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Bücher, Filme, Technik und Benedict Cumberbatch – auf Deutsch and in English

Kategorie: Filmtipp (Seite 1 von 2)

Niemandsland – The Aftermath

Deutschland unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Briten haben Hamburg oder das, was von der Hansestadt noch übrig ist, besetzt. Rachael Morgan (wie immer wunderbar in historischen Filmen: Keira Knightley) kommt aus London, um wieder mit ihrem Mann Lewis (Jason Clarke) zu leben, der als Colonel eine unzerstörte Villa für sich und seine Frau beschlagnahmt hat. Überraschenderweise erlaubt Lewis dem Eigentümer, dem Architekten Stefan Lubert (Alexander Skargård), und seiner Tochter Freda (beeindruckend: Flora Thiemann) im Dachboden wohnen zu bleiben. Des Fraternisierungsverbots ungeachtet, kommt es natürlich zu Annäherungen und den entsprechenden Verwicklungen, Liebe, Trauer und Eifersucht inklusive.

“Es ist das gleiche Meer.”

Was „Niemandsland – The Aftermath“ ausmacht, ist nicht so sehr das überraschende Ende, sondern die niemals unfaire Darstellung von Siegern und Besiegten, Schuldigen und Unschuldigen. Die hierzulande übliche Unart, Filme zu synchronisieren, offenbart eine der größten Schwächen, begreift doch Rachael gerade ihre fehlenden Deutschkenntnisse vor allem am Anfang als Ausgrenzung. Dass die Briten Deutsch wenn überhaupt mit schwerem Akzent sprechen und in der Originalfassung ihre jeweilige regionale Sprachfärbung behalten, geht in der Synchronisation verloren. Die Tatsache, dass man die Rolle des Stefan Lubert nicht mit einem Deutschen besetzen konnte oder wollte (warum eigentlich?), beschert den deutschen  Zuschauern einen mit schwedischem Akzent sprechenden Alexander Skargård.

Auch in der deutschen Fassung kann man sich  auf die Handlung und die detailreiche Ausstattung konzentrieren, sich fragen, ob Rachael ihre gesamte Garderobe tatsächlich in dem kleinen Koffer mitgebracht hat und woher im ausgebombten bitterkalten Hamburg die wunderschönen Rosengestecke kommen –   und einen Film jenseits des Popcorn-Kinos erleben.

Der Film basiert auf dem Buch von Rhidian Brook, das auf Deutsch bei btb erschienen ist.

[Das Zitat ist meine Übersetzung]

⭐⭐⭐⭐⭐

Der verlorene Sohn

Ein Sohn, der erkennt, dass er schwul ist. Ein Vater, der Baptistenprediger und Inhaber eines Autohauses ist. Und eine Mutter, die sich entscheiden muss, ob sie immer nur passiv sein will. Jared (Lucas Hedges) stellt mit seinem Outing nicht nur das zutiefst religiöse Leben seiner Mutter Nancy (Nicole Kidman) und seines Vaters Marshall (Russell Crowe) auf den Kopf, sondern das der ganzen Gemeinde. Zusammen mit deren Predigern fällt die Entscheidung, den 19-jährigen Jared in ein Zentrum zu schicken, in dem Homosexuelle mit der “Reparativtherapie” geheilt werden sollen – basierend auf der Überzeugung, dass sie “so” nicht auf die Welt gekommen sind. Unter dem Druck, seine Familie und seine religiöse Identität zu verlieren, entschließt sich Jared, die brutalen und entwürdigenden Methoden des Therapeuten Victor Sykes (Joel Edgerton) über sich ergehen zu lassen.

“Ich denke an Männer. Ich weiß nicht wieso, und es tut mir auch leid.”

“Der verlorene Sohn” ist alles andere als Popcorn-Kino und streckenweise nur schwer zu ertragen. Das liegt vor allem am  brillanten Lucas Hedges, der wie schon zuvor in “Ben is back” erneut beweist, dass er die schockierenden Erlebnisse, die darin gipfeln, seine Identität auszulöschen (der englische Titel “Boy Erased” weist das viel deutlicher aus als der deutsche) glaubhaft darstellen kann. Flankiert von einer Nicole Kidman, die  streckenweise die Verkörperung amerikanischer Hausfrauen-Klischees ist und Russell Crowe, der bis zuletzt nicht von seiner religiösen Überzeugung abweicht, zieht der Film den Zuschauer in den Bann. Bis zum Ende, das dem Film nicht gerecht wird.

Der Film basiert auf den Erinnerung von Garrard Conley, der seine Erlebnisse unter anderem im Roman “Boy Erased” (auf Deutsch im Secession-Verlag) verarbeitet hat.

★★★★

 

Green Book

In the 1960s Tony Lip (Viggo Mortensen) is a bouncer in a New York nightclub. When this is closed due to renovation, he applies for a job Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) has to offer. As it turns out, Shirley is not a “normal” doctor but a highly acclaimed black pianists who looks for a driver for his upcoming tour into America’s deep south. Tony takes this job, trying everything to stick to the schedule and reaching every town just in time to settle the stage and prepare for the next concert. The deeper they get into the southern states, where segregation is still in place, Tony realises that Don is only welcome and cheered at when he is the pianist on the stage  but not as a black man. Don on the other hand learns that Tony is a man he can rely on.

“It takes courage to change people’s hearts.”

“Green Book” which title refers to the “Negro Motorist Green Book“, an annual guide book for afro-american roadtrippers, tells a story that isn’t totally new to both the big and the small screen. But the way the story between two different men who become unlikely  friends is told here, is funny and sad and shocking and it has a warmth that draws you easily into its 130 minutes – with no boring moments.

Mahershala Ali took a Bafta, a Golden Globe and an Oscar as best supporting actor, while Viggo Mortensen was nominated as leading actor.
“Green Book” won the Oscar for best picture.

[Updated after the Oscars ceremony

★★★★★

Ben is back

Es ist eine ganz besondere Überraschung für die Familie, denn der 19-jährige Ben (Lucas Hedges) steht an einem kalten und verschneiten Tag plötzlich vor der Tür. Seine Mutter Holly (Julia Roberts) ist voller Freude, sollte doch ihr Sohn Weihnachten in einer Drogen-Entzugsklinik verbringen. Während Tochter Ivy (Kathryn Newton) und Stiefvater Neal (Courtney B. Vance) skeptisch sind und glauben, dass es für Ben viel zu früh ist, die Klinik zu verlassen, tut Holly alles, damit ihr geliebter Sohn keinen Rückfall erleidet. Sie versteckt alles, womit seine Sucht getriggert werden könnte,  nimmt sich vor, ihn keine Sekunde aus den Augen zu lassen und gleichzeitig ihre Familie zusammenzuhalten.

“Du wirst mir keinen Augenblick von der Seite weichen. Denn In den nächsten 24 Stunden entscheide nur ich, ganz allein , verstanden?”

“Ben is back” ist ein sehr intensiver Film, der vor allem auf die Präsenz einer beeindruckenden Julia Roberts setzt. Dabei ergänzt sie sich kongenial mit Lucas Hedges, der Ben gleichzeitig sensibel, verletzlich, aber auch schroff und ablehnend spielt. Alles in allem ist der Film keine leichte Unterhaltung, bietet er weder – so viel sei verraten – ein Happy End, noch gibt es während der ganzen 103 Minuten Momente der echten Entspannung oder des Glücks. Immer erwartet man, dass irgendetwas passiert, auch wenn man nicht so genau weiß, was das denn nun eigentlich sein sollte. Vielleicht ist das der Grund, weshalb dieser Film möglicherweise einer sein wird, der von diesem Filmjahr im Gedächtnis bleiben wird.

★★★★★

Colette

What if you are a gifted author whose stories are beloved by their readers? You can make a living out of it – but only if you are a man. That’s the problem Gabrielle Colette (Keira Knightley) faces after she has moved with her husband Henry Gauthier-Villars (Dominic West) from rural France to Paris. Here they live a bohemian life at the dawn of the 20th century. While her husband tries to write articles for various magazines with the help of ghost writers, he discovers Colette’s talent and convinces her to write novels. The first one is published under his name – Willy – and becomes a huge success with an audience demanding for more. Henry, keen to earn more money by selling more “Claudine” novels, forces Colette to continue writing under his name while they both enjoy a celebrity’s couple’s life including parties and different sexual relationships.

“My name is Claudine, I live in Montigny; I was born there in 1884; I shall probably not die there.”

But as time goes by, a frustrated Colette doesn’t want to hide her authorship anymore, she wants to be more than only her husband’s wife – questioning the norms of society.

“Colette” is a beautifully made film where every single detail of the set is chosen very carefully. Keira Knightley fits perfectly in this set and in the corsets, skirts and dresses while being witty, funny, angry and all in all a joy to watch. In 2014 she was Benedict Cumberbatch‘s Alan Turing‘s fiancée and life long friend Joan Clarke in “The Imitation Game” which earned her (and Benedict) an Oscar nomination. In this film Keira is on top of her performance abilities, portraying Colette from a shy girl to a strong woman ready to walk her way in a society dominated by men. One of the shiny 2019 Oscars could carry Keira’s name.
★★★★★

Walk With Me – erzählt von Benedict Cumberbatch

Es ist alles andere als ein üblicher Film. Doch wer auf Action-Szenen nicht verzichten kann, für den ist “Walk With Me” nicht unbedingt die erste Wahl, wenn es um eine gute abendliche Unterhaltung geht. Es sei denn, man sucht Ruhe und Entspannung, die weder etwas mit  Kitsch noch  mit platter Unterhaltung zu tun hat. Das Publikum soll das Kino mit einem Gefühl des inneren Friedens und der Zufriedenheit verlassen, wenn es den Film gesehen hat, schreiben die Macher von “Walk With Me”,  Marc J. Francis und Max Pugh, im Presseheft, das die Veröffentlichung der DVD begleitet.

Das ist ihnen auf eine wunderbare Weise gelungen. Die Bilder wirken, als seien sie soeben entstanden, als sei man als Zuschauer unmittelbar dabei, als könne man den buddhistischen Mönchen über die Schulter schauen. Miterleben, wie sie innehalten wenn Glocken läuten oder eine Uhr mit dem Glockenschlag von Big Ben die Zeit anzeigt. Profane, alltägliche Dinge wie das Tippen am Laptop oder das Rasieren der Haare bekommen auf diese Weise genauso eine beruhigende Wirkung wie Szenen mit in unterschiedlichen Haltungen meditierenden Mönchen oder Szenen mit Landschaftsbildern.

“Thich Nhat Hanhs Leben hat mich zutiefst berührt.”
Benedict Cumberbatch

Zum Glück wurde die Stimme des Erzählers Benedict Cumberbatch nicht wie leider so oft bei uns üblich synchronisiert, sondern wie der gesamte Film mit deutschen Untertitel versehen. Und so entfalten die Zitate,  die der britische Schauspieler aus den frühen Tagebüchern des Zen-Meisters Thich Nhat Hanh vorträgt, ihre volle Wirkung, geben sie doch tiefe Einblicke in die Zeit, als der Meister nur ein einfacher Mönch war, der noch dabei war, seinen Weg  und das Geheimnis der Achtsamkeit zu finden.  “Thich Nhat Hanhs Leben hat mich zutiefst berührt”, sagt Benedict Cumberbatch (Bild/Foto: Getty Images)  über seine Arbeit an dem Film und ist davon überzeugt, dass das Publikum von dem Film bewegt sein wird.  “Walk With Me” ist einer dieser ruhigen Filme, die den Zuschauer noch eine ganze Weile begleiten und an den man immer wieder denken wird.

Embed from Getty Images

 

Ich habe den Film vorab per Sichtungslink gesehen.

Sherlock: Die sechs Thatchers

Das neue Jahr brachte eine neue Sherlock-Staffel – jedenfalls auf BBC One und zumindest dann, wenn man es auf welche Art auch immer schaffte, die erste Ausstrahlung zu besten britischen Sendezeit zu verfolgen. Wer also weise vorausschauend den Silvesterabend nicht allzu ausufernd verbrachte oder entsprechend lange ausschlief, der begegnete ab 20.30 Uhr britischer Zeit  in der ersten Folge der vierten Staffel “Die sechs Thatchers” (Buch: Mark Gatiss) den geliebten Figuren genau dort wieder, wo er sie am Ende der dritten Staffel – in der Folge “Sein letzter Schwur” –  verlassen hat: Sherlock (Benedict Cumberbatch) versucht, seine Sucht in den Griff zu bekommen, John (Martin Freeman) und Mary (Amanda Abbington) werden bald Eltern und Mycroft (Mark Gatiss) ist genauso clever, süffisant und perfekt gekleidet wie eh und je. Aber natürlich gibt es die Weihnachtsfolge “Die Braut des Grauens”,  (Erstausstrahlung in der BBC am 2. Januar 2016)  die entgegen den Aussagen der beiden “Sherlock”-Erfinder Steven Moffat und Mark Gatiss eben keine Folge ist, die völlig losgelöst vom Entwicklungsstrang der übrigen Folgen und natürlich den vorherigen Serien zu sehen ist.

Trotz allem: ein Mensch

“Die sechs Thatchers”  (deutsche Erstausstrahlung ARD, 4. Juni 2017) bringt eine völlig neue Wendung innerhalb der Serie als Ganzes und für die Figur Sherlock im Besonderen. Und so verfolgt der Zuschauer wie der einzige beratende Detektiv mit ungewohnten Situation und neuen Menschen, darunter einem Baby, zurechtkommen muss. Das geschieht in schnellen Rückblicken, die ein Fest für Fans sind, für Neulinge allerdings reinste Verwirrung. Natürlich verändern neue Bezugspersonen und neue Situationen Sherlock, es muss ihn verändern. Auch wenn er bisher alles getan hat, uns vom Gegenteil zu überzeugen, ist er doch letztlich ein Mensch und wie sich im Verlauf der Handlung herausstellt, einer mit sehr viel Mitgefühl. Freilich heißt das nicht, dass er nun plötzlich kein hochfunktionaler Soziopath mehr ist, der im Zweifel alle und alles überwacht und jede Telefonnummer gespeichert hat. Er ist genauso ungehobelt und unhöflich, hochintelligent und ein Schnelldenker wie immer. Und er ist ungefähr so aktiv  wie James Bond und mindestens genauso attraktiv.

Nicht zuletzt hat sich auch John Watson (wie immer perfekt: Martin Freeman) verändert – so wie es ihm Mrs Hudson (witzig und liebenswert: Una Stubbs) vorhergesagt hat: “Heirat verändert einen”, (meine Übersetzung) sagte sie in “Das Zeichen der Drei” zu Sherlock und natürlich hat sie recht. Mary (souverän: Amanda Abbington) und John müssen sich um ihre kleine Tochter kümmern, wollen aber gleichzeitig auch mit Sherlock Kriminalfälle lösen. Zu den zweien, die gegen den Rest der Welt kämpfen, hat sich nun Mary gesellt. Und sie passt wunderbar in Sherlocks Welt, in der es vor allem um Intelligenz, schnelles Denken und Schlussfolgerungen geht. Kenner wissen aber natürlich, was mit  Marys  in den ursprünglichen Sherlock-Holmes-Geschichten des Erfinders Arthur Conan Doyle passiert.

Fazit: “Die sechs Thatchers” haben alles, was man sich wünschen kann: Witz, Dramatik und Kulissen (Ausstattung: Arwel Wyn Jones), die so detailreich sind, dass man auch nach mehrmaligem Anschauen immer noch etwas neues entdeckt. Benedict Cumberbatch ist Sherlock. Er passt so perfekt in diese Rolle wie er in den berühmten Mantel (und die immer etwas zu eng sitzenden Anzüge) passt. Jeder seiner Szenen ist eine schauspielerische Glanzleistung. Martin Freemans John Watson und Amanda Abbingtons Mary sind viel mehr als Nebenrollen und Ergänzungen der Titelfigur. Beide entwickeln einzelne Stränge der Handlung weiter, die dann in den späteren Folgen vollendet werden.

Wie bei allen Staffel vorher ist auch in dieser ersten Folge der vierten Staffel Aufmerksamkeit beim Zuschauer gefragt. Wer nicht aufpasst und sich nur nebenher vom Fernseher berieseln lassen will, wird keine Freude an “Sherlock” haben – unabhängig davon, welche Folge er anschaut. Denn der Witz der Dialoge und die Wortspiele sind nur scheinbar Geplänkel. Sie sind wichtig, um die Handlung zu verstehen. Wer allerdings erst mal seine Leidenschaft für diese Fernsehserie entdeckt hat, wird so schnell nicht mehr davon loskommen.

 

Dies ist die deutsche Version des ursprünglichen englischen Beitrags, den ich nach der Erstausstrahlung in der BBC geschrieben habe.

Quick look at Friend Request Pending

What happens when you get to know a man, talk with him, have fun enjoying his company? Clearly you want to meet him again and ask – if he’s on Facebook. This is quite normal, isn’t it? But it’s not if you are – say – a woman of the mature generation who isn’t inexperienced when it comes to men. But who is just about to dive into the mysteries of the internet as a whole and Facebook and it’s chat function in particular.

In “Friend Request Pending” Mary is that women – lovely played by Judi Dench – who talks with her friend Linda (Penny Ryder) about social networks and of course about Trevor. The choirmaster (Philip Jackson) is the man Mary is wooing in a heartwarming way that combines all old romantic feelings and the opportunities the modern world offers to stay in touch with people you care about most.

The short film directed by Chris Foggin and written by Chris Croucher only has one big problem: it is only 12 minutes long.

“Friend Quest Pending” is available on We Are Colony, a site dedicated to independent films. Read my previous blog entry here.

A quick look at “We Are Colony”

Oh, here you are again. The friendly but unforgiving hint “This film is not available in your country”. This time I’m not able to watch “Third Star” on the brand new platform  “We Are Colony“.  A side dedicated to independent film makers and their fans, eager to get not only the film as a whole but also more stuff you only get as extras on DVDs or Blu rays from one single place.

Laughing and crying

In the case of  my beloved “Third Star” I wrote about  a while ago on and which I re watch on a regular basis I have the DVD which doesnwww.wearecolony.com’t contain many extras. So I was really curious to learn more about behind the scene stuff and dive into gorgeous pics from Benedict Cumberbatch who plays James. And I was not disappointed. There are deleted scenes that somehow didn’t make the final cut, pics from behind the scene, stills and interviews with the cast. Material to fill hours watching, re watching and in the case of “Third Star” laughing and crying.

The platform works like other streaming services: after you have received your invitation – which in my case took about  a day to reach my inbox – you are allowed to have a first free look around before you’ll hit a paywall. This paywall works for each film, which means you have to pay 1,99 Euro (the price and currency depends on your country) for the “Third Star” package for example. Even if given the fact that – in my case – the film itself is not available it’s more than a fair price in exchange for what you get. And you are supporting independent films.

Another film starring Benedict Cumberbatch is “Little Favour” . The action thriller was originally crowdfunded by fans and was so far only available on iTunes also made it to “We are Colony”.  The short film comes with a huge amount of extras  for 3,99 Euro only which again is very little money.

“We Are Colony” has a friendly design which works very smoothly on my Ubuntu driven laptop and my Nexus 7 tablet. Would love to stream the films to my Google Chromecast and enjoy the stuff on my telly in the future.

 

“12 Years a Slave” kennt keine Schonung

Es gibt nicht viele Filme, die einen so hilflos zurücklassen wie “12 Years A Slave”. Das liegt natürlich an der Handlung, die nach einer wahren Begebenheit erzählt wird: Kurz vor Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs wird Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor), ein freier Afroamerikaner aus Saratoga/New York, gekidnappt und in die Sklaverei verkauft. 12 lange Jahre hofft er, der Willkür und dem Sadismus des Sklavenhalters Edwin Epps (Michael Fassbender) ausgesetzt, wieder aus der Gefangenschaft zu entkommen.

Was den Film fast unerträglich macht, ist nicht mal so sehr die gezeigte Brutalität – die gibt es beispielsweise auch in Quentin Tarantinos “Inglourious Basterds” Doch während es dort immer wieder Momente gibt, in denen man durchatmen, ja sogar lachen kann (auch wenn einem das Lachen im Halse stecken bleibt), gönnt Steve McQueen seinem Publikum keine Erholung. Selbst die Landschaft, die wunderschön ist und wirkt als sei sie aus einem Gemälde entnommen, macht nur misstrauisch. Misstrauisch, weil die Idylle trügt und im nächsten Augenblick die Unmenschlichkeit dieses Systems erneut mit voller Härte zuschlägt.

Die ganze Kraft des Kinos

“12 Years A Slave” zeigt die ganze Kraft, zu der das Kino fähig ist. Und er zeigt die Brillanz des Regisseurs Steve McQueen, der bei der Auswahl seiner Darsteller seine Meisterschaft beweist. Allen voran Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor, mit dessen Solomon das Publikum leidet. Michael Fassbender zeigt als brutaler Sklavenhalter Edwin Epps die ganze Perversion, die in den amerikanischen Südstaaten herrschte. Eine Perversion, die William Ford zumindest in Ansätzen erkennt, der Plantagenbesitzer ist aber nicht in der Lage, tatsächlich etwas gegen die Sklavenhaltung zu tun. Ein brillanter Benedict Cumberbatch verleiht dieser Figur mit wenigen Gesten und perfekt eingesetzter Mimik zwar die Aura einer Heilsfigur. Doch wie die Sonne an einem bitterkalten Wintertag nicht wärmen kann, so wenig kann der in Konventionen gefangene Ford tatsächlich helfen. Vielleicht will er es auch gar nicht.

William Ford (Benedict Cumberbatch, links, und
Solomon Northup (Chiwetel Eijofor). Screenshot:pb/Tobis

Das 135 Minuten lange Drama entlässt den Zuschauer zwar mit einem Happy End – Solomon Northup konnte fliehen und seine Erinnerungen aufschreiben – die Welt, außerhalb des Kinos wirkt aber eine ganze Weile so, als sei sie in Watte gepackt und unwirklich. Den mit neun Oscars nominierten Film muss man gesehen haben.

You may find the English version here.

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