ZDFneo umfasst)- spätestens seit sie den Chromecast unterstützt und seit das ZDF dazu übergegangen ist, Sendungen vor dem Ausstrahlungstermin schon in der Mediathek zur Verfügung zu stellen. Neben dem Inhalt der Mediathek kann man auch das Live-Programm selbst streamen. Sie ist eine meiner Lieblingsapps.

Filmon.com ist unter Fans ausländischer Fernsehsender eine beliebte und vielgenutzte Seite, auf der man neben allen Sendern der BBC und privaten Sendern aus Großbritannieren zahlreiche andere fremdsprachige Fernsehsender im Livestream empfangen kann. Zwar ist die Qualität immer unterschiedlich, dafür ist die SD-Variante kostenlos. Für die HD-Qualität muss man ein Abo abschließen. Ob der Stream dann tatsächlich besser ist, kann ich nicht beurteilen. Wer Erfahrungen hat, möge doch bitte entsprechend kommentieren. Die App ist zumindest momentan im Play Store nicht mehr auffindbar. Schade, denn meine ältere Version unterstützt den Chromecast sehr zuverlässig.

Local Cast: Diese App hat sich von Version zu Version verbessert und streamt – wie der Name schon sagt – neben Videos unter anderem auch Bilder  vom jeweiligen Gerät, sondern beispielsweise auch von Google Drive. Schönes Detail: Local Cast ist auch vom Lockscreen aus steuerbar – im Gegensatz zum kostenpflichtigen All Cast, der im Grunde die gleichen Funktionen hat, aber für mich weniger zuverlässig werkelt.

Her mit der Technik!

Ich kann es nicht mehr hören und lesen: dieses Internet ist, wenn nicht der Untergang des Abendlandes, so doch der der Jugend. Und wer sich nun altersmäßig nicht mehr zu dieser Zielgruppe zählen darf,  aber trotzdem in  sozialen Netzwerken unterwegs ist, bloggt, twittert und das auch noch interessant findet, ist ganz sicher einer von diesen Nerds, die in Kapuzenpullis im abgedunkelten Zimmern auf Tastaturen eintippen. Klar, dass die weder vernünftig reden, noch richtige deutsche Sätze formulieren können und sich nur von Fastfood ernähren.

Ja, ich mag zwischendurch mal einen Hamburger oder eine Tiefkühlpizza, ich bin ziemlich oft nicht nur beruflich online und ich habe auch einen Kapuzenpulli (schwarz, mit Sherlock-Holmes-Motiv). Ich unterhalte mich auf Twitter auf Deutsch und Englisch über Filme, Fernsehen, Schauspieler, Bücher, Gott und die Welt. In unterschiedlicher Reihenfolge, sprunghaft und manchmal auch völlig zusammenhanglos – was nicht immer an den unterschiedlichen Zeitzonen liegt, in der meine Timeline lebt. Ich frage auf Google+ um Rat wenn ich mit einem meiner technischen Helferchen nicht weiter weiß und ich teile Fotos und Artikel, die ich interessant finde, auf Facebook, aber auch auf Twitter und Google+.

Bis hierhin ist das alles andere als ungewöhnlich, selbst wenn man bedenkt, dass dieser Austausch fast den ganzen Tag über stattfindet. Kritisch wird  mein Verhalten in den Augen so manches Zeitgenossen erst, wenn ich sage, dass ich früh zuerst in meine E-Mails schaue, die ersten Neuigkeiten über Themen lese, die mich interessieren und dann durch besagte drei Netzwerke scrolle. Vollends suspekt werde ich in deren Augen wenn ich sage, dass ich dank meines Handys weder meinen Tee zu lange noch zu kurz ziehen lasse, noch den Einkaufszettel vergesse – weil ich die Eieruhr einstelle und Wichtiges auf GoogleKeep notiere. Seit relativ kurzer Zeit nutze ich das Handy als Fernbedienung für meine Musik, fürs Videostreamen, Lieblingslieder und Hörbücher habe ich jederzeit griffbereit und immer dabei.

Ja, ich finde das unglaublich praktisch und nein, ich halte dieses Internet und technische Helferchen nicht für böse. Und es ist mir egal, wenn andere das mindestens seltsam, wenn nicht sogar höchst bedenklich finden.

Sonos holt die Musik aus der Wolke

Spätestens seit mich Google Music All Inclusive erreicht hat, langweilt sich meine gute alte Anlage noch mehr als sonst. Denn was zunächst etwas unheimlich erscheint und mich ständig an Captain Jean-Luc Picard erinnert, der zur Entspannung klassische Musik in voller Lautstärke hört und dafür lediglich mit dem allwissenden Bordcomputer sprechen muss, wird allmählich Realität. Und ist außerdem noch ziemlich praktisch.

Kein nerviges Suchen mehr nach der bestimmten CD, die ich unbedingt jetzt hören muss und von der ich glaubte, dass sie hübsch ordentlich an dem Platz steht, an dem sie eigentlich immer steht. Tippen, Wischen, und schon kann ich das hören, was ich gerade hören will. Zumindest über Kopfhörer oder über die Lautsprecher meines N4 oder N7 und jedenfalls das, was Google Music hat oder was ich hochgeladen habe. Dumm nur, dass es mir manchmal ziemlich auf den Geist geht, dass die Musik nicht den Raum flutet. Freilich könnte ich sie via Google Chromecast über die Lautsprecher des Fernsehers beamen. Aber das finde ich zum einen umständlich, zum anderen will ich ja Musik hören und nicht fernsehen. Zwar ist meine Anlage mit dem Fernseher verbunden, so dass ich, um beim Beispiel oben zu bleiben, die Enterprise durchs Wohnzimmer fliegen lassen kann. Leider ist mein Sony-Receiver aber nicht mehr der Jüngste und hat mit Kontaktschwierigkeiten zu kämpfen, die dazu führen, dass schon mal eine der beiden Boxen nicht funktioniert.

Einfache Installation

Da kam mir die Ankündigung gerade recht, dass die Sonos-App ab sofort Google Music unterstützen würde. Nach einigem Überlegen, Lesen und Suchen habe ich mich für die sogenannte Bridge und den Sonos Play entschieden. Die Bridge ist nötig, wenn man die eigentlichen Lautsprecher, in meinem Fall also den Sonos Play, nicht direkt an den Router anschließen kann. Das kleine unscheinbare Teil wird mit Hilfe des mitgelieferten und angenehm langen Kabels an den Router angeschlossen und bekommt auch noch eine eigene Stromversorgung. Die kriegt auch der Sonos Play, der im Wohnzimmer steht und für seine Größe recht schwer ist. Auch hier: das benötigte Kabel ist ausreichend lang und kommt zusammen mit einer recht kurzen Anleitung. Die ist aber meiner Ansicht nach völlig ausreichend, denn die Installation ist wirklich so einfach wie dort beschrieben und im Werbevideo gezeigt wird. Außerdem braucht man noch die App, die man sich aus dem Google Play Store aufs Handy oder Tablet holt, die dann die Steuerung übernimmt. Beim Einrichten folgt man den Anweisungen.

Anschließend kann man sich aussuchen, welche Musik man hören und auf welche Quellen man dafür zugreifen möchte. Standardmäßig bietet die App unter anderem wie schon erwähnt Google Music an, aber auch Spotify, TuneIn-Radio, Last.fm, Amazon Cloud Player oder Deezer. Außerdem erkennt die App auch, welche Musik auf dem Gerät gespeichert ist. Die Google Music App erkennt ihrerseits den Sonos, der sich unter dem Chromecast-Symbol versteckt – praktisch für Menschen wie mich, die sich an eine App und ihr Verhalten gewöhnt haben. Die Sonos-App synchronisiert sich über verschiedene Geräte hinweg, so dass man beispielsweise auf Favoriten-Listen von jedem Gerät aus zugreifen kann, auf dem die App installiert ist, unabhängig davon, welches Gerät gerade als Fernbedienung verwendet wird.

Fazit nach den ersten Wochen: Das Abspielen funktioniert problemlos und ohne Aussetzer, egal welche Quelle man wählt und wie oft und wie schnell man zwischen ihnen wechselt. Lediglich beim Starten der jeweiligen App gibt es leichte Verzögerungen. Zur Qualität kann ich wenig sagen. Für meine Ohren klingt der Sonos Play klar, brillant und raumfüllend –  nur aufs Wort folgt er noch nicht, aber das kann ja noch kommen.

Ubuntu 14.04 ist da – und nichts passiert

Vor zwei Tagen war es soweit: die neue Ubuntu Version meldete sich über die Aktualisierungsverwaltung an – wie üblich nicht penetrant, sondern freundlich und auch bereit, erst einmal zu warten bis zur Installation.

Aktualisiert habe ich dann aber gleich anschließend, nicht ohne das Notebook (ein Thinkpad X1)an die Steckdose anzustöpseln und nach ein paar bestätigenden Klicks erst mal in Ruhe zu lassen. Nach ungefähr einer Stunde, inklusive einem Neustart, hat sich 14.04 materialisiert.

So unspektakulär wie die Installation ist seither auch das Verhalten: unauffällig, gefühlt etwas schneller reagierend und: es gibt nichts zu kritisieren, einfach, weil alles weiterhin funktioniert.

Ubuntu 14.04 meldet sich an. Screenshot: pb

Alles Wichtige zur neuen Version und zu den anderen für manche älteren Rechner besser geeigneten gibt es hier http://wiki.ubuntuusers.de/Trusty_Tahr

 

Linux ist ein Anfang

Man könnte meinen, einen gut gemachten Thriller in mehreren Teilen zu verfolgen. Das, was wir fast täglich an Neuigkeiten rund um die Ausspähaktionen von NSA, dem britischen Geheimdienst GCHQ und wer weiß welche  Schlapphüte noch, erfahren ist ungeheuerlich. Genauso erschreckend ist aber auch die zumindest öffentlich kaum vorhandene Entrüstung über die Verletzung unserer Grundrechte.

Vermutlich liegt das daran, dass das Mitlesen, Auswerten und Archivieren unserer Kommunikation nicht wahrnehmbar ist. Schließlich schaut mir beim Tippen dieser Zeilen keiner über die Schulter. Jedenfalls nicht wirklich. Ob aber jeder Tastendruck mitgelesen werden kann? Und: was kann der ganz normale Internetnutzer tun? Denn er kann tatsächlich etwas tun, das aber ist mit mehr oder weniger großem Aufwand verbunden und auch mit etwas technischem Wissen.

Die NSA kann alles

Eine interessante Analyse hat Bruce Schneier in der britischen Zeitung The Guardian geschrieben, die hier zu finden ist und die Heise Online hier übersetzt und zusammengefasst hat. Wer sich mit Verschlüsselung näher befassen will, findet im Heise-Artikel auch weiterführende Links.
Die schlichte Wahrheit: Die NSA kann alles ausspähen, was sie will und was sie für wichtig hält.
Aber: man kann den Schnüffel-Spezialisten das Leben schwer machen, wenn man seine Daten verschlüsselt. Noch sicherer wäre es natürlich, gar nicht erst online zu gehen – aber wer das ernsthaft rät, ignoriert das wahre Leben. Wichtige Daten, wirklich wichtige Daten, gehören nicht in einen Cloudspeicher und sie gehören im Grunde nicht auf einen Rechner, der sich mit dem Internet verbindet. Außer – hier sind wir wenn nicht gleich bei der Verschlüsselungstechnik so doch bei Raffinessen – man hat seine Festplatte partitioniert, geht nicht mit Admin-Rechten ins Internet, surft im abgesicherten Modus, benutzt Nicht-Verfolgungs-Suchmaschinen und so weiter.

Interessant in diesem Zusammenhang ist aber neben Bruce Schneiers Aussagen “I understand that most of this is impossible for the typical internet user. Even I don’t use all these tools for most everything I am working on.” (“Ich verstehe, dass das Meiste von dem für den normalen Internetnutzer nicht in Frage kommt. Ich selbst nutze nicht alle diese Werkzeuge für alles, woran ich gerade arbeite.”/ Übersetzung: pb) noch etwas anderes:
“And I’m still primarily on Windows, unfortunately, Linux would be safer.” (“Und ich arbeite meist unter Windows, unglücklicherweise. Linux wäre viel sicherer.”/ Übersetzung: pb)

Windows XP stirbt

Weil Linux nicht nur sicherer ist, sondern mittlerweile auch Distributionen hat, die es für Windows-Umsteiger leichter macht, sich zurechtzufinden, gibt es eigentlich keine Ausrede mehr, es nicht mal zu versuchen.
Ein weiterer Anreiz fürs Umsteigen ist das Lebensende von Windows XP – ab April 2014 wird es nicht mehr mit Updates versorgt werden, obwohl es sicherlich noch auf zahlreichen privaten Rechnern läuft. Genügend Zeit also, sich mit Alternativen anzufreunden.

Das Bild ist ein Wallpaper und auf wallbase.cc zu finden.

Warum Twitter?

Die ganze Welt in 140 Zeichen – oder zumindest das, was für die Schreiber auf Twitter die Welt ist. Und das kann so ziemlich alles und nichts sein. Weshalb also Twitter?
Das habe ich mich bis vor ungefähr einem Jahr auch gefragt. Freilich hatte ich schon vorher einen Twitter-Account, weil ich meinte, dort sein zu müssen. Genutzt habe ich Twitter aber wenig bis gar nicht. Denn: es ist nicht einfach, seine Botschaft in 140 Zeichen – inklusive Leerzeichen – zu verpacken, so dass sie Sinn ergibt. Außerdem gibt es ja noch Facebook und Google+ und wenn man eben nicht nur einen Account auf den diversen Plattformen anlegen, sondern ihn auch noch nutzen will, kann das ziemlich viel Zeit verschlingen.

Twitter hat keine Zeit

Zeit ist aber genau das, was Twitter nicht zu haben scheint. Je nachdem, wie vielen anderen Nutzern man folgt, wird die eigene Timeline schon mal ziemlich hektisch, was natürlich auch damit zusammenhängt, dass Tweets schnell geteilt – retweetet – werden können. Doch genau das ist es, was Twitter zu einem idealen Ort macht, um schnell Informationen zu bekommen. Wenn die von Menschen geschrieben und nicht automatisch generiert werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man nicht nur einen Linkverweis, sondern tatsächlich eine Nachricht bekommt, mit der man sofort etwas anfangen kann. Weil mir genau das wichtig ist, finde ich Posts nervig, die nur einen Link enthalten oder den Link mit kryptischen, weil abgeschnittenen Erklärungen versehen. Wenn ich den Twitterer nicht persönlich kenne oder seine sonstigen Posts schätze, klicke ich gar nicht erst auf den Link – schon gar nicht, wenn ich mobil unterwegs bin.

Seit ich tiefer in die Welt der BBC-Serie Sherlock und deren Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch und Martin Freeman eindringe (was die, die mir folgen aus leidvoller Erfahrung wissen), stelle ich fest, dass man sich über Twitter auch unterhalten kann. Das finde ich zwar etwas umständlich und zuweilen verwirrend, vor allem, wenn man es mit Facebook oder Google+ vergleicht. Hat man aber erst mal verstanden, dass sich auch Fremde in die Unterhaltung einschalten können, wird die nicht nur schneller, sondern entfaltet auch die viel zitierte Schwarmintelligenz und steigert so die Wahrscheinlichkeit, auf eine Frage die richtige Antwort zu bekommen.

Denn trotz aller Hektik – meist trifft man auf freundliche Twitterer, die selbst mein Englisch nicht krumm nehmen und mit denen man sich über eine ganze Reihe an Dingen unterhalten kann. Auch jenseits des Fanwissens.

© 2018 diebedra.de

Theme von Anders NorénHoch ↑

Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Du hier bleibst, gehe ich davon aus, dass Du damit einverstanden bist. This site uses cookies. By continuing browsing, you are agreeing to use of cookies. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen