Kategorie: Books (Seite 1 von 3)

Tom Mole: The Secret Life of Books

As a passionate reader you can’t imagine a world without books or even longer periods without reading a book. Strangely enough I still remember the time when I wasn’t able to read but was fascinated by that black lines and dots in books my brother read – and wondered why none of those lines looked the same. Soon enough those signs became letters and words and I discovered new worlds and stories with every new book (more about this in that  blog entry  – in German).
So “The Secret Life of Books” begged for being bought and taken back home when I stumbled upon it at Waterstones Piccadilly (So much to the “Don’t judge books by their covers” thingy) claiming it to be a “treasure trove for book lovers”.

“Books are part of how we understand ourselves. They shape our identities, even before we can read them.”

Tom Mole explains why books have been with us for centuries, why we collect them (and spend a considerable amount of money on them if we can afford them), why we love them (and read them till they loose shape) and why they vanish while we reading them and  pop up again when we stop reading. Books are treated in different ways, they are flooding shelves, tables, attics or cellars and they are always telling something about their owners – even books which are not there.  Books are bringing people together when a group of readers meet to talk about a book they have read. Books are recommended by friends, papers or blogs (even a tiny little one like this), are lend, bought, sold and given away to make room for new ones. And even with new and different technical possibilities like tablets or e-readers, the printed book we can smell, touch, scribble notes in between lines, will still stay with us for quite a while.

“Books in the shelves are sandbags stacked against the floodwaters of forgetting.”

“The Secret Life of Books” is a thrilling story, brilliantly written and will still be fascinating on a second or third reading.

Tom Mole: The Secret Life of Books, Elliott & Thompson, £14.

Ian McEwan: The Cockroach

“That morning, Jim Sams, clever but by no means profound, woke from uneasy dreams to find himself transformed into a gigantic creature.”

There is no doubt that this very first sentence of “The Cockroach” is a nod to Franz Kafka’s “Metamorphosis” with its Gregor Samsa being transformed into a huge bug. But it wouldn’t be Ian McEwan if there weren’t more to discover in this novella that hit the shop shelves by surprise (such a surprise that Swiss publishing house Diogenes couldn’t manage to list it on their  website at first but will publish the German version November 27th).

“As the nation tears itself apart, (…) a writer is bound to ask what he or she can do. There’s only one answer: write,” Ian McEwan says on his website. And so he unfolds the story of Jim Sams who finds himself being transformed into the British Prime Minister who wants to carry out the will of the people whatever it takes. But unlike Gregor Samsa, Jim Sams is an insect, a cockroach, which somehow has become a human being. As it turns out Jim Sams isn’t alone to deliver “Reversalism” where the flow of money is reversed: workers pay their employees for being allowed to work but get money for shopping and Britain will pay other countries for their exports.

“There’ll be some bumps in the road ahead and we have to take the people with us.”

It is obvious that “The Cockroach” is a short but sharp and funny satire on Brexit and all the political chaos that it dragged along not only to the UK. You can’t help but smile, laugh and shake your head in a mixture of embarrassment, amusement and frustration while reading the small book happily discovering recent political developments, reactions and even quotes. With his second work this year, Ian McEwan proofs again that he is not only one of the finest writer the UK has to offer but also a political one that can’t help himself but make his voice heard.

Ian  McEwan: The Cockroach, Vintage, 7,99£

You can find more about Ian McEwans’s book here.

Juan Moreno: Tausend Zeilen Lügen

Bewegend, gut geschrieben und immer einzigartig – das waren die Reportagen, die Claas Relotius über Jahre hinweg für den Spiegel schrieb. Egal, wo er auf seinen Reisen Menschen begleitete, ihr Leben, ihr Schicksal auf mehreren Druckseiten ausbreitete, es war immer mit viel Gefühl und so hautnah beschrieben, dass ihn dafür nicht nur seine Chefs liebten und ihn befördern wollten. Auch diverse Jurys diverser Journalistenpreise konnten sich dem meisterhaften Erzähler  nicht entziehen und überhäuften ihn förmlich mit Auszeichnungen. Zu seinem Können kam auch noch eine überaus angenehme Erscheinung, die Claas zu einem Kollegen machte, den man vertraute und mochte. Bis einem Kollegen etwas merkwürdig vorkam.

Juan Moreno beschreibt in “Tausend Zeilen Lügen”, dass das “System Relotius” auch deshalb funktionieren konnte, weil der Starreporter für seine Reportagen immer  im Ausland unterwegs war. Das machte es naturgemäß schwerer, Menschen, Orte oder Gegebenheiten zu überprüfen als dies bei Themen in Deutschland möglich gewesen wäre. Ganz zu schweigen im Lokaljournalismus, wo Reporter und Leser schon mal beim Einkaufen im Supermarkt aufeinander treffen und man sich unter Umständen für einen Fehler rechtfertigen muss (auch Lob gibt es, um fair zu sein). Im Gegensatz zu Lokalredaktionen verfügt der Spiegel aber über etwas, das ihn von allen Medienhäusern Deutschlands, wenn nicht weltweit unterscheidet: er hat eine Dokumentationsabteilung, die jedes kleinste Detail eines Artikels vor der Drucklegung überprüft, einen Faktencheck macht, den Autor nach Kontakten fragt. Weshalb aber haben die Mitarbeiter dort im Fall Relotius so katastrophal versagt? Weil, so Moreno in seinem mitreißend geschriebenen Buch, Relotius sich über Jahre hinweg ein eigenes System aufgebaut hat. Das zum einem auf seiner anscheinend akribischen Recherchearbeit, seiner überragenden Schreibe und zum anderen in seiner Art lag, mit der er die Menschen in seinem Umfeld für sich gewinnen konnte. Journalisten, die in der Regel alles hinterfragen und es meist nicht bei rhetorischen Fragen belassen, sondern nachbohren.

“Immer und immer wieder stand Relotius kurz davor, als Hochstapler aufzufliegen. Er war Journalist in einem Ressort, im dem lauter Spitzenreporter saßen (…) Relotius war von Berufsskeptikern umgeben. Sie alle hatte er über Jahre mühelos umtänzelt.”

Genau das tut Juan Moreno. Ihm kommen Zweifel. Zweifel daran, dass Class Relotius, mit dem zusammen er eine Reportage geschrieben hat, all das, was er da in so überaus gekonnter Weise aufgeschrieben hat, auch tatsächlich genauso erlebt hat. Dass die Menschen, die er beschreibt, nicht so existieren. Zunächst ahnt Moreno nicht, dass er mehr auf der Spur ist, als nur einigen Recherchefehlern. Und dass er bei seinen Chefs auf Ablehnung stoßen wird.

“Natürlich machen Reporter diese (Arbeit) nicht perfekt, einige nicht mal besonders herausragend (…), aber die allermeisten machen sie ehrlich. So gut es eben geht, so wie andere Menschen in anderen Berufen auch.”

“Tausend Zeilen Lügen” ist ein gleichermaßen mitreißend und spannend geschriebenes Buch, aber auch ein akribisch recherchierter Enthüllungsbericht über einen Skandal, der den deutschen Journalismus erschütterte. Gerade in Zeiten von Fake News und Angriffen von  Rechtsextremen auf die unabhängige Presse, hat Relotius über Jahre hinweg keinen sauber recherchierten Journalismus gemacht, sondern – das deckt Moreno zweifelsfrei auf – Märchen erzählt. Eine Tatsache, die das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”, das für viele der Hort des kritischen Journalismus ist und für dessen Gesellschaftsressort nur Edelfedern schreiben, in eine Vertrauenskrise stürzte. Eine Vertrauenskrise, die auch auf andere Medien wirkte und dafür sorgte, dass Relotius’ frühere Artikel, die unter anderem auch im Magazin der Süddeutschen Zeitung erschienen sind,  überprüft wurden.

Auch, wenn Claas Relotius offenbar krank ist und nicht anders kann, als lügen, bleibt doch die Frage, weshalb nicht nur Redaktionen, sondern auch Leser den offenbar so wunderbar geschriebenen Geschichten glaubten. Vielleicht, weil Menschen gerne Erzählungen lesen und ihnen so gerne glauben möchten, vor allem, wenn sie die eigenen Vorstellungen widerspiegelt.

Juan Moreno: Tausend Zeilen Lügen. Das System Relotius und der deutsche Journalismus. Rowohlt, 18 Euro.
Das E-Book wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Bücher meines Jahres 2018

Es ist wieder Zeit, Bilanz zu ziehen – in Form von Büchern, die ich im fast abgelaufenen Jahr 2018 gelesen habe. Darunter sind Neuerscheinungen genauso wie Bücher, die mir aus dem ein oder anderen Grund als lesenswert erschienen. Insgesamt habe ich genauso viele Bücher gelesen wie 2017. Erstmals waren zwei Hörbücher dabei.

Meine Bilanz:
Gesamt: 38
Deutsch: 18
Englisch: 20
E-Books: 5 (auf dem Tolino gelesen)
Hörbücher: 2

Aus meinem Bücher-Jahr möchte ich diese empfehlen:

Deutschsprachige Autoren der Gegenwart:
Benedict Wells jüngste Sammlung von Kurzgeschichten “Die Wahrheit über das Lügen” hat nur den Nachteil, dass die Geschichten zu kurz sind –  zu gut und zu spannend sind sie geschrieben. Wer noch nichts von dem 34-jährigen Schriftsteller gelesen hat und erst einmal vorsichtig Kontakt aufnehmen will, sollte zu diesem Band greifen.
Bernhard Schlink und Lukas Hartmann haben  2018 beide Frauen als Hauptfiguren ihrer neuen Romane gewählt. Schlinks “Olga” setzt im Deutschland des 19. Jahrhunderts alles daran, als selbstständige Frau ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. In Hartmanns “Ein Bild von Lydia” ist die reichste Frau der Schweiz im Zürich des Jahres 1887 in den Konventionen ihrer Zeit gefangen.

Die Sprache ist egal
jedenfalls wenn es um diese Autoren geht, deren Werke wunderbar ins Deutsche übersetzt wurden:
Ian McEwan ist eigentlich immer lesenswert, auch seine Kurzgeschichten wie “The Daydreamer“, “Der Tagträumer“, die aus der Sicht eines Jungen erzählt sind, der sich am liebsten in andere Personen oder Tiere hineinversetzt.
Matt Haigs “Notes on a nervous planet” erscheint im März unter dem Titel “Mach mal halblang – Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten” bei dtv, wo auch die vorherigen Werke erschienen sind.

Hörbücher
sind eigentlich nicht unbedingt meine Welt, weil ich fürchte, wichtige Passagen zu verpassen. Immerhin habe ich zwei geschafft, was bei einem am Vorleser, beim anderen an einem Kinofilm liegt.
Carlo Rovelli: The Order of Time, vorgelesen von Benedict Cumberbatch  und
Dr. Seuss: How the Grinch stole Christmas, vorgelesen von Walter Matthau.

Ein neuer Privatdetektiv
Cormoran Strike, der in heutigen London unterwegs ist,  ermittelt in seinem mittlerweile vierten Fall “Lethal White”, “Weißer Tod“.  Wie bei anderen Reihen auch, sollte man aber am Anfang beginnen, in diesem Fall mit “Der Ruf des Kuckucks“. Actionfans werden allerdings nicht auf ihre Kosten kommen, Fans von Donna Leons Commissario Brunetti eher schon.

Worauf ich immer hinweisen muss:
James Rhodes’ jüngstes Buch Fire on all sides, zu dem der britische Pianist auch eine Spotify-Playlist angelegt hat und in dem er beschreibt, welch Anstrengung es ihm unter anderem immer noch kostet, auf die Bühne zu gehen und das zu tun, was er am liebsten tut: Klavierspielen. Wer Lust hat, James live in Deutschland zu erleben, hat 2019 mehrfach die Chance.

Matt Haig: Notes on a nervous planet

People have literally everything at their fingertips: news, music, libraries, the internet, family and friends. But never before in human history are so many people stressed by how fast the world around themselves is spinning, afraid of how they can possibly face this stress. They are not only afraid but suffer from serious illnesses, including depression. Matt Haig knows what he is writing about in his latest book “Notes on a nervous planet”, having been through heavy depression himself.

“We need to build a kind of immune system of the mind.”

Without any self-pity Matt Haig offers his thoughts about the world and  what he finds helpful to stay sane on this nervous planet – what he finds helpful for himself; he is far from forcing his readers to follow his thoughts as gospel. But even if you are not stressed from constantly checking your Twitter or Instagram or scrolling through news, you will find that there is more than a little bit of truth in Matt Haig’s writing.  Unless you are the only person alive that has never enjoyed the sounds of a summer’s evening or watching the rain poring down or just sitting there with your own thoughts – or thinking nothing at all.

“Reading is love in action.”

Those moments are precious because we have to step back from all the fuss around us, we have to remind us that although  it is fascinating and a great achievement that we can chat to friends from all over the world any time, constantly. And even if we are so lucky to have met friends from Twitter in real life, we have to remind us that we don’t have to answer immediately, that it is totally okay to finish the chapter of our book or the whole book before picking up our phone again. But it’s not okay to try to be someone else, the model with that shiny hair, the actor with his huge range of knowledge, that colleague who runs a marathon. It’s totally fine to be ourself: “We are humans. Let’s not be ashamed to look like them.”

What makes Matt Haig’s writing and therefore this book – his books –  such a pleasant read is that it offers such a huge amount of knowledge, glimpses into different spaces, different opinions while being funny and relaxing and an eye opener at the same time. Some might say this isn’t what literature should be. Don’t mind them. Just read.

 

Matt Haig: Notes on a nervous planet, Canongate, round £11/ 12 Euro.

Celeste Ng: “The world is complicated”

Celeste Ng’s new novel “Little Fires Everywhere” is just out in Germany where the American author has been on a press tour – and she found time to answer my questions.

In “Little Fires Everywhere” (as in “Everything I Never Told You”) your figures are living the American lifestyle, lots of people find attractive. But as the story unfolds, the facade crumbles away. Why?
Celeste Ng: One of my main jobs as a writer is to remind people that the world is complicated, that there are many facets to every situation and every person, and that there are many things we don’t know. So every story, for me, is about showing that there is more going on under the surface than it first appears. The idea of the “American Dream” is so powerful and so pervasive, but no one really lives it. It’s just not that simple, and even the dream itself is a lot more complicated and problematic than it seems. In the novel, I wanted to probe beneath that facade and ask readers to reconsider the whole idea of that “perfect lifestyle.”

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Your figures live a modern life in the late 1990s. Do you think modern technologies should have a place in the life of teenagers?
Teenagers live in the modern world, so it seems foolish to try and keep them in some pristine past where modern technology doesn’t exist. We’re in the era of Spotify and Snapchat, but my generation looks back with nostalgia to the days of mixtapes and email, and our parents look back even further to record players and handwritten letters—so I think every generation idealizes what they had, and sees the new as a corruption.

With that said, though, what everyone—teenagers as well as adults of any generation — needs is human connection. By that, I mean the ability to understand and be understood by someone else, and to feel seen. Our anxieties about new technology is usually rooted in the idea that it’s increasing the space between each other, or between us and the “real” world. And that is something that I worry about. Sometimes modern technologies can isolate us—see: the anonymous and unpoliced boards of 4chan, for instance — but sometimes it allows us to connect with people in new ways, too. For me, the connection, or lack thereof, is more important than the technologies themselves.

What books are you reading and what books would you consider as a must read?
I just finished Pachinko, by Min-Jin Lee (which I think is coming out in Germany soon as “Ein einfaches Leben” [It will be available in September by dtv ). I’m currently re-reading The White Album, by Joan Didion, and reading Anna Karenina for the first time. As for must-reads: there aren’t a lot of books in this category, but books I think everyone would benefit from reading include Between the World and Me, by Ta-Nehisi Coates and the work of James Baldwin.

Meine deutsche Übersetzung des Interviews gibt es hier.

You find my review of the German version of “Little Fires Everywhere” – “Kleine Feuer überall” here.

John Green: Turtles all the way down

Some books leave you in wonder, in despair, in tears or in joy. And some books leave you thinking about the story you just finished. John Greens “Turtles all the way down” is one of those. This is not only because of Aza, a teenage girl who struggles with her anxiety, endless thoughts and life itself because she wants to be a good daughter, a good friend and a good student. She and her best friend Daisy decide to investigate the case of billionaire Russell Picket.

“The world is billion of years old, and life is a product of nucleotide mutation and everything. But the world is also the stories we tell about it.”

Aza’s  story is the story of a teenager trying to understand and getting along with life. And even if we are lucky enough living without any panic attacks or are grown ups with a regular life, “Turtles” touches us because it doesn’t matter if you are a teenager like Aza or a famous actor, author or just an ordinary guy, living a decent but ordinary life. All that matters in the end are values like love and friendships that will stay with us – and authors like John Green telling stories that we will remember for a very long time.

Photo: Petra Breunig

Photo: Petra Breunig

John Green: Turtles all the way down, Penguin, 7£

Sherlock – The Essential Arthur Conan Doyle Adventures

Über 2500 Ergebnisse erhält, wer bei Amazon nach Arthur Conan Doyle und Sherlock Holmes sucht. Weshalb also noch eine weitere englischsprachige Ausgabe? Die Lust, besonders schöne Bücher zu machen, kann es nicht gewesen sein, die die Herausgeber bewogen haben zwei Bände unter dem Titel „Sherlock – The Essential Arthur Conan Doyle“ als BBC Books zu veröffentlichen. Denn wie oft bei englischen Büchern ist weder die Qualität des Papiers noch die des Layouts – hin und wieder scheint der Text entweder gesperrt oder spationiert zu sein, damit er eine Zeile ausfüllt – das entscheidende Kaufkriterium. Doch die Titelbilder machen klar, dass es hier um den Kultfaktor geht, den die britische BBC-Serie „Sherlock“ unter Fans hat und diese Fans sind es auch, die die Macher als Käufer und Leser im Visier haben.

„Impossible not to love.“

Die Produzenten, Drehbuchschreiber und Erfinder des modernen Sherlock, Steven Moffat und Mark Gatiss, haben ihre Lieblingsgeschichten um den größten Detektiv aller Zeiten gesammelt und ihnen jeweils eine kurze Einleitung vorangestellt. Und allein diese Einführungen sind trotz der Kürze wunderbar witzig und ironisch, aber auch gleichzeitig kenntnisreich. „Die Geschichte macht zwar nicht wirklich Sinn, sie ist aber atemberaubend frech, stimmungsvoll und furchterregend.“ („It makes no real sense but it’s breathtakenly cheeky, atmospheric and scary.“) schreiben die Autoren der Einleitung beispielsweise über „Das gesprenkelte Band“ („The Adventure of the Speckled Band“) und finden, dass man „Der blaue Karfunkel“ („The Adventure of the Blue Carbuncle“) einfach „lieben muss“ („Impossible not to love.“). Einiges, was in „Eine Frage der Identität“ („A Case of Identity“) auftaucht, haben die beiden für ihre Sherlock-Version verwendet und wenn man so will, eine Art Perlenpickerei („small gems“) betrieben.

Dass in der Fernsehserie zum Teil wörtliche oder abgewandelte Zitat aus einer der Originalgeschichten verwendet werden, merkt man freilich nur dann, wenn man den Kanon kennt. Oder doch zumindest die Geschichten, die Steven Moffat und Mark Gatiss als solche ausgemacht und in den beiden Bänden vorgelegt haben. Die insgesamt 19 Kurzgeschichten sind  auch ideal für Sherlock-Fans, die sich Arthur Conan Doyles Original nähern wollen, denn sie sollen schlichtweg Begleiter der BBC-Serie sein. Wer schon diverse Ausgaben im Regal stehen hat, wird sich über vergleichsweise günstige Buchzuwächse freuen. Dank der Buchcover, die Promo-Fotos zur Erstausstrahlung der vierten Sherlock-Staffel zieren, sind diese beiden Bände aber für Sherlock-Fans schon fast Pflicht.

Foto: Petra Breunig

Foto: Petra Breunig

 

 

The Essential Arthur Conan Doyle Adventures, zwei Bände, BBC Books/Penguin, jeweils ca 8 Euro

Charlie Lovett: The Bookman’s Tale

Little is known about William Shakespeare, the playwright some consider the best ever, some think he has never lived.  What if a bookseller found a book that could prove that Shakespeare not only lived but has really written all the plays? But it’s not the famous writer that attracts Peter Byerly’s attention. When opening an 18th century study about Shakespeare forgeries, the bookman is struck by a painting of a woman who looks like his beloved wife Amanda. But why the resemblance? Peter who has lost every will to live after the sudden death of Amanda, finally discovers his passion for books again.

“Peter was in no hurry to open the door. It had been nine months since he had entered a bookshop; another few minutes wouldn’t make a difference.”

“The Bookman’s Tale” is one of those novels that lure the reader inside its story from the very first sentence and is unwilling to let him live his life until the book is finished. Charlie Lovett has mixed a love story of two people from very different backgrounds sharing the love for one another and the passion for books, literature and history. The story is set in London and the Welsh countryside round Hay-on-Wye and is alternating between the present, Peter’s and Amanda’s past and the 16th and 17th century. What could be confusing, keeps the reader hooked and eager to find out how the story and the fate of the characters unfolds. The novel is a lovely read for booklovers who should not be afraid to learn a little bit of William Shakespeare.

 

Photo: Petra Breunig

Charlie Lovett: The Bookman’s Tale – A Novel of Love and Obsession, Alma Books, £ 7.99

Matt Haig: How to Stop Time

Time travelling isn’t a new topic neither in films nor in literature. It seems that people have always been fascinated by stories about travelling back into history to meet people from the past and forward in time to get a glimpse of a possible future. BBC’s  “Doctor Who” has everything people expect from a telly series covering that topic: an age old time traveller who knows not only how to handle humans but also past, present and the future – not to mention all sorts of aliens.

“My mother died a very long time ago. I, on the other hand, did not.”

Matt Haig’s new book “How to Stop Time” comes without aliens, or strange tech gadgets but with a man who ages in slow motion. Tom Hazard may look like a 40 year old guy. But he has outlived centuries before he hits modern day London – and he hasn’t lost his memory. That’s why he not only remembers ancient times and places like Shakespeare’s London (and the great playwright himself). He also has to cope with serious headaches indicating that his brain, like a hard drive, is about to reach its maximum capacity. Teaching history at a school in London, Tom uses his first-hand-knowledge to bring history to life for his pupils without revealing his true identity. But the past is always with him.

“How to Stop Time” is an intense story that hooks the reader from the very beginning not because it is breathtakingly fast and action packed but because it is calm and lacks all sorts of excitement in a very fascinating way.  Matt Haig’s newest novel is one to loose yourself in  – which is the best you can say of any book.

Photo: Petra Breunig

Photo: Petra Breunig

 

Matt Haig: How to Stop Time, Canongate, 15 €/13 £.

The book will be adapted for film by Sunny March with Benedict Cumberbatch taking the lead role.

Die deutsche Ausgabe wird 2018 im dtv erscheinen.

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