Kategorie: Technik (Seite 1 von 3)

Corona: Podcasts gegen die Langeweile

Podcast-Hören scheint gerade im Trend zu liegen – ganz unabhängig von der Corona-Krise und den Meldungen, die uns weismachen wollen, wir hätten momentan viel mehr Zeit. Mit dem Radio hören auf Abruf,  was ein Podcast in gewisser Weise ist, kann man sich über eine Vielzahl an Themen informieren oder sich ganz einfach unterhalten  lassen. Das geht per Klick auf den Link zur jeweiligen Homepage, auf der der Podcast zum Anhören bereit steht oder man sucht nach dem Titel des Podcasts in einer App, die wiederum – soweit vorhanden – mehrere Folgen anzeigt. Über welche App man hört, ist Geschmacks- und Gewohnheitssache und auch davon abhängig, welche App das eigene Smartphone mitbringt. Ich höre seit einigen Jahren über  Pocket Casts, die für iOS und Android erhältlich ist und die auch eine Verbindung zu Alexa, Google Mini oder anderen schlauen Lautsprechern aufbauen kann.

Hier ein paar Podcasts, die ich regelmäßig höre:

NDR-Info: Corona-Virus-Update: Unaufgeregt erklärt der Leiter der Virologie der Berliner Charité, Prof. Christian Drosten, ganz unterschiedliche Aspekte rund um das große Thema Corona-Virus. Das ist nicht immer einfacher Stoff, denn auch wenn sich die jeweilige Wissenschaftsredakteurin um Verständlichkeit bemüht, merkt man beim Zuhören, dass sich hier keine Laien unterhalten. Wer dranbleibt, bekommt in relativ kurzer Zeit – die einzelnen immer werktags erscheinenden Folgen sind ca. 30 Minuten lang –  sehr viel erklärt.

Zeit: Alles gesagt: Für dieses Podcast-Angebot von Zeit-Online braucht man, nun ja, Zeit. Denn irgendwas zwischen einer und sechs (!) Stunden muss man für eine einzelne Folge durchaus einplanen. Dafür aber bekommt man unglaublich viele Einblicke in mindestens ebenso viele Themen und Gedanken von ganz unterschiedlichen Menschen. Christoph Amend, Chefredakteur vom Zeitmagazin und Jochen Wegener, Chefredakteur von Zeit Online, befragen, nein unterhalten sich mit Thomas Hitzlsperger, Ian McEwan, Christian Linder, Sophie Passmann, Katarina Barley, Nina Hoss oder Dorothee Bär und man hat beim Zuhören das Gefühl, mit am Küchentisch zu sitzen  und gemütlich bei dem ein oder anderen Happen und dem ein oder anderen Schluck über Gott und die Welt zu reden. Wegen der Länge lernt man außerdem seine Podcast-App zu schätzen, die sich zuverlässig den Zeitpunkt merkt, an dem man nach einer Pause weiterhören kann.

SZ – Auf den Punkt: Der Nachrichten-Podcast der Süddeutschen Zeitung fasst die wichtigsten Nachrichten des aktuellen Tages kurz und prägnant zusammen. Wer nur einmal am Tag Zeit hat, Nachrichten zu hören oder wer die wichtigsten Nachrichten nachhören will, bekommt in rund 10 Minuten einen guten Überblick.

SZ: Das Thema: liefert jeden zweiten Mittwoch Hintergründe nicht nur, aber auch zu weltweiten politischen Themen. Die einzelnen Podcasts dauern unterschiedlich lang, meist um die 30 Minuten.

WDR Hörspielspeicher: Kein Podcast im eigentlichen Sinne aber immer mal wieder einen Blick wert, ist der Hörspielspeicher des WDR, der laut eigener Homepage „begeistern, bewegen und unterhalten“ will. Das tut er durchaus und zwar je nach Geschmack mit Krimis, Thrillern oder anderen Buchvertonungen, eben Hörspielen. Weil die je nach Geschichte unterschiedlich lang sind, gibt es verschiedene Folgen mit Längen zwischen 20 Minuten und einer Stunde. Neben alten Bekannten wie Commissario  Guido Brunetti, Graf Dracula oder Sherlock Holmes kann man aber auch neue „Hörwelten“ entdecken. Neue Folgen erscheinen regelmäßig, aber nicht unbedingt nach einem festen Rhythmus.

Die App Papego

Die Idee ist so einfach wie genial. Was, wenn ich ein Buch, das ist gerade anlog – also als gedrucktes Buch – lese, einfach auf meinem Smartphone oder Tablet weiterlesen könnte? An genau der Stelle, an der ich das Buch zugeklappt habe? Was bisher nur umständlich funktionierte, wenn man neben dem Buch auch noch dessen E-Book-Version gekauft und sich mehr oder weniger schnell zu der Stelle durchgescrollt hat, an der man weiterlesen möchte, erledigt die App Papego.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Verlage ihre Bücher für die App, die von der Hamburger briends gmbh in Zusammenarbeit mit Thalia entwickelt wird, freigeben – und dass die Leser darüber informiert werden, dass sie das gekaufte Buch auch digital lesen können. In meinem Fall war es zusätzlich zum Aufkleber auf der Folie, in die Klaus Cäsar Zehrers “Das Genie” (Diogenes) eingeschweißt war, noch ein Lesezeichen, das mich endgültig neugierig gemacht hat. “Lesen Sie jetzt wie Sie wollen” heißt es da. Was es mit dem Papego-Logo neben dem roten Diogenes-Schriftzug auf sich hat, wird auf der Rückseite ebenso erklärt wie die Handhabung der App, die man im Apple– und Google-Store herunterladen kann.

Erst scannen, dann lesen

Nach dem Installieren muss man lediglich die Seite das Papego-fähige Buchs scannen, auf der man digital weiterlesen will. Dass man das im Querformat tun muss und darauf achten soll, dass eine bestimmte Anzahl von Zeilen gescannt werden, zeigt die App, ehe sich nach dem erfolgreichen Scannen das Fenster schließt. Nach einer kurzen Zeit, in der die nächsten gut 100 Seiten heruntergeladen werden, öffnet sich die Seite, deren Anfang man gerade gescannt hat,  auf dem Smartphone oder Tablet. Die anfängliche Verwirrung, den Zeilen- oder Satzanfang zu finden, an dem man weiterlesen möchte, klärt sich schnell auf, denn in geschweiften Klammern sind im Text selber die Seitenzahlen des Buches zu finden, so dass man sich leicht orientieren und hin- und herspringen kann, obwohl die erste Zeile oben auf der virtuellen Seite nicht die gleiche ist wie die im gedruckten Buch. Zusätzlich werden jeweils unten die aktuelle Seitenzahl und die noch verbleibenden Seiten angezeigt.

Als Android-Nutzer kann ich das Verhalten der App auf Apple-Geräten nicht beurteilen. Auf meinem Nexus 7 mit Android 6.0.1 funktioniert die App ohne Hakeln. Lediglich beim schnellen Durchblättern wird die nächste Seite mit einer leichten Verzögerung dargestellt, was aber beim Lesen nicht auffällt. Auf meinem Pixel 5 mit Android 8.0.0 sind diese Verzögerungen praktisch nicht vorhanden. Die Darstellung ist im Vergleich zu anderen Lese-Apps – wie etwa der Kindle oder der von mir favorisierten Google-Play-Books – minimalistisch. Denn die Einstellungen ermöglichen es lediglich die Schriftgröße zu variieren. Der Zeilenabstand oder die Farbe des Hintergrunds können ebenso wenig verändert werden wie die Helligkeit innerhalb der App.

Fazit: Wer den dicken Schmöker nicht mitnehmen, aber nicht aufs Weiterlesen verzichten will, der sollte die kostenlose App ausprobieren. Zumindest solange bis man sich zum gedruckten Buch für wenig Geld auch die digitale Version dazukaufen kann. Freilich: perfekt wäre es, wenn man entweder auf seinem E-Reader oder in einer ohnehin schon vorhandenen App weiterlesen könnte. Und wenn noch mehr Bücher auf dieser Weise greifbar wären.

Eine Seite aus “Das Genie” im gedruckten Buch und in der Papego-App auf dem Nexus 7. Foto: Petra Breunig

Das Lesezeichen, das auf die App hinweist. Foto: Petra Breunig

 

This is to you, Twitter

Dear Twitter,

I have to say that it wasn’t love at first sight. Not at all.

When I decided I needed an account, I was bored and frustrated. Because I didn’t understand you. Not at all.

But then BBC’s “Sherlock” came my way and I fell in love with Benedict Cumberbatch and the series as a whole (or at least the episodes I managed to watch).  And I wanted more. More information about every tiny detail I could get my hands on it. There wasn’t much out there. But you, Twitter, had some lovely accounts that offered all I needed.

You made me tweet  in English (and the English version of this blog wouldn’t exist without you) which has been quite a challenge. You will never imagine how difficult it was to get the very first tweet out there. And how thrilling it was to learn that you, Twitter, wasn’t a mere stream of information. People actually reacted, responded to my tweets, connected my to their conversations. People I wouldn’t have met without Sherlock and Twitter.  Some of them I managed to meet in RL, some of them I only know because of their Twitter but I miss them when they don’t update their status and am worried when I don’t see them online for a few days without warning.

Critics might say that this is how internet addicts behave and I should get myself some help to get rid of my addiction. But if it is an addiction – chatting with people from all over the world, learning new things from a variety of topics, getting news updates almost the minute stories are happening – then I am an addict. But as Sherlock would say: I’m just a user.

And I like it that way

Petra

xx

Tolino – offen, aber nicht so ganz

Eigentlich wollte ich nur mein Abo der Süddeutschen Zeitung umstellen. Weil ich werktags nur querlese und nur die für mich wichtigsten Artikel ganz lese, haben mir seit einiger Zeit die unaufgeblätterten Zeitungsseiten leid getan. Umstellen auf ein Digitalabo, mit der gedruckten Zeitung am Freitag und am Wochenende schien mir eine praktische Alternative. Zumal ich ja ohnehin mein Handy immer griffbereit habe und mein Nexus 7 (mit den entsprechenden Apps) als E-Book-Reader gerne mag. “Wir hätten aber gerade einen Tolino Shine im Angebot”, sagte die freundliche Dame am SZ-Telefon. “Oh! Einen Tolino”,  dachte ich. Hatte ich schon mal in der Hand und fand ihn putzig. Zumal mein Kindle Alterserscheinungen zeigt und ich in letzter Zeit wenig Bücher darauf gelesen habe. Und außerdem werben die beteiligten Verlage damit, dass der Tolino offen sein, man also Bücher darauf lesen könne, egal wo man die heruntergeladen hätte.

In der Praxis allerdings erweist sich das leider als nicht so einfach. Zwar wird der Tolino von meinem Linux-Rechner erkannt und ich kann auch Bücher, die ich beispielsweise bei Google Play Books gekauft und heruntergeladen habe, darauf kopieren. Vorausgesetzt – und das ist der Haken – die Bücher haben keinen DRM-Schutz, der das Kopieren von elektronischen Büchern verhindern soll. Was gut gemeint und im Grunde richtig ist, wird aber im normalen Leben zum Irrsinn. Es ist reicht nämlich nicht, sich in einem Online-Shop (in meinem Fall Hugendubel) zu registrieren, um Bücher zu kaufen und auf dem Reader lesen zu können. Nein, man muss sich zusätzlich bei Adobe anmelden und eine ID dort anlegen. Wohlgemerkt wenn ich entsprechend geschützte Bücher, die ich per Tolino heruntergeladen habe, darauf lesen will. Dass das leichter geht, zeigt Amazon mit seinem Kindle (oder der App) und Googles Play Books. Bei beiden funktioniert die Anmeldung über den jeweiligen Account. Ein bei Amazon bestellter Kindle kommt gleich mit der entsprechenden Anmeldung. Das Kaufen und Herunterladen von Büchern auf das jeweilige Gerät funktioniert anschließend problemlos.

Natürlich sind alle Händler daran interessiert, dass Kunden dem eigenen Laden treu bleiben. Doch die versprochene Offenheit ist wenn überhaupt nur in Einschränkungen vorhanden. Ein bei Google gekauftes und heruntergeladenes Buch mit DRM-Schutz zeigt mein Tolino zwar an. Lesen geht aber trotz vorhandener Adobe-ID nicht, weil der Tolino meint, er könne nicht per Wlan ins Internet und sich mit einem Streaming-Fehler weigert, das Buch zu öffnen. Die umständliche Alternative, das Buch über Adobe Digital Editions zu öffnen, scheitert für mich als Linux-Nutzerin daran, dass das Programm nicht für das offene Betriebssystem zur Verfügung steht.

Der Tolino an sich ist eine gute Alternative zu einem Kindle. Und gegenüber einem Tablet hat er den Vorteil, leichter und mit einem scheinbar nicht leer werdenden Akku ausgestattet zu sein. Das Versprechen, alle Bücher, egal wo sie gekauft wurden, auf dem Tolino lesen zu können, gilt aber nicht uneingeschränkt. Oder ist zumindest mit technischem Gefummele verbunden, das nicht jeder leisten kann oder will.

Mein Tolino - schlafend Foto: Petra Breunig

Mein Tolino – schlafend Foto: Petra Breunig

SwiftKey – die Tastatur

Es gibt kaum etwas, was nervender sein kann als eine nicht funktionierende Tastatur. Egal ob am Laptop oder am Desktop-Rechner. Tippt man am Handy oder Tablet, kommt neben der Schnelligkeit, mit der man eben mal auf eine SMS oder eine andere Benachrichtigung antworten will, noch hinzu, dass man keine “richtige” Tasten hat. Und selbst wenn man sich an deren Verhalten gewöhnt hat – es gibt immer gute Gründe, sich über die Tastatur aufzuregen. Sei es, weil die Autokorrektur mitdenkt und die dümmsten Vorschläge sofort in die Tat umsetzt oder weil die angeblich selbstlernende Funktion ihre Bezeichnung nicht verdient.

Kostenlose App

Wer auf der Suche nach einer Alternative zur Default-Tastatur ist, sollte SwiftKey eine Chance geben. Die kostenlose App gibt es für Apple- und Android-Geräte in den jeweiligen Stores. Neben unterschiedlichen Themes (zusätzliche sind kostenpflichtig), die die Tastatur unterschiedlich einfärben, kann man die Größe ändern und einstellen, ob man “normal” tippen oder lieber wischen möchte. Außerdem kann man unter anderem wählen, wie schnell die Tastatur auf den Tastendruck reagiert, ob man bei langem Tastendruck Akzente sehen und ob man den Ziffernblock einblenden möchte. Die Autokorrektur kann man natürlich auch abschalten. Vertipper merkt sich SwiftKey auch, die kann man aber einfach wieder aus den Vorhersagen löschen.

Was für mich SwiftKey unschlagbar macht, ist zweierlei:
Über das Google-Konto synchronisiere ich die Worteingabe zwischen  Handy und Tablet.  Einmal eingerichtet, lernt die App innerhalb kurzer Zeit, was ich tippen will und schlägt die richtigen Wörter vor.
Weil ich neben Deutsch auch in Englisch tippe, habe ich  das Wörterbuch für britisches Englisch installiert. Den Wechsel zwischen Deutsch und Englisch erkennt SwiftKey ohne Probleme. Lediglich in der Beta-Version, die ich seit ein paar Tagen zusätzlich installiert habe (ja, ich gebe zu wegen der neuen Emojis), scheint diese Erkennung minimal langsamer abzulaufen.

Für mich ist SwiftKey mittlerweile die App, auf die ich am wenigsten verzichten möchte.

 

Theme1

Änderungen in den Einstellungen kann man gleich testen. Screenshot: Petra Breunig

Theme2

Nochmal, aber mit einem anderen Theme für die Tastatur. Screenshot: Petra Breunig

Google+ schaut anders aus

“Alles rot”, dachte ich als ich heute früh Google+ geöffnet habe. Denn Google+ hat ein neues Aussehen bekommen – zumindest ist es dann sichtbar, wenn man beim Einloggen den Hinweis auf das neue Design und die Frage, ob man wechseln möchte, entsprechend beantwortet.  Zumindest war das bei mir heute Morgen so. Beim erneuten Anmelden war Google+ sofort im neuen Design da.

Kreise und…

Und wie immer gehen die Meinungen über Gut und Schlecht, über Hübsch und Hässlich auseinander. Natürlich muss man sich an ein neues Aussehen erst einmal gewöhnen und es ist zunächst einmal nervig, wenn man gewohnte Dinge nicht mehr oder an einer anderen Stelle findet. Merkwürdig ist es beispielsweise, dass ich Beiträge von Leuten, die ich in meinen Kreisen habe, erst dann sehe, wenn ich den Kreis-Stream in den Einstellungen extra aktiviere. Weshalb dann in der Übersicht offenbar nur sieben dieser Kreise angezeigt werden und nicht alle, erschließt sich mir nicht. Ebensowenig ist es mir monentan (noch) ein Rätsel, ob ich nur zu dumm bin, die entsprechende Einstellung zu finden oder ob das vielleicht ein Bug ist, der nach einiger Zeit behoben wird. In den Apps sind jedenfalls alle Kreise verhanden.

…Hangouts

Verschwunden sind auch Hangouts, zumindest kann man einen Videoanruf nicht mehr von Google+ heraus starten. Will man das dennoch vom Rechner aus tun, installiert man in Googles Chrome eine Extension, die man dann wiederum über den “Apps”-Knopf in der oberen Leiste auswählen kann. Unpraktisch finde ich. Genauso wie die Tatsache, dass man nun nicht mehr mit einem Klick plussen kann. Dieses Funktion ist erst dann möglich, wenn man den entsprechenden Beitrag angeklickt und dann in das sich öffnende Fenster geklickt hat.

Der Sinn hinter der Layoutänderung wird dann augenfällig, wenn man sich Google+ auf dem Handy oder Tablet anschaut: es schaut überall gleich aus. Was wiederum dann praktisch ist, wenn man sich als aktiver Nutzer erst einmal an das neue Aussehen gewöhnt hat. Diejenigen, die nur deshalb Google+ öffnen, um festzustellen, dass es eine Geisterstadt ist und eigentlich schon gestern aufgehört hat zu existieren, kann jede Änderung herzlich egal sein.

 

Die Erklärung von Google zum neuen Layout ist hier zu finden.

 

[Update: Hangouts sind wohl deshalb aus Google+ verschwunden, damit man diesen Dienst auch ohne Google-Account nutzen kann. Wie bisher auch kann man es weiterhin über Gmail aufrufen.
Luke Wroblewski schreibt außerdem, dass das jetzige neue Design ein Vorabversion sei, weshalb es hier und da noch haken kann.

 

 

Anker Powerbank – externer Akku für unterwegs

Braucht man einen externen Akku wenn man nicht gerade jenseits jeglicher Zivilisation unterwegs  – also konkret kein Steckdose in Reichweite ist? Ich finde ja, spätestens dann, wenn man sein Smartphone einen Tag lang wirklich nutzt. Will heißen: Fotos macht, die Navigation benutzt, sich mit Freunden verabredet, kurz all das tut, worüber so manche Experten die Augen rollen und vor einer Technik-Sucht warnen und was ich als Teil meines Alltags bezeichnen würde.

Nach Hin und Her bin ich dem Rat eines Kollegen gefolgt und habe die Anker-Power Bank gekauft (für die es offenbar ein neueres Modell gibt). Und habe erst mal gezweifelt, ob es die richtige Entscheidung war, denn das schwarze, handliche und schick glänzende Teil ist mit knapp 300 Gramm kein Leichtgewicht, das man eben mal in die Jackentasche steckt. Weil ich aber immer eine Tasche dabei habe, wenn ich unterwegs bin, findet auch dieser Akku einen Platz, ein Platz, der nicht verschwendet ist. Denn der Akku lädt, anders als ich laienhaft gedacht habe, mein Handy locker mindestens viermal komplett auf. Mindestens, weil ich es unterwegs nur solange angesteckt habe, bis es den kritischen Akkustand  wieder verlassen hatte. Das Laden geht erstaunlich schnell und man kann es nebenbei erledigen, beispielsweise bei einer gemütlichen Kaffeepause. Praktisch: man kann bis zu zwei Geräte gleichzeitig laden.

Der Akku bringt seine eigene kleine Tasche mit, in die auch das mitgelieferte USB/Mini-USB-Kabel passt, allerdings ist kein Kabel oder Adapter dabei, um den Akku an der Steckdose aufzuladen! Dafür muss dann ein ohnehin schon vorhandenes Ladegerät herhalten, etwa das vom Handy oder Tablet, sofern es denn kompatibel ist. Ein kompletter Ladevorgang dauert gut neun Stunden, also ein Fall fürs Laden über Nacht. Auf meinem nächsten Trip ist der Akku auf jeden Fall wieder dabei.

 

Ubuntu – Der erste Kontakt

Wer sich von angesichts der mehr als problematischen Privatspähren-Einstellungen der neuesten Version von  Windows verabschieden oder einfach einmal etwas Neues ausprobieren möchte, muss keine Angst haben, seinen Computer unbrauchbar zu machen oder Daten zu vernichten. Vorausgesetzt, man geht überlegt zu Werke und hat alle wichtigen Daten auf einem externen Speichermedium gesichert. Sicherheitshalber sei gesagt, dass ich diese Betriebsanleitung aus eigener Erfahrung schreibe und keine Haftung übernehme, wenn etwas bei dem ein oder anderen nicht so läuft wie gedacht.

Nicht einfach drauflos installieren

Mein Rat an Linux-Anfänger: Neben etwas Zeit und Ruhe sollte man auf keinen Fall einfach drauf los installieren. Einem verzweifelten Nutzer, der unbedacht Ubuntu installiert hatte und damit seinen Rechner komplett lahmlegte, konnten selbst erfahrene Linux-Anwender nicht weiterhelfen. Aus dem Lesen des entsprechenden Forumeintrags blieb mir nur virtuelles Kopfschütteln, denn man muss schon sehr wagemutig sein, wenn man sich so den einzigen und noch dazu für die Arbeit benötigten Rechner zumindestens vorübergehend unbrauchbar macht.

Am besten und sichersten ist es, sich einen Live-USB-Stift herzustellen und Linux von dort aus zu testen. So merkt man recht schnell, ob der eigenen Rechner mit dem Betriebssystem zurecht kommt und ob man selbst damit arbeiten möchte. Denn schließlich geht es doch darum, sich selbst nicht unnötig auszubremsen. Als Einstiegsdroge in die Linux-Welt gilt Ubuntu. Um es auszuprobieren, braucht man zunächst einen USB-Stick, der mindestens 700 MB Speicherplatz haben sollte und natürlich das Betriebssystem. Man kann die Daten beispielsweise bei ubuntuusers.de herunterladen. Überhaupt kann  ich die deutschsprachige Seite und das Forum empfehlen. Hier gibt es nicht nur viel Wissenswertes über Ubuntu sondern auch Rat und Hilfe von erfahrenen Nutzern.

Mit Hilfe von Unetbootin Linux installieren

Der Weg über das Helferchen Unetbootin ist meiner Ansicht nach der einfachste, um Linux auf den Rechner zu installieren. Das Programm kann man über verschiedene Seiten bekommen, beispielsweise bei Chip oder direkt auf der englischsprachigen Homepage herunterladen – vom altertümlichen Design der Seite (und von Unetbootin selber) sollte man sich nicht abschrecken lassen. Unetbootin hat Versionen für Mac, Windows und Linux, aber auch allerlei Wissenswertes. Standardmäßig bietet Unetbootin verschiedene Linux-Distributionen zum Installieren an. Man kann aber auch die Version, die man sich vorher aus einer anderen Quelle heruntergeladen hat, verwenden. Keine Angst: das hört sich komplizierter an, als es tatsächlich ist, denn die Auswahlfenster sind selbsterklärend.

Unetbootin

Die Auswahlfenster von Unetbootin sind selbsterklärend. Screenshot: pb

Hat Unetbootin seine Arbeit beendet, muss der Rechner (mit eingestecktem USB-Stift) neu gestartet werden. Tut er das, erscheint beim Hochfahren beispielsweise statt des gewohnten Windows-Startbildschirms ein Auswahlfenster, das an die Urzeit des PCs erinnert. Durch die Pfeiltasten auf der Tastatur kann man auswählen, ob man Ubuntu installieren oder erst vom USB-Stift aus testen möchte. Wichtig: es läuft ein Countdown, den man sicherheitshalber durch einen Klick auf eine Pfeiltaste unterbrechen sollte. Dann hat man nämlich Zeit, die gewünschte Option auszuwählen und letztlich durch die Enter-Taste zu bestätigen. Entscheidet man sich für “Ubuntu ausprobieren” (was ich jedem Anfänger empfehle), wird weder am vorhandenen Betriebssystem noch an der Festplatte irgendetwas verändert. Und das Benutzermenü führt zuverlässig durch alle wichtigen Punkte – auch wer vorher noch nie etwas ähnliches ausprobiert hat, kommt mit den Anweisungen klar.

Weigert sich der Rechner, vom USB-Stift zu starten, muss man die Boot-Reihenfolge ändern. Wie man in das entsprechende Auswahlmenü kommt, ist vom Rechnermodell abhängig. Der Hinweis, welche Taste das ist, wird aber beim Hochfahren eingeblendet. Wichtig: der Wechsel ins Bootmenü ist nur für einen relativ kurzen Zeitraum möglich, hat man den verpasst, fährt der Rechner ganz normal hoch und man muss ihn neustarten. Wenn das trotz mehrfachen Versuchen nicht gelingt, kann es helfen, einen anderen USB-Port am Rechner auszuprobieren. Bei meinem Thinkpad X100e hat die Installation von Linux Mint so endlich funktioniert.
Wenn man mehr mit Ubuntu machen möchte, kann man es direkt vom USB-Stift aus entweder parallel zu einem vorhandenen Betriebssystem installieren oder es als ausschließliches System verwenden. Wie so oft ist das meiner Ansicht nach eine reine Geschmackssache und natürlich abhängig davon, was man mit seinem Rechner machen möchte oder muss.
Ich selbst hatte  seit fast fünf Jahren Ubuntu auf meinem Lenovo Thinkpad T61 installiert. Zunächst parallel zum mitgekauften Windows XP, dann hatte ich nur noch Ubuntu im Einsatz.  Mittlerweile habe ich ein Thinkpad X1 mit aktuell Ubuntu 15.04.

Noch ein Tipp zum Schluss: es kann nie schaden, vor dem Testen den vorhandenen Rechner zu googeln und auf diese Weise herauszufinden, ob es Schwierigkeiten bei der Installation geben könnte. Das empfiehlt sich auch, wenn man einen neuen Rechner kaufen und auf ihm Linux installieren möchte.

Google Plus lebt

GooglePlus  ist eine Geisterstadt. Niemand nutzt es. Regelmäßig ploppt diese Aussage auf, egal ob man Nachrichten im Internet oder in den sogenannten traditionellen Medien verfolgt. Aktueller Anlass ist die Ankündigung von Google, einen Google-Plus-Account nicht mehr verpflichtend zu machen, um Googles Dienste nutzen zu können.  Etwas, was durchaus auch bei Fans umstritten  und vor allem was das Kommentieren und Teilen von YouTube-Videos betrifft, schlichtweg nervig ist.  Nun muss nicht jeder in einem sozialen Netzwerk aktiv sein und wenn man es tut, so hat sicherlich jeder seine persönlichen Vorlieben. Doch ein Satz wird nicht dadurch richtiger, dass man ihn immer wiederholt, auch nicht, wenn er von einem angesehenen Medium stammt.

Was mich dabei am meisten ärgert (Achtung! Persönlicher Rant!): so manch einer der Verfasser ist gar nicht auf Google Plus angemeldet oder ist nicht aktiv. “Google+ schließt langsam den Sargdeckel” heißt es auf ZeitOnline  und dass das Netzwerk von vielen Nutzern ungeliebt wäre. “Google lässt Google Plus langsam sterben” titelt “Newsslash” und der Branchendienst turi2 glaubt ebenfalls, dass Google sein Netwerk beerdigen will. Diese Beispiele habe ich völlig willkürlich aus einer Google-Suche herausgegriffen und bei keinem der Autoren ein aktives Profil gefunden. Mag sein, dass sie alle in privaten Communities unterwegs sind, ich vermute aber, dass sie den Fehler machen, wie viele, die mit Google Plus nichts anfangen können (das ist jetzt meine Unterstellung): Sie legen einen Account an, erwarten, dass sie Freunde finden, die sie schon aus anderen Netzwerken und/oder aus dem realen Leben kennen und sich die Unterhaltungen quasi von alleine ergeben werden.

Genau das aber passiert meiner Erfahrung (Ja, ich bin auf Google Plus aktiv) nach nicht.  Denn die vermeintliche Geisterstadt ist von sehr aktiven – und meist auch sehr freundlichen – Geistern bewohnt, die durchaus bereit sind, auf einen Post zu reagieren. Wenn dieser Post aus welchen Gründen auch immer für sie interessant ist. Wer nur ein Foto oder einen Link teilt, wird in der Regel weniger Reaktionen bekommen als wenn er noch ein paar kommentierende Sätze  hinzufügt, sich also etwas Mühe gibt. Ja, das macht Arbeit. Ich finde aber, dass es sich lohnt. Denn im Vergleich zu Facebook bekomme ich beispielsweise auf die gleichen Beiträge bei Google Plus  viel mehr Reaktionen und ich habe schon zahlreiche gute Unterhaltungen geführt.

Was auch immer Google  vorhat – Google Plus ist jedenfalls keine Geisterstadt.

Google Play Music

Um es vorweg zu sagen: Ich nutze keine Apple-Geräte, aber es ist mir egal, womit meine Umgebung surft, telefoniert oder Musik hört. Und die Schnappatmungen, die manchen Apple-Fan befallen, wenn der Konzern etwas Neues vorstellt oder es auch nur ankündigt, sind mir egal. Schließlich reagiere ich ähnlich, wenn es um Dinge geht, die mir besonders am Herzen liegen. Dass die Ankündigung von Apple, jetzt auch ins Geschäft mit den Musikstreaming-Diensten einsteigen zu wollen, die üblichen Reaktionen auslöste, gehört für mich irgendwie zu Apple dazu: Ohne das ganz große Pathos, das einem schon mal glauben lässt, das Musikstreamen wurde gerade erst erfunden, scheint es nicht zu gehen.

Dass neben dem immer wieder angeführten und  zweifellos etablierten Spotify auch Google seit Ende 2012 seinen Streamingdienst Play Music  in Deutschland anbietet, ist nicht allen bekannt. Warum eigentlich? Schließlich erlaubt Google seinen Nutzern, 50.000 Lieder in seine Cloud hochzuladen, das komplette Angebot zu streamen, Lieder zu überspringen, in eigene Playlisten zu sortieren, gekaufte Lieder als praktische MP3-Dateien herunterzuladen und auf einem beliebigen Gerät zu hören. Offline Musik hören funktioniert genauso wie die Lieder auf ein kompatibles Soundsystem zu streamen, das bei mir Sonos heißt. Auch Googles Chromecast nimmt problemlos Kontakt auf. Genauso problemlos funktioniert Google Play Music, egal ob über seine Android-App, als Musikdienst über die Sonos-App, über die Internetseite unter Windows oder Linux Ubuntu. Laut Google können iTunes-Nutzer ihre Musiksammlung kostenlos hinzufügen.

Wie alle anderen Dienste auch kostet Googles Abo 9,99 Euro im Monat – nach der üblichen Testphase von 30 Tagen. Wer Google Music seit der Testphase hat, zahlt immer noch nur 7,99 Euro monatlich.

Mein erstes Fazit steht hier.

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