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Reiseführer London

Auch die neue Auflage des Reiseführers über London überzeugt durch zahlreiche hilfreiche Tipps und Hinweise auf bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten, aber auch auf Übernachtungsmöglichkeiten und öffentliche Verkehrsmittel. London-Neulinge werden vom Autor Ralf Nestmeyer in die Vielfalt der sich immer wieder neu erfindenden britischen Hauptstadt eingeführt (Sightseeing-Klassiker) und Kenner erfahren das ein oder andere Neue, das es lohnt, auf die Liste für den nächsten Trip gesetzt zu werden (Sightseeing-Alternativen).

“Sehenswertes” nicht nur für Regentage

Alternativen sollte man aber auch für einen Regentag einplanen. Will man dann eine der 18 vorgestellten Touren nicht nachlaufen, aber die anvisierte Gegend dennoch besuchen, lohnt sich ein Blick unter den Punkt “Sehenswertes”, der beispielsweise Museen auflistet, die – auch das sei gesagt – kostenlos sind und in aller Regel auch ein nettes Café oder Restaurant inklusive Wlan haben, in dem man entspannen und den weiteren Tag planen kann.

Die mittlerweile 12. Auflage des MM-City Reiseführers London ist nicht nur ein kompakter Begleiter vor Ort, sondern auch ein praktischer Helfer bei der Vorbereitung. Wenn man nicht weiß, wo man übernachten oder eine andere Unterkunft ausprobieren möchte, empfiehlt sich ein Blick in die Hotelliste, die von teuer bis günstig ein weites Spektrum anbietet.

 

Ralf Nestmeyer: Reiseführer London, MM-City,  Michael-Müller-Verlag, 17,90 Euro, Neuauflage 2019.
Wer mag, kann das Buch über diesen Partnerlink direkt beim Verlag bestellen.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Mehr über London gibt es auf meinem Blog hier.
Ein Interview mit Ralf Nestmeyer ist hier zu finden.

 

Süddeutsche Zeitung Edition: London und Südengland

Wer mit dem London Bug infiziert wurde, der muss immer wieder kommen in die Stadt, die gleichzeitig uralt und hypermodern ist. Und natürlich gibt es über die britische Hauptstadt Bibliotheken voller Bücher, unter ihnen ungezählte Reiseführer, von denen praktisch jeder seinen Favoriten hat, zu dem oder dessen Verlag er immer wieder greift.

Einen eher ungewöhnlichen Ansatz nehmen die beiden Bücher über London und Südengland aus der Edition der Süddeutschen Zeitung, die jeweils “Ein perfektes Wochenende” bzw. “Eine perfekte Woche” versprechen. Denn es geht hier weniger darum, eine Stadt wie London oder das nicht allzu weit entfernte Südengland neu zu entdecken und die typischen touristischen Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Beide Bücher  – man scheut sich Reiseführer zu schreiben – sind eher gedacht für Reisende, die nicht zum ersten Mal hier sind oder die das besondere suchen. Schließlich sind die Hotels, Restaurants oder Cafés nicht gerade günstig und alles andere als Hostels und Fast-Food-Shops. Dementsprechend sind die Bücher zwar Taschenbücher, aber so stabil und hochwertig aufgemacht, dass man sich scheut, sie ins Reisegepäck zu packen.

Wer einen “echten” Reiseführer sucht, wird von diesen beiden Bänden enttäuscht sein; wer aber auf der Suche nach Ungewöhnlichem ist (oder gerne zuhause der Vorfreude auf den nächsten Trip frönt), wird hier fündig.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

 

 

Ein perfektes Wochenende in London, 9,90 Euro
Eine perfekte Woche in Südengland, 16,90 Euro, jeweils Süddeutsche Zeitung Edition.

Beide Bücher wurden mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Annette Dittert: London Calling

Ach, London! Diese wunderbare, laute, dreckige und wunderschöne Stadt, die sich seit 2000 Jahren immer wieder neu erfindet – und die für viele die  Stadt überhaupt ist. Sie hat es Anne Dittert angetan. So sehr, dass die ARD-Korrespondentin beschlossen hat, sich dort niederzulassen, genauer gesagt auf einem dieser bunten Hausboote, die Little Venice seinen ganz eigenen Charme verleihen und die mindestens so exzentrisch sind wie man sich Einheimische vorstellt.

“London ist ein Zuhause geworden. Eine Stadt, in der ich seit fast zehn Jahren lebe. Länger bin ich noch nie an einem Ort gewesen.”

In ihrem Buch “London Calling. Als Deutsche auf der Brexit-Insel” zeigt Annette Dittert ihrem  Leser, weshalb sie sich in die britische Hauptstadt verliebt hat. Das liegt nicht nur an der Kulisse, die jeder aus dem Fernsehen oder aus dem Urlaub kennt. Es sind die Menschen und ihre unaufgeregte Art mit einem leckenden Hausboot genauso pragmatisch umzugehen wie mit einem überraschend einsetzenden Regen oder dem berühmten Nebel. Einige von ihnen stellt Annette Dittert mit der nötigen Distanz, aber auch mit der  Liebenswürdigkeit vor, die einem in London in der Tube genauso begegnen kann wie an der Theke des Schnellrestaurants, an der man seinen Kaffee in Empfang nimmt. Die Entschuldigungen, die die Wahl-Londonerin ob des Brexit-Referendums im Zug entgegenschlagen, sind genauso typisch wie der Blumenstrauß, den sie nach ihrer Rückkehr auf ihrem Hausboot vorfindet. Selbstverständlich gibt sich keiner der Nachbarn als Urheber zu erkennen.

Neben den Menschen ist es natürlich auch die Stadt selber, die in den Beschreibungen ihren Charme entfaltet – und so ganz nebenbei die ein oder andere Besichtigungstour abseits der üblichen Touristenpfade bereithält. Und so ist das Buch eine Liebeserklärung an London, die Fans der Hauptstadt nachvollziehen können.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

 

Annette Dittert: London Calling. Als Deutsche auf der Brexit-Insel. Hoffmann und Campe, 20 Euro.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Reiseführertipp: MM-City London

London ist so vielfältig und unerschöpflich wie die Zahl der erhältlichen Reiseführer, die scheinbar jede einzelne Ecke der Weltstadt an der Themse in ihre Bestandteile zerlegen und jedes Besucherbedürfnis befriedigen.  Wer ein handliches Buch sucht, das sich sowohl fürs Planen der Reise als auch für ein Schwelgen in Erinnerungen eignet (einen darauf hinweist, was man noch nicht gesehen hat und man demzufolge unbedingt bald wieder hin muss), der sollte dem “MM-City London” von Ralf Nestmeyer eine Chance geben. Er bietet nicht nur insgesamt 18 Tourenvorschläge, mit deren Hilfe man Londons Stadtteile erlaufen kann und quasi im Vorbeigehen einiges über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erfährt. Man findet auch Hinweise darauf, wo man was essen oder einkaufen kann und wann welche Museen geöffnet haben. Dazu gibt es für den schnellen Überblick jeweils eine Karte, auf der der Tourenverlauf eingezeichnet ist. Zusätzlich hat der Reiseführer aber auch einen großen Stadtplan und eine Streckenkarte der Tube zum Herausnehmen.  Mit Hilfe von Verweisen innerhalb der Tourenbeschreibungen findet man sich leicht zurecht und kann die Ausgangspunkte der Erkundungstouren beispielsweise anhand von Tube-Haltestellen planen.

Oyster-Card und Stromadapter

Zusätzlich bietet Nestmeyer eine Fülle von nützlichen Informationen, die nicht nur für den ersten Londonbesuch hilfreich sind. Das reicht beispielsweise vom Tipp, eine Oyster-Karte für den Nahverkehr zu kaufen (was man auch vor Reiseantritt machen kann), sich einen kostenlosen Tube-Übersichtsplan an einer Station zu holen, über Hinweise zu Zimmerbezeichnungen für die Buchung (Double oder Twin beds) und Hoteltipps bis zur Erinnerung daran, dass man mindestens einen Stromadapter braucht, um Smartphone und Kamera an den britischen Zweistiftsteckdosen aufzuladen (und man auf den kleinen Schalter achten soll, der so eingestellt sein muss, dass ein roter Punkt sichtbar ist, damit Strom fließt).

Fazit: Der neu überarbeitete London-Führer ist absolut empfehlenswert. Zwar hat diese Neuauflage im Gegensatz zu einem seiner Vorgänger jetzt auch eine Web-App, die man über einen QR-Code laden kann und so schnell Zugriff auf Online-Karten erhält, die mit denen im Buch korrespondieren. Allerdings reicht das Buch meiner Ansicht nach vollkommen aus, vor allem wenn man wie ich ohnehin gerne über Google Maps navigiert.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Ralf Nestmeyer: London, Michael-Müller-Verlag, 16,90 Euro, Neuauflage 2017. Wer mag, kann das Buch über diesen Partnerlink direkt beim Verlag bestellen.

Der Reiseführer wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Mehr von mir über London gibt es hier

London and her tube

Honestly, there are lots of things that I find fascinating when it comes to London and I’m not sure where to start or to continue considering my previous blog entry . But what about London’s underground, the tube?  After all you may need it just at the beginning of your trip when you are heading to central London from one of the airports. Do yourself – and others – a favour and get yourself an oyster card. You can buy it at the airport or online when you are planning your trip and feel like a Londoner.  The card is rechargeable which will help you ease your London bug – the feeling to come back to the city. And recharging the card is very fast and easily done at lots of tube stations.

Have your oyster card ready

Make sure you have your oyster card at hand when approaching the entrance, so you just have to hold it on top of the yellow button and cause no delay. Remember: Londoners are busy, they normally are not on holiday as you are, so get out of their way and stand on the side when you need to check your way on your tube map. Hint: there are maps inside every station. Just make sure you know where you want to travel, head to the platform which fits your destination (south or eastbound for example) and: stand on the right when using the escalators! Londoners really do this no matter what and honestly it’s quite interesting looking around and reading ads while getting to your platform.

Once your train has arrived, do allow the passengers to get out of it before you get inside. All the passengers. Don’t stand directly in front of the door, nobody is able to leave if you silly tourist are blocking everything. And you will block everything especially when you have a suitcase or a large bag with you. Or both. Enter the train and really do move inside. Don’t block the doors by standing too near, try to find a place to stand quite comfy or get a seat. And: Mind the Gap!

 

Fascinating London

What is it that makes London so fascinating? I’m asking myself this question for quite a while now and I still don’t have an answer. Quite a while means for at least three years, about that time BBC’s “Sherlock” forced its way into my life, ready to stay and occupy it.

But this was only the beginning because it opened a door to new and different experiences that literally broadened my mind, still do and will probably never end. London of course is a part of that – not just because the city is always present in the stories as a lovely book points out. But because London is the background for films, books and all in all quite present in everyday’s life if you are not hiding under a rock 24/7. So when I finally visited London for the very first time last November it soon became quite clear that the city infected me with her bug forcing me to come back, several times this year.

A bug that is made out of those iconic buildings the Elizabeth tower – known as Big Ben – is just one of countless ones, though it’s the one for me, symbolizing London and Britain in a wonderful building that I have to look at on every visit. But of course London is much more. Especially the Londoners being polite and calm even when silly tourists like me are standing on the wrong side of elevators or squeezing themselves into trains with their baggage. And gosh –  they are helpful! No matter if I was standing at a chip and pin machine wondering how to throw money at it or in front of a tube map in a crowded station figuring out what platform to choose: a friendly “Can I help you?” or “You do know your way, do you?” is one of the things that I will always connect with London – hopefully in many more visits to come.

 

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My London bug: Big Ben. Photo: Petra Breunig

 

Sherlock Holmes and London

Given the fact that Sherlock Holmes is one of best known fictional character not only in Britain where he is of course part of the national heritage but worldwide, it is not astonishing that there are whole libraries filled with all sort of books about the only consulting detective and probably the most famous detective of all times. So you have to look very carefully on any new one, if you don’t want to be disappointed.

The book cover Foto: pb

The book cover Foto: pb

“The man who never lived and who will never die” isn’t just another book about Sherlock Holmes. Although it is accompanying the exhibition in the Museum of London which is still open till April 12th 2015, it totally stands on its own feet. Alex Werner who compiled the book, throws a very different light on Arthur Conan Doyle’s figure, setting him in his surroundings while explaing that he only can exist within London. The city as some critics say is besides Sherlock Holmes and Dr. John Watson the third main figure in all of the original stories.

It has often been claimes that there are three principal characters in the Holmes and Watson stories: the great detective, the good doctor and the ever-present metropolis, and up to a point (…) this is true. (…) Yet London was not where Holmes started out, for his background was rural and gentrified.

And so the book pays tribute to that fact by showing lots of historic pictures of London while explaining the historical background not only of the original Conan canon but of all adaptions throughout the years – no  matter if you are watching a film situated in Victorian or contemporary London.

The articles are well written and stuffed with all information a Sherlock Holmes fan needs to know. And he will also need this book which will be a treat long after the exhibition is gone.

Alex Werner, Sherlock Holmes – The man who never lived and will never die, Ebury Press, about 20£/ 20€.

Bücher meines Jahres 2018

Es ist wieder Zeit, Bilanz zu ziehen – in Form von Büchern, die ich im fast abgelaufenen Jahr 2018 gelesen habe. Darunter sind Neuerscheinungen genauso wie Bücher, die mir aus dem ein oder anderen Grund als lesenswert erschienen. Insgesamt habe ich genauso viele Bücher gelesen wie 2017. Erstmals waren zwei Hörbücher dabei.

Meine Bilanz:
Gesamt: 38
Deutsch: 18
Englisch: 20
E-Books: 5 (auf dem Tolino gelesen)
Hörbücher: 2

Aus meinem Bücher-Jahr möchte ich diese empfehlen:

Deutschsprachige Autoren der Gegenwart:
Benedict Wells jüngste Sammlung von Kurzgeschichten “Die Wahrheit über das Lügen” hat nur den Nachteil, dass die Geschichten zu kurz sind –  zu gut und zu spannend sind sie geschrieben. Wer noch nichts von dem 34-jährigen Schriftsteller gelesen hat und erst einmal vorsichtig Kontakt aufnehmen will, sollte zu diesem Band greifen.
Bernhard Schlink und Lukas Hartmann haben  2018 beide Frauen als Hauptfiguren ihrer neuen Romane gewählt. Schlinks “Olga” setzt im Deutschland des 19. Jahrhunderts alles daran, als selbstständige Frau ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. In Hartmanns “Ein Bild von Lydia” ist die reichste Frau der Schweiz im Zürich des Jahres 1887 in den Konventionen ihrer Zeit gefangen.

Die Sprache ist egal
jedenfalls wenn es um diese Autoren geht, deren Werke wunderbar ins Deutsche übersetzt wurden:
Ian McEwan ist eigentlich immer lesenswert, auch seine Kurzgeschichten wie “The Daydreamer“, “Der Tagträumer“, die aus der Sicht eines Jungen erzählt sind, der sich am liebsten in andere Personen oder Tiere hineinversetzt.
Matt Haigs “Notes on a nervous planet” erscheint im März unter dem Titel “Mach mal halblang – Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten” bei dtv, wo auch die vorherigen Werke erschienen sind.

Hörbücher
sind eigentlich nicht unbedingt meine Welt, weil ich fürchte, wichtige Passagen zu verpassen. Immerhin habe ich zwei geschafft, was bei einem am Vorleser, beim anderen an einem Kinofilm liegt.
Carlo Rovelli: The Order of Time, vorgelesen von Benedict Cumberbatch  und
Dr. Seuss: How the Grinch stole Christmas, vorgelesen von Walter Matthau.

Ein neuer Privatdetektiv
Cormoran Strike, der in heutigen London unterwegs ist,  ermittelt in seinem mittlerweile vierten Fall “Lethal White”, “Weißer Tod“.  Wie bei anderen Reihen auch, sollte man aber am Anfang beginnen, in diesem Fall mit “Der Ruf des Kuckucks“. Actionfans werden allerdings nicht auf ihre Kosten kommen, Fans von Donna Leons Commissario Brunetti eher schon.

Worauf ich immer hinweisen muss:
James Rhodes’ jüngstes Buch Fire on all sides, zu dem der britische Pianist auch eine Spotify-Playlist angelegt hat und in dem er beschreibt, welch Anstrengung es ihm unter anderem immer noch kostet, auf die Bühne zu gehen und das zu tun, was er am liebsten tut: Klavierspielen. Wer Lust hat, James live in Deutschland zu erleben, hat 2019 mehrfach die Chance.

Bücher für Weihnachten 2018

Bücher als Geschenke – was für den einen einfallslos sein mag, ist für den  Buchleser der Beweis dafür, dass er sich mit den Vorlieben des zu Beschenkenden auseinandergesetzt hat und aus der schier unerschöpflichen Auswahl an lieferbaren Büchern ein ganz bestimmtes ausgesucht hat. Und wer kurz vor knapp noch ein Geschenk braucht, kann sich damit entschuldigen, dass das Buch noch nicht auf Deutsch erschienen ist und er daher einen Gutschein überreichen muss.

Meine Empfehlungen aus Büchern, die ich heuer gelesen habe (und bei deren Auswahl ich gemerkt habe, wie unterschiedlich sie sind). Die jeweiligen Links führen zu ausführlicheren Blogbeiträgen:

Film-Entdeckung:
Mary Ann Shaffer: Deine Juliet (btb, 9,99 Euro): Als der Film in die Kinos kam, wusste ich nicht, dass er auf einem Buch basiert. “Deine Juliet” erzählt die überraschende Begegnung zwischen der Londoner Schriftstellerin Juliet und dem Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Bücher mit Tiefgang:
Wendy Mitchell: Somebody I used to know (Bloomsbury, ca. 12 Euro; erscheint unter dem Titel “Der Mensch, der ich einst war: Mein Leben mit Alzheimer”, im Juni 2019 auf Deutsch bei  Rowohlt, 12 Euro): Der deutsche Titel nimmt vorweg, um was es in dem Buch geht: Alzheimer – und wie die Autorin Wendy Mitchell damit umgeht und versucht ihr Leben neu darauf auszurichten. Das ist weniger sentimental als gedacht, aber dennoch sehr berührend.

Anthony Doerr: Memory Wall (btb,8 Euro): Unsere Welt, unser Leben besteht aus Erinnerungen, so wie das Leben von Alma Konachenk, die das Gedächtnis verliert und in deren Erinnerungen irgendwo der Hinweis auf ein Fossil versteckt ist.

James Rhodes: Fire on all sides (keine deutsche Übersetzung bisher, Quercus, ab ca. 8 Euro). Der britische Pianist James Rhodes wurde als Kind mehrfach vergewaltigt. Dieses Trauma hat er keineswegs überwunden, wie er erschütternd offen, aber auch gleichzeitig witzig, frech und direkt in “Fire on all sides” schreibt. Unter dem gleichnamigen Titel ist auch ein Album erschienen, das das Buch sozusagen begleitet.

Lieblingsschriftsteller:
Ian McEwan: Der Tagträumer (Diogenes, 10 Euro/The Daydreamer, Vintage, ca. 10 Euro): Die Kurzgeschichten im dünnen Band “Der Tagträumer” (Link führt zu meinem englischsprachigen Beitrag) haben alle die gleiche Hauptfigur: Den Jungen Peter Fortune, der nichts lieber macht als sich in den Körper von anderen Lebewesen zu träumen.

Matt Haig: Wie man die Zeit anhält (dtv, 20 Euro; How to stop time, Canongate, ca. 8 Euro): Der Roman erzählt die Geschichte von Tom Hazard, der zwar 439 Jahre alt ist – der aber äußerlich nicht altert. Das ist für Albas wie ihm ein Problem, denn natürlich merken die Menschen in seiner Umgebung, dass er anders ist.

Robert Galbraith: Weißer Tod (Blanvalet, 24 Euro, erscheint am 27. Dezember/Lethal White, ab 12 Euro): Der mittlerweile vierte Fall für den Privatdetektiv Cormoran Strike ist genauso spannend und gut geschrieben wie die vorherigen. Kennt der Beschenkte die noch nicht, mag aber Krimis, die zudem noch in London spielen, sollte man zum ersten Band  “Der Ruf des Kuckucks” (Blanvalet 10,99 Euro) greifen.

Bernhard Schlink: Olga (Diogenes, 24 Euro): Olga ist nach den Maßstäben am Ende des 19. Jahrhunderts zwar nur eine Frau. Aber sie weiß genau, was sie will. Selbstständig sein, eine Familie gründen – scheinbar unerreichbare Wünsche für eine Frau in Deutschland, in der immer radikalere Ansichten, die Politik bestimmen werden.

 

 

 

 

Mick Herron: Slow Horses

Ausgemustert und abgeschoben, das sind die Agenten, die Slow Horses – und River Cartwright ist einer von ihnen. Statt im aktiven Dienst in Regent’s Park zu sein, wurde er mit den anderen abgeschoben in eine Dienststelle in der Nähe des Barbican, dem Londoner Kulturzentrum, das ungefähr so hässlich wie groß ist. River ist hier, weil er bei einer Übung nicht verhindern konnte, dass einer der größten Bahnhöfe Londons, King’s Cross, zum Erliegen kommt. Zusammen mit den anderen ausgemusterten Spionen versucht er nicht nur die immer gleiche Routine zu durchbrechen, sondern auch wieder zurückzukommen in den aktiven Dienst.

Mick Herron lässt mit “Slow Horses” den Spionagethriller wieder aufleben, den manche wenn nicht mit dem Ende des Kalten Krieges, so doch spätestens mit den Werken des großen John le Carré für beendet erklärt haben. Dabei beeindruckt der Roman nicht so sehr durch turbulente Szenen, sondern durch eine durchdachte Handlung, die den Charakteren Zeit gibt, sich zu entwickeln.  London-Liebhaber werden als Extra-Bonus bekannte Straßen und Plätze vorfinden. Die wunderbare Arbeit von Stefanie Schäfer lässt einen fast vergessen, dass man eine Übersetzung liest.

 

Mick Herron: Slow Horses, Diogenes, 24 Euro.
Das E-Book wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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