Annett Gröschner: Schwebende Lasten

Zwei Weltkriege, zwei Diktaturen, zwei Demokratien: Hanna Krause hat einiges erlebt und gesehen in ihrem Leben. Und doch ist sie das, was man eine einfache Frau nennt, eine, die anpackt, ihr Leben lebt, viel arbeitet – und die wie viele ihrer Zeitgenossinnen von der Geschichtsschreibung vergessen wird.

„Seit einem Jahr war Hanna Besitzerin eines Blumenladens auf dem Johannisberg.“

Hanna Krause ist in ihrer Heimatstadt Magdeburg Blumenbinderin mit Leidenschaft, betreibt einen eigenen Laden, bringt sechs Kinder auf die Welt und wird schließlich durch diverse Lebenswendungen Kranführerin.

Annett Gröschner erzählt in „Schwebende Lasten“ das Leben einer Frau, das alles andere ist als glamourös und aufregend. Es ist das ganz normale Leben, in dem es für Hanna letztlich darum geht, anständig zu bleiben, wie sie es formuliert.
Ähnlich wie Katrin de Vries „Die kleinste größte Welt“ oder Henning Sußebach: „Anna oder was von einem Leben bleibt“, steht bei Annett Gröschner das Leben einer Frau im Mittelpunkt – berührend, fremd, seltsam bekannt – und unbedingt lesenswert.

Annett Gröschner: Schwebende Lasten, C.H. Beck, 16 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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