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Her mit der Technik!

Ich kann es nicht mehr hören und lesen: dieses Internet ist, wenn nicht der Untergang des Abendlandes, so doch der der Jugend. Und wer sich nun altersmäßig nicht mehr zu dieser Zielgruppe zählen darf,  aber trotzdem in  sozialen Netzwerken unterwegs ist, bloggt, twittert und das auch noch interessant findet, ist ganz sicher einer von diesen Nerds, die in Kapuzenpullis im abgedunkelten Zimmern auf Tastaturen eintippen. Klar, dass die weder vernünftig reden, noch richtige deutsche Sätze formulieren können und sich nur von Fastfood ernähren.

Ja, ich mag zwischendurch mal einen Hamburger oder eine Tiefkühlpizza, ich bin ziemlich oft nicht nur beruflich online und ich habe auch einen Kapuzenpulli (schwarz, mit Sherlock-Holmes-Motiv). Ich unterhalte mich auf Twitter auf Deutsch und Englisch über Filme, Fernsehen, Schauspieler, Bücher, Gott und die Welt. In unterschiedlicher Reihenfolge, sprunghaft und manchmal auch völlig zusammenhanglos – was nicht immer an den unterschiedlichen Zeitzonen liegt, in der meine Timeline lebt. Ich frage auf Google+ um Rat wenn ich mit einem meiner technischen Helferchen nicht weiter weiß und ich teile Fotos und Artikel, die ich interessant finde, auf Facebook, aber auch auf Twitter und Google+.

Bis hierhin ist das alles andere als ungewöhnlich, selbst wenn man bedenkt, dass dieser Austausch fast den ganzen Tag über stattfindet. Kritisch wird  mein Verhalten in den Augen so manches Zeitgenossen erst, wenn ich sage, dass ich früh zuerst in meine E-Mails schaue, die ersten Neuigkeiten über Themen lese, die mich interessieren und dann durch besagte drei Netzwerke scrolle. Vollends suspekt werde ich in deren Augen wenn ich sage, dass ich dank meines Handys weder meinen Tee zu lange noch zu kurz ziehen lasse, noch den Einkaufszettel vergesse – weil ich die Eieruhr einstelle und Wichtiges auf GoogleKeep notiere. Seit relativ kurzer Zeit nutze ich das Handy als Fernbedienung für meine Musik, fürs Videostreamen, Lieblingslieder und Hörbücher habe ich jederzeit griffbereit und immer dabei.

Ja, ich finde das unglaublich praktisch und nein, ich halte dieses Internet und technische Helferchen nicht für böse. Und es ist mir egal, wenn andere das mindestens seltsam, wenn nicht sogar höchst bedenklich finden.

Eine liebevolle Hommage an Sherlock Holmes

Der Sherlock Holmes, den Sir Arthur Conan Doyle erfunden hat, ist ein Mann im besten Alter und im vollen Besitz seiner geistigen Fähigkeiten. Was der wohl berühmteste Detektiv der Literaturgeschichte gemacht hat, bevor er in die Adresse 221 B Baker Street eingezogen ist, das entzieht sich dem Wissen der Leser – auch wenn es Andeutungen und einige Bücher darüber geben mag, so lässt Doyle Sherlock-Holmes-Fans im Unklaren. Das Gleiche gilt für das Leben im Ruhestand, von dem wir eigentlich nur wissen, dass Holmes sich zurückgezogen hat und Bienen züchtet.

Im Mitch Cullins “A Slight Trick of the Mind” (auf Deutsch etwa: “Eine leichte Sinnestäuschung”) begegnet der Leser einem 93-jährigen Sherlock Holmes, der ein ruhiges, zurückgezogenes Leben auf einem Bauernhof in Sussex führt und an dem nur seine Haushälterin und deren Sohn teilhaben. Um es gleich zu schreiben: was für jeden Fan und natürlich auch für den Sherlock Holmes des Originals und seinen Erfinder eine Beleidigung hätte werden können, ist eine wunderbare Liebeserklärung an den großen Detektiv. Cullin schreibt einen Roman voller Respekt, voller Liebe zum Detail, der zu Herzen geht, gelegentlich zu Tränen rührt und eines der besten Stück Unterhaltungsliteratur ist, die es momentan gibt (leider nicht auf Deutsch). Sein Sherlock Holmes weiß um seinen gebrechlichen Körper, den er nur noch mit Hilfe von Krücken bewegen kann, er weiß, dass er sich nicht mehr auf sein einst so brillantes Gehirn verlassen kann und dass ihn sein Gedächtnis trügt.

“Wissen Sie, für mich war er nie Watson.
Er war einfach nur John für mich.”

Zwar geht es auch in dieser Geschichte um einen lang zurückliegenden Fall –   um eine Frau, die Holmes immer noch beeindruckt (wenn es auch nicht DIE Frau ist), um eine Reise nach Japan, wo er einen Brieffreund trifft. Doch es geht um viel mehr als um einen Fall und um einen Klienten. Denn es ist die Geschichte eines alten Mannes, der auf sein Leben zurückblickt und versucht, mit sich und den Menschen seiner Umgebung ins Reine zu kommen. Natürlich ist John einer dieser Menschen. “You know, I never did call him Watson – he was John, simply John.” (“Wissen Sie, für mich war er nie Watson. Er war immer einfach nur John für mich.”), erklärt Holmes seinem japanischen Freund. John war für ihn nie der Trottel, für den ihn Dramatiker und Romanschreiber ausgegeben haben –  eine Tatsache, die Holmes als eine persönliche Beleidigung auffasst, weil er den Mann immer noch zutiefst respektiert, “the man who with his customary humour, patience, and loyalty, indulged the eccentries of a frequently disagreeable friend.” (“der mit seinem Humor, seiner Geduld und seiner Loyalität den exzentrischen und unausstehlichen Freund ertragen hat.”). Fans der BBC-Fernsehserie “Sherlock” wird das an die Rede des Trauzeugen in der Folge “Das Zeichen der drei” erinnern, mit der Benedict Cumberbatchs Sherlock seine Zuneigung zu Martin Freemans John Watson auf eine ähnliche, nicht minder rührende Art und Weise ausdrückt.
Mitch Cullins Werk hat mindestens genauso viel Liebe zum und Respekt vor dem Original wie die Macher der BBC –  Fans werden das zu schätzen wissen.

A Slight Trick of the Mind” wird derzeit mit Ian McKellen als Sherlock Holmes verfilmt und wird voraussichtlich 2015 in die Kinos kommen –  wie unter anderen die britische Zeitung The Guardian auf ihrer Internetseite schreibt. Der britische Schauspieler bestätigte auf Twitter, dass er in die Haut des berühmten Detektivs schlüpfen wird: “Over 70 actors have previously played Sherlock Holmes. Now he’s 93 years olf and it’s my turn.” (“Mehr als 70 Schauspieler haben bis jetzt Sherlock Holmes verkörpert. Jetzt ist er 93 und jetzt bin ich dran.”). McKellens vielleicht bekannteste Rolle ist die den Zauberers Gandalf in der Verfilmung von “Der Herr der Ringe” und “Der Hobbbit”, dessen dritter Teil im Dezember 2014 in die Kinos kommen wird.

Mitch Cullin, “A Slight Trick of the Mind”, Anchor Books, 2005, ca. 10.90 Euro

 

Eine leicht geänderte und ergänzte Fassung dieses Blogeintrags ist in den Baker Street Chronicles der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft, Herbst 2014, erschienen.

You can find the English version here.

Quick look at Friend Request Pending

What happens when you get to know a man, talk with him, have fun enjoying his company? Clearly you want to meet him again and ask – if he’s on Facebook. This is quite normal, isn’t it? But it’s not if you are – say – a woman of the mature generation who isn’t inexperienced when it comes to men. But who is just about to dive into the mysteries of the internet as a whole and Facebook and it’s chat function in particular.

In “Friend Request Pending” Mary is that women – lovely played by Judi Dench – who talks with her friend Linda (Penny Ryder) about social networks and of course about Trevor. The choirmaster (Philip Jackson) is the man Mary is wooing in a heartwarming way that combines all old romantic feelings and the opportunities the modern world offers to stay in touch with people you care about most.

The short film directed by Chris Foggin and written by Chris Croucher only has one big problem: it is only 12 minutes long.

“Friend Quest Pending” is available on We Are Colony, a site dedicated to independent films. Read my previous blog entry here.

Ach ja. Amazon.

Ja, es ist einfach: Mal schnell eben die Internetseite von Amazon aufrufen, ein Buch suchen, anklicken, bestellen, fertig. Und meist bleibt es nicht bei einem Buch. Wenn man schon mal da ist, dann kann man ja auch gleich schauen, ob man nicht noch eine DVD braucht oder eine CD. Oder eine zweites Ladekabel fürs Handy.  Meist kommt die Bestellung innerhalb weniger Tage, manches über Nacht – und meist gibt es nichts zu meckern. Wenn doch, hilft eine E-Mail, die innerhalb eines Tages, manchmal auch schon innerhalb weniger Stunden beantwortet wird. Ja, ich mag Amazon und ja, ich habe auch einen Kindle – bei dem mich immer noch fasziniert, wie schnell ich das gewünschte Buch lesebereit habe.

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben?

Warum kaufe ich bei Amazon? Einem Internetriesen, der gerade dabei ist, seine Macht auszuspielen, Verlage und Autoren bei der Suche und den Vorbestellungen zu benachteiligen und der nicht unbedingt ein vorbildlicher Arbeitgeber ist? Aber woher weiß ich, wie der örtliche Buchhändler seine Mitarbeiter behandelt, wie die Verträge zwischen Autoren und Verlagen ausgehandelt werden und wer dabei wen über den Tisch zieht oder auch nicht? Als Kunde kann ich das nicht nachvollziehen – muss ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben? Muss ich mich schuldig fühlen, wenn ich den Service von Amazon gut finde und deshalb weiter dort einkaufe?

Ist es nicht einfach so, dass Amazon ziemlich viel ziemlich richtig macht? Angefangen von der übersichtlichen und leichten Kaufabwicklung über die “Empfehlungen-für-Sie”-Links, dem  Auto-Rip-Service (der Lieder der gekauften CDs automatisch in die Cloud hochlädt) bis hin zu der Möglichkeit, E-Books selber zu schreiben und sie weltweit anzubieten. Freilich: es gibt immer noch gute Buchhandlungen, die nicht zuletzt auch dank der Buchpreisbindung und des guten Vertriebswegs Bücher schnell, zuverlässig und zu einem festen Preis bestellen können – das Erlebnis, neue Bücher anzuschauen und durchzublättern gibt’s gratis dazu, genauso wie die Möglichkeit, sich auf der jeweiligen Internetseite umzuschauen und dort zu bestellen.

Letztlich entscheidet der Kunde

Seit Amazon seinen Prime Service umgestellt, den Preis dafür verdoppelt hat und mir – weil Android- und Linux-Nutzerin – es nicht ohne Weiteres ermöglicht, die Videos anzuschauen, mache ich das, was jeder unzufriedene Kunde macht: ich schaue mich nach Alternativen um. Das Gleiche gilt für Bücher, die aus welchen Gründen auch immer nicht bei Amazon gelistet sind oder für Hörbucher. Die Aldiko-Reader-App hab ich schon länger auf meinem Tablet installiert. Amazon mag im Bereich des Online-Handels eine marktbeherrschende Stellung haben. Ähnlich wie sie Microsoft bei den Betriebssystemen hat – jedenfalls wenn man sieht wie viele Rechner nach wie vor mit einer Windows-Version und dem entsprechenden Office-Paket verkauft und eingesetzt werden. Hier wie da gibt es Alternativen. Letztlich aber entscheidet der Kunde, ganz ohne offene Briefe und Petitionen.

 

Sonos holt die Musik aus der Wolke

Spätestens seit mich Google Music All Inclusive erreicht hat, langweilt sich meine gute alte Anlage noch mehr als sonst. Denn was zunächst etwas unheimlich erscheint und mich ständig an Captain Jean-Luc Picard erinnert, der zur Entspannung klassische Musik in voller Lautstärke hört und dafür lediglich mit dem allwissenden Bordcomputer sprechen muss, wird allmählich Realität. Und ist außerdem noch ziemlich praktisch.

Kein nerviges Suchen mehr nach der bestimmten CD, die ich unbedingt jetzt hören muss und von der ich glaubte, dass sie hübsch ordentlich an dem Platz steht, an dem sie eigentlich immer steht. Tippen, Wischen, und schon kann ich das hören, was ich gerade hören will. Zumindest über Kopfhörer oder über die Lautsprecher meines N4 oder N7 und jedenfalls das, was Google Music hat oder was ich hochgeladen habe. Dumm nur, dass es mir manchmal ziemlich auf den Geist geht, dass die Musik nicht den Raum flutet. Freilich könnte ich sie via Google Chromecast über die Lautsprecher des Fernsehers beamen. Aber das finde ich zum einen umständlich, zum anderen will ich ja Musik hören und nicht fernsehen. Zwar ist meine Anlage mit dem Fernseher verbunden, so dass ich, um beim Beispiel oben zu bleiben, die Enterprise durchs Wohnzimmer fliegen lassen kann. Leider ist mein Sony-Receiver aber nicht mehr der Jüngste und hat mit Kontaktschwierigkeiten zu kämpfen, die dazu führen, dass schon mal eine der beiden Boxen nicht funktioniert.

Einfache Installation

Da kam mir die Ankündigung gerade recht, dass die Sonos-App ab sofort Google Music unterstützen würde. Nach einigem Überlegen, Lesen und Suchen habe ich mich für die sogenannte Bridge und den Sonos Play entschieden. Die Bridge ist nötig, wenn man die eigentlichen Lautsprecher, in meinem Fall also den Sonos Play, nicht direkt an den Router anschließen kann. Das kleine unscheinbare Teil wird mit Hilfe des mitgelieferten und angenehm langen Kabels an den Router angeschlossen und bekommt auch noch eine eigene Stromversorgung. Die kriegt auch der Sonos Play, der im Wohnzimmer steht und für seine Größe recht schwer ist. Auch hier: das benötigte Kabel ist ausreichend lang und kommt zusammen mit einer recht kurzen Anleitung. Die ist aber meiner Ansicht nach völlig ausreichend, denn die Installation ist wirklich so einfach wie dort beschrieben und im Werbevideo gezeigt wird. Außerdem braucht man noch die App, die man sich aus dem Google Play Store aufs Handy oder Tablet holt, die dann die Steuerung übernimmt. Beim Einrichten folgt man den Anweisungen.

Anschließend kann man sich aussuchen, welche Musik man hören und auf welche Quellen man dafür zugreifen möchte. Standardmäßig bietet die App unter anderem wie schon erwähnt Google Music an, aber auch Spotify, TuneIn-Radio, Last.fm, Amazon Cloud Player oder Deezer. Außerdem erkennt die App auch, welche Musik auf dem Gerät gespeichert ist. Die Google Music App erkennt ihrerseits den Sonos, der sich unter dem Chromecast-Symbol versteckt – praktisch für Menschen wie mich, die sich an eine App und ihr Verhalten gewöhnt haben. Die Sonos-App synchronisiert sich über verschiedene Geräte hinweg, so dass man beispielsweise auf Favoriten-Listen von jedem Gerät aus zugreifen kann, auf dem die App installiert ist, unabhängig davon, welches Gerät gerade als Fernbedienung verwendet wird.

Fazit nach den ersten Wochen: Das Abspielen funktioniert problemlos und ohne Aussetzer, egal welche Quelle man wählt und wie oft und wie schnell man zwischen ihnen wechselt. Lediglich beim Starten der jeweiligen App gibt es leichte Verzögerungen. Zur Qualität kann ich wenig sagen. Für meine Ohren klingt der Sonos Play klar, brillant und raumfüllend –  nur aufs Wort folgt er noch nicht, aber das kann ja noch kommen.

Little Favour leaves you speechless

Benedict Cumberbatch as Wallace.
Foto: Sunny March/http://www.benedictcumberbatch.co.uk

You think that Benedict Cumberbatch is this perfect British gentleman, always dapper, always handsome (no we don’t mention the pics in flipflops and scarf because he’s always adorable)? Think twice. At least you have to after watching the short film “Little Favour” which is out now to buy on iTunes.

Seven years before the story of the film is settled, Wallace (Benedict Cumberbatch) left Her Majesty’s service and it’s ten years since his American counterpart and friend saved his life. Now – as Wallace is just about to start a relationship – James (Colin Salmon) comes back, asking just for a little favour.

This little favour is much more than just “little” as the story is unfolding. And despite the fact that the film is only about 22 minutes long, it is thrilling, exciting (yes it is bloody and some scenes are cruel) and with a very surprising turn that lefts you staring on your screen with open mouth. Patrick V Monroe has written and directed his first film – but surely will become a household name – with the promise to give us more films as perfectly as this. And it is indeed amazing, because actors, settings, music (will there be a soundtrack available somewhere?) and dialogues are just well –  perfect. And even if there are no words spoken and you just think that you’ve muted the sound (Production/Sound Mixer: Nigel Albermaniche), you’ll realize why Benedict Cumberbatch is such a brilliant actor: All what has to be said is in his face, his eyes, his impressions, even his movements. And honestly who cares about perfect suits, clean shirts and styled hair?

“Little Favour” is the first film produced by Sunny March. The company was founded by Adam Ackland, Benedict Cumberbatch, Ben Dillon and Adam Selves. The film was crowd funded with the original target of 25,000£ – which was outstripped, reaching 86,240£ within twelve days.

If part of this article sound weird this is due to the fact that I’m no native speaker, so don’t be too harsh.
Feel free to share this blog entry but please quote and link properly.

[Update: Little Favour is now available on We are Colony for little money. You not only get access to lots of extras. You also support independent film.]

 

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