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Lesetipps für den Sommer

Sommerferien und Jahresurlaub sind nicht mehr weit – Zeit, sich mit Büchern für die freien Tage einzudecken. Wie wäre es hiermit?

Seit ich den britischen Schriftsteller Ian McEwan für mich entdeckt habe, bin ich von seinem Können begeistert. Genauso angenehm ist es, die wirklich guten Übersetzungen seiner Werke bei Diogenes zu lesen. “Der Trost von Fremden” (“Comfort of Strangers”) und das neueste Buch  “Kindeswohl” habe ich erst kürzlich gelesen und zur englischen Ausgabe “Children’s Act” hier geschrieben. Die deutsche Fassungen sind bei Diogenes erschienen und kosten 9,99 Euro, bzw. 21,99 Euro.

Zum Augenausheulen ist John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (The Fault in our stars), dtv, 9,95 Euro, die Vorlage für den gleichnamigen Film.

Angharad Price nimmt den Leser in “Das Leben der Rebecca Jones” (dtv, 18,90 Euro) mit in eine kleines Tal in Wales zum Beginn des vergangenen Jahrhunderts und lässt uns teilhaben am bäuerlichen Leben einer Familie, das in seiner Alltäglichkeit umso faszinierender ist. Die deutsche Übersetzung hat die englische Version als Grundlage, die wiederum von der Autorin selbst aus dem Walisischen übersetzt wurde.

Dass mir der Name John Williams nicht geläufig war, habe ich erst gemerkt, als ich in ihm den Autoren von “Stoner” erkannt habe. Dann allerdings war klar, dass ich “Butcher’s Crossing”  (dtv, 21,90 Euro) lesen musste, auch wenn es eines dieser Bücher ist, auf das man sich einlassen muss. Tut man es, bekommt man ein wunderbares Leseerlebnis.

Wie immer ist Sommerzeit auch Zeit für einen neuen Brunetti. Heuer heißt er  “Tod zwischen den Zeilen” Diogenes, 23,90 Euro und ist meiner Ansicht nach einer der besten, die Donna Leon in dieser Reihe geschrieben hat.
Noch nicht auf Deutsch erhältlich ist die wunderbare Briefesammlung, die Simon Garfield mit “My dear Bessie” vorgelegt hat (Canongate Books, ca 10,95 Euro). Die Briefe erzählen die wahre Geschichte von Chris Barker and Bessie Moore, die sich während des Zweiten Weltkriegs lieben lernten, obwohl sie sich zunächst nur aus Briefen näher kannten.

Ebenfalls nur im englischen Original erhältlich ist James Rhodes: Instrumental (Canongate, ca 18 Euro/17 £). Der britische Pianist erzählt, wie er als Kind mehrfach vergewaltigt wurde, was das für sein weiteres Leben bedeutet und wie ihm Musik dabei geholfen hat, diese schrecklichen Erlebnisse zu überwinden. Trotz der erschütternden Bekenntnisse ist “Instrumental” witzig und lesenswert.

 

Tipp: Wer englischsprachige Bücher online bestellen will und eine Alternative zu Amazon sucht, sollte es mit Book Depository versuchen.

Schattenspringer – Wie von einem andern Stern

Ach! Das geht mir auch manchmal so, dass ich mich fühle als käme ich von einem fremden Planeten. Geben wir es zu: diese Reaktion hatte schon fast jeder einmal, wenn man gerade (Situation einsetzen) auf (Personen einsetzen) traf und sich letztlich auf nichts einigen konnte, weil man sich einfach aneinander vorbeigeredet hat.

Doch für Daniela Schreiter ist dieses Irgendwie-Fremd-Sein Alltag, denn sie hat Asperger-Syndrom und muss sich vieles erkämpfen, was für normale, gesunde Menschen mit keinem oder nur sehr geringem Aufwand verbunden ist. Wie sie ihr Leben meistert –  den Abschnitt von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter zeichnet sie im Comic “Schattenspringer – Wie es ist, anders zu sein”.

Und sie tut das umwerfend direkt, komisch, alles andere als rührselig und mit liebevoll gezeichneten Szenen, dass auch Leser, die sonst nicht zum Comic greifen, hier eine Ausnahme machen sollten. Es lohnt sich.

Screenshot: Petra Breunig

Eine Seite aus dem Comic “Schattenspringer”. Dieser Screenshot stammt aus der Kindle-Ausgabe. Screenshot: pb

Daniela Schreiter: Schattenspringer, Panini, 19,99 Euro, E-Book 15,99 Euro

Bücher meines Jahres

Es ist wieder soweit. Das Jahr ist fast zu Ende – Zeit also für meine persönliche Lesebilanz des Jahres. Die wie auch schon im vergangenen Jahr völlig subjektiv ist.

Dass ich in 2014 mehr Bücher gelesen habe (37 statt 34 im vergangenen Jahr), liegt vielleicht daran, dass weniger dicke Schmöker dabei waren.
Gesamt: 38
E-Books: 7
Normale Bücher: 30
Englische: 17

Gelesen habe ich:

Edward St Aubyn:

Never Mind, Bad News, Some Hope, Mother’s Milk, At last, sowie Lost for Words – mein neuentdeckter Autor, dessen Themen nicht immer einfach sind, aber immer wunderbar geschrieben. Seine Bücher sind auch auf Deutsch erhältlich.

Neil Gaiman

Niemalsland, Der Ozean am Ende der Straße:
Beides sind Märchen für Erwachsene, die in fantastische Welten entführen, die gar nicht mal so weit weg von der realen Welt sind.
Ein liebevolles Märchen ist auch das E-Book “Hannah Halblicht” von Stefan Reinmann. Es ist auf allen gängigen Plattformen erhältlich.

Zu Alan Turing/ Enigma:

Robert Harris: Enigma; Sinclair McKay: The Secret Life of Bletchley Park, Fergus Mason: The tragic life of Alan Turing

Ian McEwan:

Der britische Autor schreibt nicht nur wunderbar. Seine bei Diogenes auf Deutsch erhältlichen Bücher sind auch ein gutes Beispiel dafür, dass eine Übersetzung dem Original gerecht werden kann.
Unschuldige
The Children Act (wird im Januar bei Diogenes auf Deutsch erscheinen und “Kindeswohl” heißen)
The Comfort of Strangers

Ken Follett: Kinder der Freiheit

Der letzte Teil der Trilogie um mehrere Familien, deren Geschichte auch die Europas ist. Leider ist die Übersetzung holprig und schadet dem Lesevergnügen.

Max Frisch:

Aus dem Berliner Journal – meine ausführlichere Besprechung gibt es hier.

Shaun Usher: Letters of Note

ist ein Buch, das man trotz seines Gewichts gerne zur Hand nimmt und sich in die Intimität des Briefeschreibens entführen lässt. Mittlerweile ist auch eine deutsche Übersetzung unter dem Titel “Briefe, die die Welt bedeuten” erschienen. Meine englische Besprechung gibt es hier.

Sherlock Holmes

Natürlich mussten es auch in diesem Jahr wieder Bücher über und mit dem großen Detektiv sein.
Sir Arthur Conan Doyle: Das Zeichen der Vier (bei Diogenes)
Mitch Cullin: A Slight Trick of the Mind – eine liebevolle Hommage, von der ich (noch) keine deutsche Übersetzung gefunden habe. Meinen Tipp gibt es auf Deutsch und Englisch.
Sherlock Holmes – The Man who has never lived and will never die ist das Begleitbuch zur Sherlock-Holmes-Ausstellung im Museum of London und zeigt viel mehr als “nur” Sherlock Holmes.
Sherlock Chronicles – ein Muss für Sherlock-Fans

Klassiker:

William Shakespeare: Henry V, Hamlet, Richard III.
Wirklich nicht neu, aber neuentdeckt mit den liebevollen zweisprachigen Ausgaben, die bei Ars Vivendi erschienen sind. Wer sparen möchte und nicht unbedingt ein druckfrisches Buch haben muss, kann sie auch antiquarisch kaufen. Ich bin bei booklooker.de fündig geworden.

Franz Kafka

Saul Friedländers Biografie ist eine gute Einführung in Werk und Leben des Schriftstellers.

Gut unterhalten fühlte ich mich mit:

John Green: The Fault in our Stars (Das Schicksal ist ein mieser Verräter) – ist einfach nur zum Heulen schön.
David Grann: Die versunkene Stadt Z – auf der Suche nach einer Stadt und einem Forscher
Donna Leon: Das goldene Ei – der alljährliche Guido-Brunetti-Fall
Ingrid Noll: Hab und Gier – gut, aber es gibt bessere Romane der Autorin
Bernhard Schlink: Die Frau auf der Treppe – typisch guter Bernhard Schlink
Chris Chibnall/ Erin Kelly: Der Mörder ist unter uns – ist das Buch zur britischen Fernsehserie “Broadchurch” und mindestens genauso spannend.
Dave Eggers: Der Circle – so könnte die Arbeit bei Google aussehen.
Donna Tartt: The Goldfinch (Der Distelfink) – gut, aber mit Längen
Saskia Goldschmidt: Die Glücksfabrik – die Geschichte einer Pharmafabrik vor dem Hintergrund des Dritten Reichs.
Alan Bennett: Leben wie andere Leute – der Autor blickt auf das eigene Leben zurück.

Lesetipps für den Sommer

Sommerzeit ist Ferienzeit und damit auch Lesezeit – wie wäre es mit einem von diesen Büchern?

Ian McEwan: Abbitte
Dieser Roman passt wunderbar zu heißen Tagen, die man unterm Sonnenschirm ver-lesen kann. Die Fantasien einer 13-Jährigen und deren Auswirkungen auf ihre Umgebung und sie selbst sind erschütternd und einfach guter, spannender Lesestoff. Wer mehr von dem britischen Autor lesen will, findet bei Diogenes eine große Auswahl seiner Werke.

 

Max Frisch: Montauk und Homo Faber
Mag sein, dass der ein oder andere mit Max Frisch in der Schule gequält worden ist. Ich liebe seinen Stil und seine Geschichten immer noch. Empfehlenswert sind sie alle, Montauk und Homo Faber sind zwar relativ kurz, aber nicht weniger lesenswert.

 

Edward St Aubyn: The Melrose Novels
Die Geschichte der Melrose-Familie ist so erbarmungslos wie komisch und trotz der insgesamt fünf Bände (Schöne Verhältnisse, Schlechte Neuigkeiten, Nette Aussichten, Muttermilch, Zu guter Letzt) alles andere als langweilig. Wer die Romane im englischen Original lesen möchte, sollte zu diesen Ausgaben greifen.

 

Mitch Cullin: A Slight Trick of the Mind
Eine wunderbare Hommage an Sherlock Holmes. Der Meisterdetektiv hat sich im Alter zurückgezogen, widmet sich mit Hingabe seinen Bienenstöcken und blickt auf sein Leben zurück. Meinen ausführlicheren Buchtipp (auf Englisch) gibt es hier, die deutsche Version hier. Leider habe ich keine deutsche Ausgabe gefunden. Vielleicht gibt es aber eine, wenn der Film mit Ian McKellen in die Kinos kommt.

 

Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot
Alles, was Sherlock Holmes ausmacht, in einem Buch. Es gibt verschiedene Ausgaben auf Deutsch – eine gute ist die, die als Insel-Taschenbuch erhältlich ist.

 

Shaun Usher: Letter of Notes
Das ist nicht das Buch, das man mit ins Schwimmbad oder ins Urlaubgepäck stecken möchte. Dafür ist es zu groß und schwer. Und billig ist es auch nicht. Aber keine digitale Version kann den Reiz vermitteln, es greifbar zu haben, es gelegentlich durchzublättern und bei dem ein oder anderen Brief hängenzubleiben. Nicht, weil alle Schreiber so berühmt sind wie die englische Queen. Sondern, weil es faszinierend ist zu lesen, was Menschen über Jahrzehnte bewegt hat und – dank der Faksimiles – die Briefe zu sehen. (Mehr dazu hier)

 

Bücher meines Jahres

Jedes Jahr schreibe ich meine persönliche Lesestatistik auf. Ganz altmodisch mit Füller auf Papier. Am Ende des Jahres wundere ich mich, dass ich viel oder wenig gelesen habe (im Vergleich zum Jahr zuvor), was ich gelesen habe und wie.

Demnach schaut 2013 so aus:
Gesamt: 34 Bücher
E-Books: 10
Normale Bücher: 24
Englisch: 16

Und das habe ich gelesen – selbstverständlich ohne Anspruch auf den ultimativen, weil hochgeistig durchdachten und literaturwissenschaftlich tiefgründig aufbereiteten Lesebefehl.

JRR Tolkien: Der kleine Hobbit:

In einer alten, schulerprobten, aber gut erhaltenen dtv-Ausgabe, natürlich als Vorbereitung auf den Film. Als Nachbereitung liegt die englische Version in einer Jubiläumsausgabe schon bereit.

Steven Levy: In the Plex

Ein interessantes Buch über Google, wie die Firma denkt, arbeitet und unser Leben verändert, wie es im deutschen Untertitel heißt.

Jussi Adler-Olsen: Das Washington-Dekret

Ich bekenne, ich habe den Thriller nicht bis zum Ende gelesen, was aber nicht heißt, dass ihn andere nicht spannend finden werden.

Lukas Hartmann: Räuberleben, Der Konvoi:

Beide Bücher sind nicht unbedingt die, die ich zum Kennenlernen von Hartmann empfehlen würde. Wer den Schweizer Schriftsteller mag, muss sie aber lesen.

Sir Arthur Conan Doyle:

Natürlich Sherlock: A Study in Scarlett, The Sign of the Four, The Hound of the Baskervilles, The Valley of Fear, The Memoirs of Sherlock Holmes
Empfehlenswert sind aber unbedingt auch: A Life in Letters und Sherlock Holmes Handbook von Christopher Redmond.
Dazu passen:
Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes. Ein neuer Sherlock-Holmes-Roman, der tatsächlich wirkt, als sei der große Detektiv niemals weg gewesen.
Lynnette Porter: Sherlock Holmes for the 21st century. Die Essays beschäftigen sich mit unterschiedlichen modernen Adaptionen der Figur, mal mehr, mal weniger wissenschaftlich.

Ford Madox Ford: Parade’s End

Die vier Bände um den englischen Gentleman Christopher Tietjens sind beste Unterhaltung in der Zeit vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg. Leider sind deutsche Ausgaben nur noch antiquarisch erhältlich.

Donna Leon: Tierische Profile

Der alljährliche Venedig-Krimi mit dem liebenswerten Commissario Guido Brunetti ist für mich ein Muss.

Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

Das Erstlingswerk des österreichischen Autors über pubertierende Jugendliche in einem katholischen Internat ist überraschend modern.

John William: Stoner

Wenn sich der Klappentext vor Lobpreisungen überschlägt, werde ich skeptisch. Bei diesem Roman allerdings sind sie berechtigt: Stoner ist ein zu unrecht vergessenes großes amerikanisches Werk.

Lynnette Porter: Benedict Cumberbatch in Transition

Für Fans ein Muss – für alle anderen eine Verschwendung

Martin Sutter: Almen und die Dahlien

Wer sich in der Welt der Schönen und Reichen nicht langweilt, wird sich beim dritten Fall des Detektivs Johann Friedrich von Allmen prächtig amüsieren.

George Orwell: 1984

Meine alte Ausgabe habe ich aus aktuellem Anlass wieder aus der Regal geholt. Lesenswert wie immer.

Matt Dickinson: Die Macht des Schmetterlings:

Dieser Roman über die Chaostheorie ist eigentlich ein Jugendroman. Eigentlich. Denn er ist auch für Erwachsene spannend und beste Unterhaltung!

Daniel Domscheit-Berg: Inside Wikileaks

Nein, es ist keine Dokumentation. Und nein, das Buch ist kein literarisches Meisterwerk, sondern die Erinnerungen des Autors an seine Zeit bei Wikileaks. Lesenwert ist es allemal.

Andrew Hodges: Alan Turing – The Enigma

Eine der besten Biografien, die ich seit langem gelesen habe und ein wunderbar lesenswertes Werk über den großen britischen Wissenschaftler Alan Turing, der entscheidend mithalf, den Code der Deutschen im Zweiten Weltkrieg zu entschlüsseln. Leider nicht auf Deutsch erhältlich.
[Update 29. März 2014: Es gibt eine deutsche Taschenbuchausgabe im Springer-Verlag, Wien. Sie ist laut verlegerischer Notiz eine vollständige Übersetzung der englischen Ausgabe von 1983. Meine englische Taschenbuchausgabe ist eine Neuauflage von 2012, die im Gegensatz zur deutchen Ausgabe ein paar Fotos enthält.].
Dazu passt:
Alan  M. Turing – die Erinnerungen seiner Mutter Sara Turing.

Henning Mankell: Mord im Herbst

Ein neuer Fall für den schwedischen Kommissar Wallander, leider aber keine Fortsetzung.

Solomon Northup: 12 Years A Slave

Die erschütternde Lebensgeschichte eines freien Mannes, der in die Sklaverei verkauft wurde. Leider nicht auf Deutsch erhältlich.

Ian Mc Ewan – meine persönliche Entdeckung des Jahres:

Amsterdam,
Abbitte,
Honig,
Cement Garden

Lesetipps

Ein Buch zu Weihnachten geht immer – im Zweifel kann man es ja selbst behalten. Diese Buchtipps sind vollkommen subjektiv, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und legen auch keinen Wert auf Aktualität.

Meine Entdeckung des Jahres: Ian McEwan

Ein guter Einstieg ist “Abbitte”, in der die Fantasie einer 13-Jährigen ungeahnte Auswirkungen hat. Aber auch “Amsterdam” und der erst kürzlich erschienene Roman “Honig” sind lesenswert. Alle Bücher sind bei Diogenes erschienen.

Unbedingt lesen

John Williams: Stoner, dtv
Wenn ein Roman als Meisterwerk gepriesen wird, obwohl er seit Jahren vergessen wurde, dann bin ich immer etwas skeptisch. Bei “Stoner” ist aber jegliches Lob angebracht. Denn die Geschichte eines Mannes, der auf einer Farm aufwächst, seine Liebe zur Literatur entdeckt und  Professor statt Farmer wird, ist zwar alles andere als aufregend. Sie ist aber so eindringlich und meisterhaft erzählt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will.

Biographisches

Daniel Domscheit-Berg: Inside Wikileaks
Die bei Ullstein erschienenen Erinnerungen sind weder objektiv noch erheben sie den Anspruch eine Dokumentation zu sein. Sie geben aber einen guten Eindruck wie die Arbeit bei Wikileaks gewesen sein mag. Und sie mögen den ein oder anderen anregen, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen. Domscheit-Bergs Erinnerungen waren auch Vorlage für den Film “Inside Wikileaks”.

Andrew Hodges: Alan Turing – The Enigma
Leider ist diese Biographie des Mannes, der half, den deutschen Code im Zweiten Weltkrieg zu entschlüsseln, nur antiquarisch auf Deutsch erhältlich. Wer sich aber ans englische Original bei Vintage wagt und nicht vor mathematischen Ausführungen zurückschreckt, lernt einen Mann kennen, der seiner Zeit weit voraus war und schon über Computer nachdachte, als das Wort noch nicht erfunden war.

Alte Bekannte

Henning Mankell: Mord im Herbst
Der schwedische Kommissar Kurt Wallander ist zurück – leider aber nur in einem Fall, der zeitlich vor dem Roman “Der Feind im Schatten” (Zsolnay) spielt und erst jetzt zur Veröffentlichung freigegeben wurde. Wallander will endlich ein Haus kaufen und sein Leben ändern. Als er bei der Besichtigung eines passenden Objekts aber über eine skelettierte Hand stolpert, ändert er seinen Entschluss. “Mord im Herbst” ist zwar nur eine kurze Erzählung, zeigt Wallander aber so, wie ihn seine Fans immer lieben werden.

Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes
Es ist, als sei Sherlock Holmes niemals fort gewesen, steht auf dem Rücken des Taschenbuchs (Insel) – was Sherlockians misstrauisch werden lässt. Doch das ist vollkommen unbegründet, wie sich schon nach wenigen Zeilen zeigt. Horowitz (und dessen Übersetzer) zeigt den berühmtesten Detektiv aller Zeiten in einem Fall, den sein Biograph Dr. John Watson bisher einfach noch nicht niedergeschrieben hat und der Arthur Conan Doyle würdig ist.

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