Kategorie: BBC (Seite 2 von 3)

Hollow Crown, Shakespeare and Benedict Cumberbatch

No, I’m not a Shakespeare expert. Far from that. Although I can imagine that reading his works might be the same challenge for native English speakers as it is for me reading Goethe or Schiller, getting the meaning of Shakespearian English is indeed a challenge. And it doesn’t get easier watching a play live on stage or a film version.

Unless you have a production team and a broadcaster that have the courage to  throw two hours of a 400 years old play on their audience, including lots of artificial blood, mud, ancient buildings and a very fine crew of actors to bring William Shakespeare’s War of the Roses to life. The second series of BBC Two’s Hollow Crown has all this. And it has a Benedict Cumberbatch whose Richard (soon to be King in the third episode of this series) goes all the way from an awkward but still nice ish teenager – his first appearance is all cheerful – to a cruel villain ready to climb on England’s throne, killing everyone in his way. We watch a young man who loves and adores his father who considers himself as rightful heir to the throne, a young man who from the very first scene always stands a bit aside, limping with a stiff leg and a hunchback – and is mocked for this and the fact that his birth apparently wasn’t an easy one, leaving him disabled into a world full of warriors.

“This word ‘love’ (…) be resident in men like one another, and not in me.
I am myself alone.” Henry VI 3, V,6.

As if this isn’t enough to harm a man, Richard is an eye witness when his younger brother is killed. His shock and fear is the audience’s because it is all written in Benedict Cumberbatch’s performance and we know that this is the final reason that turns Richard into the monstrous villain.

“And am I then a man to be belov’d?
O monstrous fault to harbour such a thought.” Henry VI 3, III,2

But it is not a villain that is totally disgusting and appalling. Richard is scaring, thrilling, seductive and – surprisingly enough  – funny and you realise you care for a man who admits all he longs for in the end is his brother’s crown no matter how many men he has to kill to reach that aim. But Richard is not only just bad. He’s a man who feels utterly alone since early childhood, a man who knows that he will not find true love because of his deformities.

If it is true that “Richard III” is one of the most demanding roles for any actor, it’s not for Benedict Cumberbatch. Because he brings every tiny detail of that character to life without any visible effort, leaving his audience speechless in front of the telly (or where ever you have the good fortune to catch this film), realising that you haven’t moved since two hours – except for opening your mouth in disbelief, murmuring “Oh my God” every once in a while and totally forgotten that you are watching a Shakespeare play normally considered as difficult stuff.  We don’t know if  William Shakespeare thought of a special actor when writing his play. But maybe you need a Benedict Cumberbatch to make a villain sexy.

Sherlock: Die Braut des Grauens

Mit dem Special “Die Braut des Grauens” verpflanzen die Macher die erfolgreiche britischen Serie von der Moderne in ihre Ursprünge. Am Ostermontag kommt die synchronisierte Fassung ins deutsche Fernsehen (ARD, 21.45 Uhr).

Was zunächst als Weihnachtsspecial angekündigt wurde, erblickte am 1. Januar 2016 das Licht der Fernsehöffentlichkeit. Oder zumindest der Öffentlichkeit, die auf welchem Wege auch immer die Erstausstrahlung im ersten Programm der britischen BBC anschauen konnte. Dem Rest der Fans blieb immerhin der zum Teil zeitversetzte Gang ins Kino, denn in vielen Ländern weltweit durfte die Originalfassung im Umfeld der Fernsehausstrahlung auf die große Leinwand – außer in den deutschsprachigen Ländern.

Denn in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die ARD die Erstausstrahlungsrechte an der synchronisierten Fassung und damit ganz offenbar das Recht, eine Kinoausstrahlung zu verhindern. Eine Ausstrahlung, die wohlgemerkt im englischen Original gezeigt worden wäre und somit ein anderes Publikum angesprochen hätte. Entsprechende Fragen verärgerter Fans beantwortete die ARD lediglich mit der Standardantwort eine Ausstrahlung im Kino sei nur in unmittelbarer Nähe zu einer Ausstrahlung im Fernsehen möglich (oder auch mit der Bitte später noch einmal nachzufragen)– was nach Recherchen der deutschsprachigen Webseite „Sherlock-DE“ so nicht stimmt. Immerhin wurde in China und Belgien „Die Braut des Grauens“ im Kino gezeigt, obwohl in beiden Ländern keine Termine für eine Fernsehausstrahlung feststehen. In Großbritannien war die Rückkehr des Meisterdetektivs auf die Fernsehschirme ein Quotenerfolg für die BBC, die eine Einschaltquote von 40,2 Prozent vermeldete. Über die Feiertage war “Sherlock” sogar die am meisten gesehene Sendung. Trotz der zeitgleichen Ausstrahlung ließen es sich 18.500 Fans nicht nehmen, „Sherlock“ im Kino zu genießen.

Eine Verneigung vor den Fans

Und ein Genuss war es tatsächlich. Wer nach den ersten Gerüchten, die Erfinder des zeitgenössischen „Sherlock“ Steven Moffat und Mark Gatiss würden ihre Version ins viktorianische England zurückversetzen, der Überzeugung war, beide hätten wahlweise den Verstand verloren oder seien am Ende ihrer Ideen angekommen, wird schon nach wenigen Minuten eines besseren belehrt. Zahlreiche Anspielungen und filmische Zitate aus den vorherigen Staffeln sind vor allem in den ersten Szenen nichts weniger als eine Verneigung vor den zahllosen Fans der Serie. Der Fortgang der Handlung und ihre Auflösung sind eine liebevolle Hommage an den Sherlock-Holmes-Erfinders Arthur Conan Doyle. Die Details erschließen sich wie auch schon bei den vorherigen Folgen erst bei mehrmaligem Anschauen, zu vielschichtig und scharfsinnig sind nicht nur die Dialoge – bei denen wie immer Benedict Cumberbatch den meisten Text lernen muss und in der unglaublichen Geschwindigkeit Sherlocks präzise artikuliert spricht. Martin Freeman als Dr. John Watson ist ihm ein mehr als ebenbürtiger Sparringspartner, der auch im viktorianischen Tweedanzug mehr ist als ein Wortgeber und tollpatischer Bewunderer. Zusammen sind sie ein kongeniales Team, das an Drehorten und im Studio so wirkt, als würden sie in ihren Schauspielerleben nie etwas anderes tun.

Erfolgreiche Hauptdarsteller

Dabei haben es wohl beide Schauspieler nicht mehr nötig, in die berühmte Adresse Baker Street 221B zurückzukehren. Martin Freeman wurde spätestens mit der dreiteiligen Verfilmung des „Hobbit“ einem weltweiten Millionenpublikum bekannt, stand als „Richard III“ auf der Bühne und faszinierte in der ersten Staffel der Fernsehserie „Fargo“. Benedict Cumberbatch brach im vergangenen Jahr als „Hamlet“ die Vorverkaufsrekorde für Londoner Theater, erhielt für seine Darstellung des Codeknackers Alan Turing in „The Imitation Game“ eine Oscar-Nominierung und stand  gerade als „Doctor Strange“ für die Titelrolle des Marvel-Helden vor der Kamera. Die vollen Terminkalender beider Hauptdarsteller sind wohl auch ein Grund dafür, dass neue „Sherlock“-Folgen nur im zweijährigen Rhythmus ausgestrahlt werden – wenn die Fans Glück haben. Doch sowohl Benedict Cumberbatch als auch Martin Freeman mögen die Serie offensichtlich, und die Macher arrangieren die Dreharbeiten entsprechend: die vierte Staffel wird im April diesen Jahres gedreht, eine Ausstrahlung in britischen Fernsehen könnte Anfang 2017 folgen.

Den Trailer zur “Braut des Grauens” gibt es hier.

You find my review of “The Abominable Bride” here.

 

Sherlock – The Abominable Bride

When learning about a Sherlock special to be aired round Christmas, the speculations where afoot. A special! Not only way ahead of series 4 that will be aired some when on 2017 but a sort of stand alone episode settled in Victorian London! How would this fit into the beloved Sherlock situated in our times in London, with the beloved sociopath using every new gadget including the internet of course to help him finding the solution of his cases?

To be honest: Mark Gatiss and Steven Moffat not only created a good film that was entertainment. It was full of hints both to the original canon and the genius Sir Arthur Conan Doyle who created perhaps the most famous detective who has never lived and who will never die. It was also a bow to the fans offering them lots of hints to previous episodes. All in all “The Abominable Bride” was a fantastic ride, although settled in an area without modern day’s stress and hectic but with cabs instead of taxis or the tube, with letters and telegrams instead of text messages or emails, that didn’t lose the dynamic that is one of the defining parts of BBC’s modern Sherlock. Together with the brilliant cast and crew that put all their love and abilities into every single scene, this episode has everything the fandom wanted. And so much more.

Sherlock und Deutschland

Es ist eines dieser Dinge, das ein ständiges Ärgernis ist, der Satz “Dieses Video ist in Ihrem Land nicht verfügbar.” Nun mag es irgendwo in den Tiefen des Rechts berechtigte Gründe für diese Sperre geben. Unbegreiflich ist es, wenn solche Gründe, die Ausstrahlung einer weltweit populären Sendung wie das Weihnachtsspecial der erfolgreichen BBC-Serie “Sherlock – The Abominable Bride” in Deutschland nicht nur im Fernsehen verhindern. Sondern auch wohl wegen des Erstausstrahlungsrechts der ARD eine zeitnahe Übertragung im Kino verbieten. Denn die deutsche Fassung, wird irgendwann (Vermutungen gehen Richtung Ostern) unter dem Titel “Die abscheuliche Braut” synchronisiert laufen.

Wohlgemerkt: synchronisiert! Keine Zweikanaltonfassung obwohl das technisch gesehen – siehe Arte – keinerlei Probleme machen dürfte, keine OmU-Version in der Mediathek – siehe ZDF und das jüngste Beispiel “The Fall”. Auf Anfragen unter anderem der Fanseite “Sherlock DE” gab es wohl keine Reaktionen. Auf meine E-Mail an die Zuschauerredaktion (siehe Screenshots) mit dem Hinweis darauf, dass echte Fans die Folge sowohl im Kino als auch später im Fernsehen anschauen und es daher sicher nicht zum Verlust von Einschaltquoten kommen würde, verbunden mit der Bitte, die negative Entscheidung doch noch einmal zu überdenken, bekam ich die die lapidare Antwort doch noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt nachzufragen. Die Tatsache, dass die Folge am 1. Januar ausgestrahlt werden würde, war der Zuschauerredaktion am 23. Dezember offenbar noch unbekannt.

Screenshot: Petra Breunig

Screenshot: Petra Breunig

 

 

Screenshot: Petra Breunig

Screenshot: Petra Breunig

Genauso unbekannt dürfte es offenbar den Veranwortlichen sein, dass Sherlock eine absolute Erfolgsserie ist – eine Tatsache, die noch am Tag danach beim Schreiben dieses Blogeintrags dadurch bestätigt wird, dass der Hashtag #Sherlock in den deutschen Twittertrends ist. Obwohl die BBC hierzulande offiziell nicht empfangbar ist. Was bleibt, ist die vage Hoffnung, dass Zuschauer irgendwann die Originalfassungen im Fernsehen gezeigt bekommen oder dass die BBC als Pay-TV das Licht deutscher Wohnzimmer erblicken wird. Bis dahin bleiben den Fans Livestreams und DVDs/Blurays. Denn wie Sherlock sagt: “You know my methods, John”.

 

Das Titelbild dieses Beitrags ist hier zu finden.

[Update: Laut dieses BBC-Entertainment-Journalisten haben 8,4 Millionen Zuschauer das Special bei der Erstausstrahlung in der BBC angeschaut. In diesen Zahlen sind spätere Aufrufe, etwa in der Mediathek der BBC, dem iPlayer, nicht enthalten.

[Update 5. Januar: Die ARD-Zuschauerredaktion hat mittlerweile auch mit eine Standardantwort geschickt. Auf weitere  Aspekte meiner E-Mail wird gar nicht eingegangen.

Screenshot: Petra Breunig

Screenshot: Petra Breunig

 

Screenshot: Petra Breunig

Screenshot: Petra Breunig

 

[Update 11. Januar: Die deutsche FanseiteSherlock_DE hat zu diesem Thema  einen offenen Brief and die ARD geschrieben. Er ist hier zu finden.

Sherlock Holmes für Anfänger

Sherlock Holmes ist vielleicht die am meisten bekannte literarische Figur. Das ist auch im deutschsprachigen Raum so und selbst Menschen, die noch nie eine der Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle gelesen haben, wissen etwas mit dem Namen des genialen Detektivs anzufangen. Logisch also, dass es scheinbar ganze Bibliotheken voller Literatur über Sherlock Holmes gibt, wenn auch nicht immer auf Deutsch.

Dass Maria Fleischhack mit “Die Welt des Sherlock Holmes” eine Ausnahme macht, ist daher löblich  – wenn man auch sagen muss, dass dieses Buch nur etwas für Anfänger ist. Die werden zwar einen guten Überblick über alle Geschichten des sogenannten Canons, die Figuren und ihre Adaptionen bekommen. Das ist aber leider auch schon alles. Denn das Buch wirkt als sei es schnell heruntergeschrieben, zu oft wiederholen sich Inhalte in aufeinanderfolgenden Passagen und einmal scheint es, als habe sich das Schreibprogramm geweigert, Wörter ordentlich durch Leerzeichen zu trennen.

Mögen das noch Flüchtigkeitsfehler sein, so sind aber diese Hinweise schlichtweg mangelnder Recherche geschuldet: Christopher Lee spielt nicht in der 16-teiligen BBC-Serie “Arthur Conan Doyle’s Sherlock Holmes” aus den 1960er Jahren. Sherlock Holmes wird darin von Douglas Wilmer und von Peter Cushing verkörpert.

“Sherlock” ist die erfolgreichste Serie der BBC, wie der Sender in seinem Jahresbericht selbst schreibt “and licensed to 224 territories”. Selbst wenn man “territories” nicht mit “Ländern” übersetzen mag, so führt die Seite Sherlockoloy.com in einer Übersicht deutlich mehr Länder auf, als die genannten 16, in denen laut Fleischhack “Sherlock” ausgestrahlt wird. Oder sind da nur die Länder gemeint, in denen “Sherlock” synchronisiert wird?

Die Behauptung, die vierte Sherlock-Staffel werde 2015 gedreht, mag dem Veröffentlichungsdatum des Buchs im März 2015 geschuldet sein, schließlich wurde in diesem Jahr “nur” ein Sherlock-Special gedreht und vermutlich zu Weihnachten auf BBC One ausgestrahlt; eine Bestätigung steht aus. Die vierte Staffel jedenfalls wird im Frühjahr 2016 gedreht, wie Steven Moffat bestätigte. Dass die dann zumindest in Großbritannien im gleichen Jahr ausgestrahlt werden wird, ist bisher reine Spekulation.

Fazit: “Die Welt des Sherlock Holmes” bietet eine erste Übersicht für Sherlock-Holmes-Neulinge. Wer tiefer einsteigen will, sollte es mit dem Buch zur Sherlock-Holmes-Ausstellung im Museum of London “Sherlock Holmes – The Man who never lived and will never die” versuchen.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

Maria Fleischhack: Die Welt des Sherlock Holmes, Lambert Schneider, 24,95 Euro.

Sherlocked – the convention

Where shall I start writing about an weekend that was stuffed with such a variety of experiences that still are not sorted in my mind – probably never will?

At the beginning there was this series on telly I fell in love with a couple of years ago. BBC’s “Sherlock” is a treat not only because of the extraordinary professionals that are dealing with bringing a modern Sherlock Holmes to life in our modern times. But it brings fans and crew together in a way that is fascinating and heartwarming at the same time.

Excited and scared at the same time
So when Sherlock the official convention was announced earlier this year, it soon was clear that fans started planning their trip to London – fans from all over the world. And when it finally was time to walk into ExCel, the exhibition and convention centre in London for registration and picking up some items, I – being a totally con newbie – was excited, thrilled and a bit scared. Excited and thrilled because I would finally meet Benedict Cumberbatch in real life, scared because I totally had no clue how not to behave like a idiot and not to fall over while waiting in the queue for my first photoshoot with a man I adore both as a brilliant actor and as a human being. When it was my turn to walk the few steps in front of the camera, I was totally calm and relaxed just because I looked at him while waiting. And although it was only a matter of a few seconds, I obviously managed to say “Good morning, so nice to meet you finally”. Obviously because Benedict looked at me (I mean those eyes!!) and saying “How are you? Nice to meet you, too” (that voice!!) he put his hand on my shoulder. Seconds later, the camera has fixed that moment forever, Benedict answered my “Thank you, have a nice day” with a “Have a nice day, too. Take care” and it was my turn to grab my pic, stroll outside, meet my best friends and other fans who smiled at me who had survived her first BenMoment ever.

A smile at the end of a long day
When I met Benedict for a second shoot inside the 221B Baker Street set, it was almost the end of a long day. He, sitting in Sherlock’s chair, looking tired, gave me a smile. “How are you?” “Tired, but fine. Has been a long day.” “Yes”, he answered and while I desperately tried not to fall off or into John’s chair, I realised Benedict murmured something like “Take care, the chair is very low”. Only seconds later I crawled out of the chair, hoping not to fall over my own feet and straight in front of Benedict’s shoes. “Thank you and all the best for you”, I stumbled, looking for seconds straight into his eyes, eyes that brightened (seemed that my voice was still functioning) while Benedict gave me a lovely smile “Aw.That’s very nice. Thank you. Take care” and I was out of the set again.

I have no idea how others went through these moments, how it was for them meeting Benedict and all the other actors. I found Benedict as lovely, nice, charming and polite as I ever thought he would be. And I respect him even more considering the fact that he must have met hundreds of fans in only one hour, maybe a thousand when the day came to an end. A day where I saw him on stage for a Q&A with fans and introducing a screening of Scandal in Belgravia that wrapped up my day, where he was funny, cheeky and a joy to watch and listen to.

Andrew’s yellow chucks
But there was a con world beyond Benedict, too. And it was thrilling and exciting meeting lots of the other actors. One of my highlights was Andrew Scott’s photoshoot and him signing my pic later. It seems he was really enjoying his time, looking straight at me when I walked over to him for the photoshoot, smiling and giggling as if he was meeting and old friend. A bright smile welcomed me later when it was my turn for getting Andrew’s autograph. “You left me a crying mess after ‘Pride’,” I said, causing him to look baffled at me. “But it’s all fine now that you are wearing yellow chucks.” “Yaaah, chucks are cool, aren’t they?” Andrew laughed out loud, smiled while he was handing my pic over.

Lars Mikkelsen who made me feel even more tiny at my photoshoot, seemed pleased and smiled when I said “The Team” hooked me. Una Stubbs greeted me with open arms and made me feel as we could have tea together instantly. Louise Brealey hugged me, asked when I was returning to Germany, ordered nice weather when she learned I had another day in London for strolling round the city (thx, btw, it worked perfectly) and left me with another warm hug, saying “Meet you on Twitter”.

Besides photoshoots and signing, I attended talks with Steven Moffat, Mark Gatiss, Lars Mikkelsen and Andrew Scott, watched a special effect show with Danny Hargreaves and unfortunately missed others. But I met lovely people literally from all over the world. People who were funny, kind, intelligent, interested in such a variety of things and very polite in ignoring my English. People who were friendly enough recognising me behind my Twitter account and started a chat and whom I hopefully will meet again online and in RL. People who are sharing the same love for a fandom which is able to communicate with quotes alone and which hopefully will stay a kind and friendly one.

Yes, this weekend was packed with a huge schedule and it was exhausting. But is was definitely worth it.

Sherlock Chronicles – a wonderful treat for a fan

Sherlock Chronicles. Photo: pb

Sherlock Chronicles. Photo: pb

You think you do know everything about BBC’s Sherlock? Think twice, dive into the wonderful book “Sherlock Chronicles” written by Steve Tribe and take a stroll from the very beginning (or even before the beginning itself) to the latest episode so far.

The book is stuffed with all kind of information any Sherlockian needs to know. There are deleted scenes-scripts, behind the scenes pictures and interviews with cast and crew members. But was makes this book outstanding compared to other Sherlock fan books is the reference to Sir Arthur Conan Doyle’s original stories. “Holmes from Holmes”, as the writer names it, shows quotes from the canon and how and where Mark Gatiss and Steven Moffat used them in one of the episodes. You will always find it baffling to read and realise again how modern Sherlock Holmes is and always has been – and how brilliant all episodes of “Sherlock” are, how carefully they are arranged and how deep their connection to Doyle is.

“Sherlock Chronicles” is a must have book for every fan and a wonderful gift for a Sherlockian dear to your heart.

Steve Tribe: Sherlock Chronicles. BBC books, Penguin Random House, about 16 £/ 22 €.

Eine liebevolle Hommage an Sherlock Holmes

Der Sherlock Holmes, den Sir Arthur Conan Doyle erfunden hat, ist ein Mann im besten Alter und im vollen Besitz seiner geistigen Fähigkeiten. Was der wohl berühmteste Detektiv der Literaturgeschichte gemacht hat, bevor er in die Adresse 221 B Baker Street eingezogen ist, das entzieht sich dem Wissen der Leser – auch wenn es Andeutungen und einige Bücher darüber geben mag, so lässt Doyle Sherlock-Holmes-Fans im Unklaren. Das Gleiche gilt für das Leben im Ruhestand, von dem wir eigentlich nur wissen, dass Holmes sich zurückgezogen hat und Bienen züchtet.

Im Mitch Cullins “A Slight Trick of the Mind” (auf Deutsch etwa: “Eine leichte Sinnestäuschung”) begegnet der Leser einem 93-jährigen Sherlock Holmes, der ein ruhiges, zurückgezogenes Leben auf einem Bauernhof in Sussex führt und an dem nur seine Haushälterin und deren Sohn teilhaben. Um es gleich zu schreiben: was für jeden Fan und natürlich auch für den Sherlock Holmes des Originals und seinen Erfinder eine Beleidigung hätte werden können, ist eine wunderbare Liebeserklärung an den großen Detektiv. Cullin schreibt einen Roman voller Respekt, voller Liebe zum Detail, der zu Herzen geht, gelegentlich zu Tränen rührt und eines der besten Stück Unterhaltungsliteratur ist, die es momentan gibt (leider nicht auf Deutsch). Sein Sherlock Holmes weiß um seinen gebrechlichen Körper, den er nur noch mit Hilfe von Krücken bewegen kann, er weiß, dass er sich nicht mehr auf sein einst so brillantes Gehirn verlassen kann und dass ihn sein Gedächtnis trügt.

“Wissen Sie, für mich war er nie Watson.
Er war einfach nur John für mich.”

Zwar geht es auch in dieser Geschichte um einen lang zurückliegenden Fall –   um eine Frau, die Holmes immer noch beeindruckt (wenn es auch nicht DIE Frau ist), um eine Reise nach Japan, wo er einen Brieffreund trifft. Doch es geht um viel mehr als um einen Fall und um einen Klienten. Denn es ist die Geschichte eines alten Mannes, der auf sein Leben zurückblickt und versucht, mit sich und den Menschen seiner Umgebung ins Reine zu kommen. Natürlich ist John einer dieser Menschen. “You know, I never did call him Watson – he was John, simply John.” (“Wissen Sie, für mich war er nie Watson. Er war immer einfach nur John für mich.”), erklärt Holmes seinem japanischen Freund. John war für ihn nie der Trottel, für den ihn Dramatiker und Romanschreiber ausgegeben haben –  eine Tatsache, die Holmes als eine persönliche Beleidigung auffasst, weil er den Mann immer noch zutiefst respektiert, “the man who with his customary humour, patience, and loyalty, indulged the eccentries of a frequently disagreeable friend.” (“der mit seinem Humor, seiner Geduld und seiner Loyalität den exzentrischen und unausstehlichen Freund ertragen hat.”). Fans der BBC-Fernsehserie “Sherlock” wird das an die Rede des Trauzeugen in der Folge “Das Zeichen der drei” erinnern, mit der Benedict Cumberbatchs Sherlock seine Zuneigung zu Martin Freemans John Watson auf eine ähnliche, nicht minder rührende Art und Weise ausdrückt.
Mitch Cullins Werk hat mindestens genauso viel Liebe zum und Respekt vor dem Original wie die Macher der BBC –  Fans werden das zu schätzen wissen.

A Slight Trick of the Mind” wird derzeit mit Ian McKellen als Sherlock Holmes verfilmt und wird voraussichtlich 2015 in die Kinos kommen –  wie unter anderen die britische Zeitung The Guardian auf ihrer Internetseite schreibt. Der britische Schauspieler bestätigte auf Twitter, dass er in die Haut des berühmten Detektivs schlüpfen wird: “Over 70 actors have previously played Sherlock Holmes. Now he’s 93 years olf and it’s my turn.” (“Mehr als 70 Schauspieler haben bis jetzt Sherlock Holmes verkörpert. Jetzt ist er 93 und jetzt bin ich dran.”). McKellens vielleicht bekannteste Rolle ist die den Zauberers Gandalf in der Verfilmung von “Der Herr der Ringe” und “Der Hobbbit”, dessen dritter Teil im Dezember 2014 in die Kinos kommen wird.

Mitch Cullin, “A Slight Trick of the Mind”, Anchor Books, 2005, ca. 10.90 Euro

 

Eine leicht geänderte und ergänzte Fassung dieses Blogeintrags ist in den Baker Street Chronicles der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft, Herbst 2014, erschienen.

You can find the English version here.

Doctor Who – what a start!

Confessions first: I’m not a Whovian. At least not if you consider that a fan of the famous BBC series should know all episodes and all connections within a wink of an eye. Not to mention everything that happens behind the scenes and all the rumours that normally come with that. But I always loved sci fic films and series and I grew up with the original Star Trek which hit German telly and made my Saturday afternoons. While the United Federation of Planets has been with me ever since – and Patrick Stewart’s Captain Jean-Luc Picard will always be my Captain – Doctor Who crossed my way only about two years ago.

He was sort of a side kick of my beloved Sherlock, my effort to watch more in the original version and the lovely guys that are my timeline on Twitter. (Thank you for that – and thank you, internet.) So I found four things: Doctor Who is not on regular German telly, and if he was it never has been on a big broadcaster. Netflix  is my friend.  Matt Smith’s Doctor is my Doctor. And I somehow knew a few episodes of David Tennant’s incarnation although I was quite sure that I’ve never saw it before.

And so I cried and laughed and spread my brain to get the meaning of every sentence (and failed very often) and found my way to S8E1 “Deep Breath”. And it was a ride! What a start for the new series! Yes, I wasn’t sure about Peter Capaldi when I first saw him after he became the Doctor. And I’m still not sure if I will love him. But I like him at least. His confusion with his new body, the new face and with the people around him and of course his relationship with Clara – all these aspects are brilliantly played and not ordinary or boring at all. As Sherlock would put it. Well, he wouldn’t watch it, would he? And of course there are villains and monsters and old friends and travelling through time and space. Doctor Who is up for a new age, not better or worse, but darker and simply different. Let’s see how things will be without a bow tie.

 

Matt Smith's Eleventh Doctor leaves his bow tie on the floor of the Tardis in "The Time of The Doctor". Source: BBC One, screenshot: pb

Matt Smith’s Eleventh Doctor leaves his bow tie on the floor of the Tardis in “The Time of The Doctor”. Source: BBC One, screenshot: pb

A tribute to Sherlock Holmes – full of love

When Sir Arthur Conan Doyle created Sherlock Holmes, he showed his readers – who soon loved his figure – a man in his middles ages, with his abilities in full bloom. What the famous detective did before he moved into 221B Baker Street is hovering in the mists of fiction and so is his life after his retirement, despite the fact that he cares deeply for his behives.

In Mitch Cullin’s “A Slight Trick of the Mind” we find Sherlock Holmes, now 93, in a Sussex farmhouse, living a quiet and solitary life, with only his housekeeper and her son as a company. And to write it just here:  What could be a infringement of the original canon as a whole and to the famous detective in particular, is a tribute to Sherlock Holmes –  full of respect and full of love –  that is moving and heartbreaking and one of the best novels around. Cullin unfolds a fine portrait of a man who is perfectly aware of his age, his fragile body – he’s only able to walk with the help of canes – and of his once so brilliant brain that is no longer able to remember every detail.

“There are many (…) scenes in my head, and all are easily accessible.
Why they remain and others flit away, I cannot say.”

Sherlock Holmes

And so the story is about a case about a woman who still impresses him deeply (not the woman though), about a journey to Japan where he meets a pen pal. But the story is much more than just another case and another client. It’s the attempt of an old man looking back on his long life and setting himself at rest with himself and the people surrounding him. Of course John: “You know”, Holmes tells his Japanese friend, “I never did call him Watson – he was John, simply John.” John who never was the fool “both dramatist and so-called  mystery novelists” show him and which Holmes takes as an insult to himself because he still respects him deeply, the man “who with his customary humour, patience, and loyalty, indulged the eccentricities of a frequently disagreeable friend.” Sherlock fans will remember the best man’s speech in “The Sign of Three” of BBC’s series 3 where Benedict Cumberbatch’s Sherlock confesses his love for his Martin Freeman’s John in a similar way.

As much as the creators of BBC’s Sherlock love and care for the original canon, so does Mitch Cullin – and so will the readers.

“A Slight Trick of the Mind” will hit  cinemas in 2015 with Ian McKellen as the iconic detective.

Eine deutsche Fassung dieses Beitrags gibt es hier.

Mitch Cullin,  “A Slight Trick of the Mind”, Anchor Books, 2005, 10.90 Euro/15 Dollars/ 8 £

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