Monique Duhamel wird in ihrem Auto tot aufgefunden. Alles sieht nach Selbstmord aus, zumal Bruno Chef de police auf dem Beifahrersitz drei Abschiedsbriefe findet. Doch irgendetwas stimmt nicht und Bruno wird ein ungutes Gefühl nicht los. Und dann sind da noch Gerüchte und Kampagnen gegen ihn, die seinen guten Ruf als Dorfpolizist und sogar seinen Posten gefährden könnten. Hinzu kommen noch Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe innerhalb der Gendarmerie.
„Jeder kennt jeden“, sagte Bruno. „So ist es auch bei uns in Saint-Denis.“
Martin Walkers achtzehnter Fall für Bruno „Bredouille“ dreht sich wie immer um weit mehr als um die All-Frage jedes Krimis „Wer war der Mörder?“ Denn Bruno ist eine Figur mit einem ganz eigenen Charakter, der wie sein venezianischer Kollege Brunetti innerhalb eines ganz eigenen Universums funktioniert. Während Brunetti in Venedig für Recht und Ordnung sorgt, aber noch viel lieber mit seiner Frau Paula und den Kindern ein gutes Essen genießt, ist Bruno im französischem Städtchen Saint-Denis fest ins Gemeindeleben integriert.
„Als Romantiker, der er (Bruno) war, fand er diese Geschichte bezaubernd.“
Er trainiert die Jugend-Rugbymannschaft, kennt jeden Einwohner, geht gerne mit seinem Hund Balzac spazieren und ist einem geselligen Abend mit selbst gekochtem Essen nie abgeneigt. Vor allem dann nicht, wenn er es gerade mit einem schwierigen Fall zu tun hat.
Auch mit diesem Fall schafft es Martin Walker, einen Roman vorzulegen, den man vor allem wegen des liebenswerten Bruno gerne liest und ihn mitsamt seiner Kochzutaten an den heimischen Küchentisch einladen möchte.
Martin Walker: Bredouille. Der achtzehnte Fall für Bruno Chef de police. Diogenes, 26 Euro. Aus dem Englischen von Michael Windgassen.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Beim Schreiben dieses Blogeintrags wurde keine künstliche Intelligenz gequält.

