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Corona: Filme und Serien gegen die Langweile

Es war nicht einfach, eine  Buchauswahl zu treffen – bei Filmen und Serien ist das noch schwieriger.  Die meisten der hier aufgeführten sind bei den üblichen Streaming-Diensten zu finden oder als DVDs/Blu Rays zu kaufen.

Filme:

Tolkien: Dieser bildgewaltige Film war leider nur  kurz und in wenigen Kinos zu sehen. Schade, denn das Leben des Autors von “Der Herr der Ringe”, der im Grunde nicht nur eine Fantasy-Geschichte, sondern mit Mittelerde auch gleich einen ganz eigene Welt erschaffen hat, wird hier so wunderbar erzählt, dass man den Film gern öfter schauen mag.

 

Ich war noch niemals in New York: Ein Film, der sich nicht ernst nimmt und dabei jede Menge Spaß macht. Was man bei einem deutschen Film nicht für möglich gehalten hätte, funktioniert mit diesem ganz wunderbar. Und er verbreitet einfach nur gute Laune.

 

Das perfekte Geheimnis: Drei Frauen, vier Männer treffen sich zum Abendessen. Sie sind zum Teil seit Jahrzehnten befreundet und kommen auf die Idee, ihre Handys auf den Tisch zu legen. Jede Nachricht, jeder Anruf wird entweder vorgelesen oder über Lautsprecher geführt, so dass jeder jede Unterhaltung mithören kann. Das führt zu Chaos und Überraschungen und ist beste Unterhaltung. Tipp: auch den Abspann anschauen.

 

Marvel’s Avengers-Filme sind immer gut, um der Realität für ein paar Stunden zu entfliehen: Der letzte, “Endgame”, ist auch beim wiederholten Anschauen der kurzweiligste Drei-Stunden-Film seit Langem. Wer vorher noch keinen dieser Superhelden-Filme gesehen hat, sollte zumindest die Ironman-Filme gesehen haben. Hilfreich ist unter anderem diese Liste.

 

 

Der wunderbare Garten der Bella Brown: Die Londoner Bibliothekarin Bella Brown will seit Jahren ein Kinderbuch schreiben. Als sie vor die Wahl gestellt wird, entweder ihren verwilderten Garten herzurichten oder auszuziehen, entscheidet sie sich für die Gartenarbeit. Der Film ist liebenswert und etwas sonderlich – also im Grund so, wie wir uns die Briten eigentlich vorstellen.

 

Pride: Während die Bergarbeiter im Großbritannien der Thatcher-Jahre wegen der Schließung zahlreicher Zechen streiken, gehen in London Schwule und Lesben auf die Straße, um für mehr Rechte für Homosexuelle zu demonstrieren. Der auf wahren Ereignissen und Personen beruhende Film räumt mit Vorurteilen auf und zeigt, dass das Einstehen für eine gute Sache nicht hoffnungslos ist.

 

Star Trek: 13 Kinofilme und natürlich Serien: Die Vereinigte Förderation der Planeten hat mit “Picard” auf Amazon Prime ihre neueste Serie (und meiner Ansicht nach eines der besten Intros). Beste Gelegenheit also mal wieder in die unendlichen Weiten abzutauchen. Die Originalserie, die bei uns unter “Raumschiff Enterprise” im Fernsehen lief, ist ebenso wie “The Next Generation”, “Voyager” und “Deep Space Nine” auf Netflix zu finden.

 

Serien:

Strike: Wie schon geschrieben, bin ich Cormoran Strike verfallen. Die BBC-Serie mit Tom Burke (bekannt aus der Serie “Musketiere”) in der Titelrolle setzt die Geschichten um den Privatdetektiv mehr als angemessen um.

 

Outlander: Claire Randell findet sich auf unerklärbare Weise in der Vergangenheit wieder.  Was die gelernte Krankenschwester im Schottland des Jahres 1743 erlebt, ist Stoff für fünf Staffeln der Fantasy-Serie, vier Staffeln sind  mittlerweile auf Netflix zu sehen.

 

The Last Kingdom: Die lose auf historischen Ereignissen basierende Serie wurde ursprünglich für die BBC produziert und ist bei uns auf Netflix zu finden. Erzählt wird die Geschichte von Uhtred, der  in Angelsachsen des 9. Jahrhunderts zur Zeit des Königs Alfred the Great bei einem Überfall der Wikinger entführt wird und als einer der ihren aufwächst. Die vierte Staffel ist für April angekündigt.

 

The Crown: Die britische Monarchie unter Queen Elizabeth II. – wenn das kein Stoff für eine Serie ist. “The Crown”  ist eine dieser Serien, die man gesehen haben muss. Mittlerweile sind drei Staffeln auf Netflix zu sehen.

 

Downton Abbey: In sechs Staffeln  (insgesamt 52 Folgen) und einem Kinofilm wird das Leben der britischen Adelsfamilie Crawley von 1912 bis 1927 mit viel Liebe zum Detail erzählt. Findet man Gefallen am Stoff und den Darstellern ist es so, als hätte man neue Famillienmitglieder adoptiert.

 

 

Broadchurch: Sp spannend, dass man schon mal mit angehaltenem Atem auf der Sofakante sitzt, ist die Krimiserie “Broadchurch”. Gut dass es drei Staffeln gibt, die inhaltlich aufeinander Bezug nehmen, aber immer eigene Fälle behandeln. Oscar-Preisträgerin Olivia Colman (als Ellie Miller) und David Tennant (als Alec Hardy) sind überragend und der Soundtrack  von Ólafur Arnalds hörenswert.

Unterleuten: Die dreiteilige Serie erzählt vom fiktiven brandenburgischen Dorf Unterleuten, in dem ein Windpark entstehen soll. Das lässt Gräben zwischen Ossis und Wessis, Zugezogenen und Alteingesessenen aufbrechen. Die Serie ist gerade erst im ZDF gelaufen und in der Mediathek zu finden.

 

Ku’damm: Die beiden Staffeln (Ku’damm 56 und Ku’damm 59)  erzählen die Geschichte der Familie Schöllack in den 1950er Jahren. Neben den eigentlichen Folgen bietet das ZDF in der Mediathek auch Dokumentationen und einiges Wissenswertes.

 

Naturdokus sind im Idealfall unterhaltsam, vermitteln Wissen und zeigen umwerfend schöne Bilder. Eine davon ist “Unser blauer Planet”, die unter anderem bei Amazon Prime zu kaufen ist. Ähnliche Dokus gibt es aber auch bei Netflix oder in den Mediatheken von ARD und ZDF und Arte.

Bücher für Weihnachten 2018

Bücher als Geschenke – was für den einen einfallslos sein mag, ist für den  Buchleser der Beweis dafür, dass er sich mit den Vorlieben des zu Beschenkenden auseinandergesetzt hat und aus der schier unerschöpflichen Auswahl an lieferbaren Büchern ein ganz bestimmtes ausgesucht hat. Und wer kurz vor knapp noch ein Geschenk braucht, kann sich damit entschuldigen, dass das Buch noch nicht auf Deutsch erschienen ist und er daher einen Gutschein überreichen muss.

Meine Empfehlungen aus Büchern, die ich heuer gelesen habe (und bei deren Auswahl ich gemerkt habe, wie unterschiedlich sie sind). Die jeweiligen Links führen zu ausführlicheren Blogbeiträgen:

Film-Entdeckung:
Mary Ann Shaffer: Deine Juliet (btb, 9,99 Euro): Als der Film in die Kinos kam, wusste ich nicht, dass er auf einem Buch basiert. “Deine Juliet” erzählt die überraschende Begegnung zwischen der Londoner Schriftstellerin Juliet und dem Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Bücher mit Tiefgang:
Wendy Mitchell: Somebody I used to know (Bloomsbury, ca. 12 Euro; erscheint unter dem Titel “Der Mensch, der ich einst war: Mein Leben mit Alzheimer”, im Juni 2019 auf Deutsch bei  Rowohlt, 12 Euro): Der deutsche Titel nimmt vorweg, um was es in dem Buch geht: Alzheimer – und wie die Autorin Wendy Mitchell damit umgeht und versucht ihr Leben neu darauf auszurichten. Das ist weniger sentimental als gedacht, aber dennoch sehr berührend.

Anthony Doerr: Memory Wall (btb,8 Euro): Unsere Welt, unser Leben besteht aus Erinnerungen, so wie das Leben von Alma Konachenk, die das Gedächtnis verliert und in deren Erinnerungen irgendwo der Hinweis auf ein Fossil versteckt ist.

James Rhodes: Fire on all sides (keine deutsche Übersetzung bisher, Quercus, ab ca. 8 Euro). Der britische Pianist James Rhodes wurde als Kind mehrfach vergewaltigt. Dieses Trauma hat er keineswegs überwunden, wie er erschütternd offen, aber auch gleichzeitig witzig, frech und direkt in “Fire on all sides” schreibt. Unter dem gleichnamigen Titel ist auch ein Album erschienen, das das Buch sozusagen begleitet.

Lieblingsschriftsteller:
Ian McEwan: Der Tagträumer (Diogenes, 10 Euro/The Daydreamer, Vintage, ca. 10 Euro): Die Kurzgeschichten im dünnen Band “Der Tagträumer” (Link führt zu meinem englischsprachigen Beitrag) haben alle die gleiche Hauptfigur: Den Jungen Peter Fortune, der nichts lieber macht als sich in den Körper von anderen Lebewesen zu träumen.

Matt Haig: Wie man die Zeit anhält (dtv, 20 Euro; How to stop time, Canongate, ca. 8 Euro): Der Roman erzählt die Geschichte von Tom Hazard, der zwar 439 Jahre alt ist – der aber äußerlich nicht altert. Das ist für Albas wie ihm ein Problem, denn natürlich merken die Menschen in seiner Umgebung, dass er anders ist.

Robert Galbraith: Weißer Tod (Blanvalet, 24 Euro, erscheint am 27. Dezember/Lethal White, ab 12 Euro): Der mittlerweile vierte Fall für den Privatdetektiv Cormoran Strike ist genauso spannend und gut geschrieben wie die vorherigen. Kennt der Beschenkte die noch nicht, mag aber Krimis, die zudem noch in London spielen, sollte man zum ersten Band  “Der Ruf des Kuckucks” (Blanvalet 10,99 Euro) greifen.

Bernhard Schlink: Olga (Diogenes, 24 Euro): Olga ist nach den Maßstäben am Ende des 19. Jahrhunderts zwar nur eine Frau. Aber sie weiß genau, was sie will. Selbstständig sein, eine Familie gründen – scheinbar unerreichbare Wünsche für eine Frau in Deutschland, in der immer radikalere Ansichten, die Politik bestimmen werden.

 

 

 

 

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